Review: SCARED – ENDSTATION BLUTBAD

Scared - Endstation Blutbad: Cover
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.0

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Darsteller: u.a. Baworapoj Jaikanta, Napapa Tuntrakul, Chidjan Rujiphun, Tanotai Eue-amornrat
Regie: Pakphum Wongjinda
Drehbuch: Pakphum Wongjinda
Länge: 81 Minuten
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 23.08.2006 (DVD)
Verleih/ Vertrieb: Universum Film
FSK: ab 18

Im Jahr 2005 sind einige Filme erschienen, die mittlerweile als Klassiker im Horrorgenre gelten: THE DESCENT, HOSTEL, WOLF CREEK und auch THE DEVIL’S REJECTS. Allerdings ist auch ein deutlich unbekannterer Film erschienen, der thailändische Slasher mit Splatter-Einfluss SCARED – ENDSTATION BLUTBAD.
Hierzulande hatte der Streifen Premiere auf dem Fantasy Filmfest im Jahr 2006 und ist mehr oder weniger in der Versenkung verschwunden, obwohl andere Filme aus dieser Zeit sich noch immer großer Beliebtheit erfreuen. Stellt sich die Frage, ob SCARED – ENDSTATION BLUTBAD zurecht im übertragenem Sinne ungesehen in den Regalen verstaubt, oder ob dort eine Perle unbeachtet bleibt.

Inhalt von SCARED – ENDSTATION BUTBAD

Als Abschluss der Einführungswoche an der Universität will eine Gruppe Studierender einen Ausflug in einen nahegelegenen Wald machen. Aufgrund eines Unwetters ist die offizielle Zufahrt gesperrt, allerdings nehmen die jungen Leute eine inoffizielle Route zu ihrem Ziel. Schnell merken sie, dass sie eine tödliche Entscheidung getroffen haben.

Scared - Endstation Blutbad: Studentin in brenzliger Situation

Resümee zu SCARED – ENDSTATION BLUTBAD

Fangen wir mit dem Positiven an: Es gibt ein paar wirklich kreative Kills und die handgemachten Effekte sehen gut und schön blutig aus. Wenn man einen Film wie SCARED – ENDSTATION BLUTBAD schaut, dann erwartet man diese Komponenten und hier wird nicht enttäuscht.
Die Story ist in etwa so komplex wie in jedem beliebigen Slasher, denn im Grunde geht es ja nur darum, dass die Studierenden irgendwie an einen Ort kommen und dort dann auf brutale Art und Weise zu Tode kommen. Das ist zunächst erfüllt. Leider versucht der Film kurz vor Schluss mit einer überraschenden Wendung aufzuwarten, die hauptsächlich aufgesetzt und unlogisch wirkt. Zumal bei dieser Art von Filmen niemand intelligente Plottwists erwartet: Die beiden genrebildenden Filmreihen HALLOWEEN und FREITAG DER 13. haben nicht unbedingt durch überdurchschnittlich geschickte Handlungen geglänzt.

Die größte Schwäche ist jedoch, dass der Film nicht zu wissen scheint, was er sein will. Regisseur Pakphum Wongjinda hat auch das Drehbuch verfasst und diesem merkt man an, dass nicht viel Erfahrung vorhanden ist. Die allererste Szene hat keinerlei Verbindung zu dem späteren Geschehen und könnte genauso gut zu einem komplett anderen Film gehören. Im weiteren Verlauf schwankt SCARED – ENDSTATION BLUTBAD immer zwischen Fun-Splatter, ernstem Slasher und einem Hauch Geisterfilm. Der Schluss passt, wie bereits erwähnt, auch nicht wirklich und der Streifen wäre besser fünf Minuten eher zum Ende gekommen.
Dadurch, dass die einzelnen Studierenden kaum Charakter haben, lädt keine von ihnen zum Mitfiebern ein, was die Spannung zwischendrin sehr einknicken lässt. Dabei hilft nicht, dass im späteren Verlauf die Handlung zwischen verschiedenen Gruppen hin- und herspringt. Im Grunde wartet eine nur darauf, dass die nächste Person ums Leben kommt. Damit ist zwar die Grundvorraussetzung für einen Slasher gegeben, darüber hinaus aber nichts.

Scared - Endstation Blutbad: Studentin mit entschiedenem Blick

Am handwerklichen Aspekt gibt es wenig auszusetzen, nur einmal wirkt das CGI sehr unecht – was bei einem Film aus 2005 aber zu entschuldigen ist. Die restlichen Effekte sind okay und erfüllen ihren Zweck vollkommen. Der Soundtrack fällt ab und zu merkwürdig auf, da er so gar nicht zur aktuellen Szene passen will – das kann man auch schon im Trailer sehen beziehungsweise hören.
Schauspielerisch handelt es sich um eine sehr durchschnittliche Leistung aller Beteiligten. Möglicherweise wäre das besser gelaufen, hätten die Darstellenden nicht erst zu Beginn des Drehtages die Handlung erfahren, wie der Regisseur einmal berichtete.

SCARED – ENDSTATION BLUTBAD ist ein recht durchschnittlicher Slasher, der ein paar ideenreiche Kills hat, aber keine Spannung halten kann. Wer sich an Logikfehlern nicht stört und ein bisschen Blut sehen möchte, könnte 81 Minuten okay unterhalten werden. Alle anderen lassen den Film lieber im Regal stehen.

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