Review: ROW 19 – DER TODESFLUG (2021)

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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5/10 (1)

Darsteller: Hayden Daviau, Svetlana Ivanova, Marta Kessler, Wolfgang Cerny
Regie: Alexander Babaev, Samantha A. Morrison (english voice director)
Drehbuch: James Rabb
Länge: 77 min.
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 1. April 2022 (Blu-Ray/DVD)
Verleih/ Vertrieb: Tiberius
FSK: ab 16

Horror im Flugzeug ist nicht neu. Nennenswerte Filme sind unter anderem der noch junge BLOOD RED SKY oder die Serie YELLOWJACKETS, beide bedienen unterschiedliche Subgenre. Auch ROW 19 – DER TODESFLUG schlägt in eine andere Kerbe des Horrors und will sich bei den Guten einreihen.

Story

Die junge Psychologin möchte mit ihrer 6-jährigen Tochter eine Flugreise wagen. Doch dieser Flug gerät immer mehr außer Kontrolle. Um die beiden ohnehin schon ängstlichen Passagiere sterben weitere Mitreisende auf grausame Weise. Der Bezug zur Realität verliert sich und ein Kindheitstrauma wird zur schrecklichen Wahrheit.

Mutter und Tochter erleben die Hölle auf Erden, als ihr Flugzeug einen Schaden hat, und ein Absturz unausweichlich ist. Kurz darauf stürzt das kleine Mädchen, mit geschientem Bein und blutenden Wunden durch einen Wald. Mit der Absturzstelle im Rücken, geht die kleine Katerina ihrer Rettung entgegen… als einzige Überlebende des Flugs.

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20 Jahre später

Katerina ist nun selbst Mutter der kleinen Diane. Bei einem Winterspaziergang werden die beiden von einem Reporter aufgehalten, der die Mutter zu dem 20-Jährigem Jubiläum ihres Traumas befragen möchte. Katerina hat keine Angst mehr vor dem Fliegen, sie selbst sei nun Psychologin und möchte anderen Menschen sagen, dass jede Angst beherrschbar ist.

Ja, so ganz nimmt man der jungen Frau nicht ab, dass sie all die schlimmen Bilder des Absturzes, den tot ihrer Mutter und die Alpträume verdaut hat. Dies wird noch klarer, als das Mutter-Tochter-Gespann einen Nachtflug zu Dianes Großvater plant.

Damit beginnt ROW 19 – DER TODESFLUG schon einmal dramatisch, und macht trotz der mäßig guten Synchronisation Lust auf den Streifen.

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Nichts ist, wie es scheint.

Der Anhang DER TODESFLUG suggeriert viel Action oder zumindest vermutet man ein paar schnelle Szenen. Bis es so weit ist, nimmt sich ROW 19 – DER TODESFLUG aber viel Zeit, ohne dabei Längen aufkommen zu lassen. Im Verlauf der Geschichte wird klar, was wir schon vermuteten, Katerina hat ihre Angst nicht unter Kontrolle, verstärkt wird diese noch, als sie Visionen bekommt, die mit der Realität wenig gemein haben. Zumindest sollen wird dieser Überzeugung sein…

Grusel vs. Sci-Fi

Der Horror kommt hier leise und bekommt, bis auf kleine Ausnahmen, keine klare Form oder eine Figur. Das ist oft angenehmer, als übermotivierter Sci-Fi und in ROW 19 – DER TODESFLUG wird damit gut umgegangen. Horror-Effekte wirken zwar nicht immer wie aus einem Guss, dieses Problem haben aber Filme, mit wesentlich mehr Budget, schon wesentlich schlechter gelöst.

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Schauspiel auf engem Raum

Das Flugzeug ist spärlich besetzt, neben Mutter und Tochter gibt es noch fünf weitere Passagiere, plus zwei Flugbegleiterinnen. Hier kann man sich also nicht hinterm dem Spiel eines anderen verstecken. Gut, dass das auch keiner der Schauspieler muss, jeder, besonders die Kinderdarsteller, machen ihre Arbeit gut und glaubhaft.

Qualitativ muss sich ROW 19 – DER TODESFLUG nicht verstecken. Sicherlich gibt es Luft nach oben, aber ebenso gibt es keine groben Fehler, die den Grusler als unschaubar deklarieren würden. An kleine Details, wie das bewegte Bild an den Außenscheiben des Flugzeugs, wurde gedacht. Gut, das mag nicht ausschlaggebend für Qualität sein, aber es soll Leute geben, die auf solche Kleinigkeiten achten und sich daran erfreuen.

ROW 19 – DER TODESFLUG

Hier kommen jene auf ihre Kosten, die wenig für harte Jumpscares oder übermäßige Gewalt übrig haben, dennoch gibt es ein paar Szenen, die unverhofft brutal überraschen. Die Story ist nicht komplett ohne Mängel, hier hätte man gut und gerne noch ein paar Dinge erklären können, die zeitweise verwirrend sind und sich auch zum Ende nicht mehr logisch einflechten lassen. Für einen stürmischen Abend aber allemal einen Blick wert.

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