Review: PSYCHO GOREMAN (2020)

Psycho Goreman
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 8.5

Please rate this

8/10 (7)

Darsteller: Nita-Josee Hanna, Owen Myre, Matthew Ninaber
Regie: Steven Kostanski
Drehbuch: Steven Kostanski
Länge: 94 min
Land:
Genre: , ,
Veröffentlichung: 22. April 2021 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Koch Media
Sonstiges: Fantasy Filmfest 2020
FSK: ab 16

Alle paar Jahre kommt ein Film daher, bei dem man sich fragt, wieso nicht früher jemand auf die Idee kam. PSYCHO GOREMAN ist ein solcher Film.
Dieser Schinken macht wenig neu, manches nicht mal gut, aber die richtige Mischung sorgt schon jetzt dafür, dass PSYCHO GOREMAN bei der Auswahl der diesjährigen Topfilme einen langen Blick erhalten wird.

Story:
Eigentlich wollten Mimi und ihr Bruder Luke nur im Garten ihres Elternhauses spielen, doch als sie den Rasen umgraben, finden sie einen großen Edelstein.
Was sie nicht wissen, mit diesem Stein können sie ein brutales, außerirdisches Wesen befehligen, das jahrelang in der Erde hinterm Haus ruhte und eigentlich schlecht auf jeden und alles in der Galaxie zu sprechen ist. Als wäre das nicht genug, rufen die Geschwister damit weitere Außerirdische auf den Plan, die den „Psycho Goreman“, wie die Kinder das Wesen taufen, wieder ruhigstellen wollen. psycho_goreman_rezension

PSYCHO GOREMAN will nicht nur nach Hause telefonieren

Wie hätte es wohl ausgesehen, wenn E.T. nicht nur zum Telefonieren, sondern zum Auslöschen jeglichen Lebens gekommen wäre?
PSYCHO GOREMAN (oder kurz PG) liefert Antworten.
Allerdings ist dies bei weitem nicht die einzige Parallele, die sich finden lässt:
Das Loch im Garten erinnert an GATE – DIE UNTERIRDISCHEN und der gesamte Film gestaltet sich wie eine Mischung aus einem GWAR-Konzert, Masters Of The Universe-Themen und einem Feeling von TURBO KID oder der zweiten Filmhälfte von MANDY.

Mit anderen Worten, wir lernen eine Menge schräger Figuren aus anderen Galaxien kennen, die einander auf kreative Weise das Lebenslicht aushauchen, wobei sie Blut und Gedärm auf dem Planet Erde zurücklassen.
Das wirkt mitunter recht hemdsärmlig und einige Masken und Kostüme sehen schwer nach Pappmasche aus, was in diesem Fall aber nicht entscheidend ist.

Das was der Film stellenweise an der technischen Front vermissen lässt, macht er mit liebevoll platzierten Figuren und Humor wieder gut.
In gewisser Weise ist PSYCHO GOREMAN damit das Gegenstück zu THE VOID, der ebenfalls von Regisseur Steven Kostanski stammte, aber eher technisch gefiel, dafür aber anderweitig Fragen offenließ.

THE VOID war zudem humorbefreit, setzte aber wie PSYCHO GOREMAN auch auf handgemachte Effekte und Retro-Attitüde.

Vom Sklaven zum Weltenzerstörer und zurück

Besondere Aufmerksamkeit kommt in PSYCHO GOREMAN den Figuren und deren Machtverhältnissen untereinander zu. Während PG selbst einst Sklave war, bevor er zum grausamen Zerstörer der Welten wurde, macht die aufdringliche, fast schon sadistische Mimi Bruder Luke das Leben schwer und sie ist es auch, die PG mit dem Stein in Schach hält. Das ewige Machtspiel wiederholt sich analog bei den Eltern der Geschwister.
Übrigens: Dass Mimi eine nervige Göre ist, muss man allerdings aushalten, es ist Teil des Filmkonzepts.Psycho Goreman rezension

Seinen Humor zieht PSYCHO GOREMAN aus den Funsplatter-Einlagen, aber auch aus den Dialogen zwischen monströsem Alien und gewöhnlichen Kids. Zwar droht PG seinen beiden Herrschern immer wieder mit geschwollenen Reden mit ewigem Leid, Tod und Verdammnis, ist gegen die Besitzer des Juwels aber gänzlich machtlos.

All das ist im besten Sinne furchtbar trashig und wird mit einem Soundtrack gewürzt, der zwischen Synthie und Hard Rock hin und her wechselt.

Fazit: Aliens, Blut, Trash und Spaß. PSYCHO GOREMAN ist der Beweis, dass man nicht perfekt sein muss, um geliebt zu werden…man sollte aber schon so hart auf die Kacke hauen können.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

 

 

Facebook Comments