Review: THE RETREAT – NO WAY OUT (2021)

The Retreat - No Way Out: Cover
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 3.5

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Darsteller: u.a. Tommie-Amber Pirie, Sarah Allen, Rossif Sutherland, Aaron Ashmore
Regie: Pat Mills
Drehbuch: Alyson Richards
Länge: 81 Minuten
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 4.8.22 Digital EST, 2.9.22 DVD&Blu-Ray
Verleih/ Vertrieb: Tiberius Film
FSK: ab 18

Wer kennt es nicht: Man fährt für ein entspanntes Wochenende in eine Waldhütte im Nirgendwo und findet sich plötzlich auf der Flucht vor maskierten Killern wieder. Was Horrorfans wahrscheinlich schon etliche Male in den verschiedensten Umsetzungen gesehen haben, passiert ebenfalls in THE RETREAT – NO WAY OUT. Den Film von Regisseur Pat Mills und Drehbuchautorin Alyson Richards gibt es seit dem 4. August online zu kaufen, ab dem 11. August als Video on Demand zu mieten und am 2. September dann auch auf DVD und Blu-Ray.
Regisseur und Drehbuchautorin haben sich das erste Mal in das Horrorgenre gewagt und eins vorweg: Das sieht man auch ein wenig. Aber schauen wir uns THE RETREAT – NO WAY OUT erst einmal genauer an, bevor es ans Urteil geht.

The Retreat - No Way Out: Renee und Val auf der Flucht

Inhalt von THE RETREAT – NO WAY OUT

In der Beziehung von Valerie und Renee kriselt es, aber sie wollen trotzdem mit einem befreundeten Pärchen deren „Pre-Wedding Retreat“ in einer abgelegenem Hütte im Wald verbringen. Als die beiden ankommen sind Scott und Connor jedoch nirgends zu finden und schnell merken die beiden Frauen, dass sie beobachtet werden. Nachdem sie den Diebstahl von Renees Auto bemerken spitzt sich die Situation schnell zu und die beiden müssen um ihr Leben kämpfen.

Resümee THE RETREAT – NO WAY OUT

Wie bereits erwähnt sind die Grundvoraussetzungen in THE RETREAT – NO WAY OUT nicht wirklich neu; Backwood-Slasher gibt es unzählige, mal mehr (EDEN LAKE) mal weniger (ROOTWOOD) gut gelungen. THE RETREAT – NO WAY OUT reiht sich eher bei den weniger gut gelungenen Filmen dieses Subgenres ein.
Das liegt zum einem an dem recht unoriginellen Drehbuch, was nicht genau weiß, wo es eigentlich hin möchte. Zum anderen an den wirklich auffallend dämlichen Dialogen. Ein bisschen wirkt es, als hätte man ein paar Slasher in den Wäldern geschaut und sich so sehr daran orientiert, das kaum eine eigene Idee zum Vorschein kommt. Dadurch wird das Ganze vorhersehbar, so dass man ziemlich schnell weiß, was in diesen Wäldern vor sich geht. Das Ganze wird mit einer Message ausstaffiert, die an sich zwar löblich ist, aber nicht gut in die Handlung eingeflochten ist. Zur Message gibt es hier mehr zu lesen, allerdings mit ausdrücklicher Spoilerwarnung.

The Retreat - No Way Out: Renee und Val werden überrascht

Durch die eher lahme Handlung hapert es auch an Spannung. Etwa nach einem Drittel der Laufzeit von 81 Minuten setzt eine leichte Langeweile an, weil kaum etwas passiert, was die Spannung am Laufen hält. Die beiden Frauen rennen durch den Wald und machen genau die Fehler, die alle anderen in der Art von Film auch machen und es fühlt sich an, als hätte man den Streifen schon einmal gesehen.
Dazu kommt, dass einige Szenen extrem dunkel sind, so dass trotz gutem Fernseher fast nur Schwärze zu sehen ist. Horror darf gern düster und dunkel sein, aber eben so, dass man trotzdem erkennen kann, was genau gerade vor sich geht.

Das Level an Gewalt hält sich in Grenzen. Zum Ende hin gibt es drei Szenen, wo die Kamera vor der Gewalt nicht wegschwenkt und es nur Schreie aus dem Off zu hören gibt. Hier sind die Effekte gut gemacht und es gibt nichts daran auszusetzen, allerdings wären mehr solche Szenen definitiv hilfreich gewesen, um THE RETREAT – NO WAY OUT aufzuwerten. Nicht jeder Film muss eine Blutorgie sein, aber wenn bewusst das Territorium von Torture Porn gestreift wird, wäre etwas mehr explizite Gewalt angebracht.
Die Besetzung von THE RETREAT – NO WAY OUT besteht aus Darstellenden, die alle schon einiges an Erfahrung besitzen und umso überraschender ist es, dass sie nicht sehr überzeugend wirken. Das mag zum einen an dem schwachen Drehbuch liegen und zum anderen an der schlechten Synchronisation.

THE RETREAT – NO WAY OUT ist ein Backwood-Slasher, der sich bemüht, aber versagt. Bereits nach kurzer Zeit geht sämtliche Spannung verloren und die schlechten Dialoge tragen ihr übrigens dazu bei. Wenn es den Streifen irgendwann bei Netflix oder Prime im Abo gibt, kann man ihn sich mit niedrigen Erwartungen anschauen, kaufen muss man ihn aber eindeutig nicht.

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