Review: THE SEVENTH DAY – GOTT STEH UNS BEI        

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.0

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5/10 (1)

Darsteller: Guy Pearce, Vadhir Derbez, Stephen Lang
Regie: Justin P. Lange
Drehbuch: Justin P. Lange
Länge: 83 min
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 07. Mai 2021 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Ascot Elite
FSK: ab 16

Wir sind uns wohl einig, dass Guy Pearce ein ausgezeichneter Schauspieler ist.
Egal ob als Mann ohne Gedächtnis in MEMENTO, karrieregeiler Cop in L.A. CONFIDENTIAL oder steinharter Bösewicht in BRIMSTONE, Pearce liefert und hat sich in seiner Karriere selten wiederholt.
Das gilt auch für seinen Part in THE SEVENTH DAY, denn Pearce spielte bisher selten in lupenreinen Horrorfilmen und noch nie in einem Exorzistenfilm.the seventh day kritik

Das Problem mit Exorzistenfilmen ist aber, dass sie das Gegenteil von Pearce‘ Karriere darstellen. Obwohl beliebtes Thema seit dem „Original“ DER EXORZIST, wiederholt sich der Ablauf doch in vielen Produktionen und Überraschungen oder neue Herangehensweisen (wie in THE SONG OF SOLOMON oder INCARNATE) sind rar.

Story:
Der junge Father Daniel will Exorzist werden. Um ihn an die ungewöhnliche Tätigkeit heranzuführen, stellt ihm der Erzbischof den erfahrenen Teufelsaustreiber Father Peter zur Seite.
Doch schon der erste Arbeitstag wird für Daniel zur Zerreißprobe, denn die beiden müssen sich um den kleinen Charlie kümmern, der etwas Schreckliches getan hat und unter dem Verdacht steht, vom Teufel besessen zu sein.

Guy Pearce folgt Denzel Washingtons Spuren

THE SEVENTH DAY wird mit “TRAINING DAY trifft auf DER EXORZIST” beworben und das kann man so stehen lassen. Allerdings teilen sich die beiden genannten 12 Oscarnominierungen (und drei Gewinne), während man THE SEVENTH DAY dort nicht antreffen wird.
Das hat verschiedene Gründe, einer davon ist Vadhir Derbez.
Der Mexikaner „glänzte“ davor in Produktionen wie GOSSIP GIRL: ACAPULCO und wirkt hier reichlich verloren. Wie ein Reh im Scheinwerferlicht scheint er von den Ereignissen der Geschichte oder auch vom Beruf des Schauspielers überfordert. Das letzte Mal, dass jemand derart verhuscht durchs Bild lief, war als Chloe Grace Moretz versuchte wie Carrie auszusehen.the seventh day rezension

In gewisser Weise gleicht die Story im Film zwischen erfahrenen und unerfahrenen Priester dem Verhältnis von Guy Pearce und Vadhir Derbez im Schauspiel. Pearce ist klar besser, routinierter, aber wie seine Rolle macht er nicht mehr als er muss und scheint fast lustlos.

THE SEVENTH DAY ist Stangenware (mit Twist)

Ansonsten gibt es natürlich all das, was man in den letzten Jahrzehnten oft sah. Minderjährige, die klingen als, würden sie 80 filterlose Zigaretten am Tag rauchen, Gebete, Kirchenmänner, „sag mir deinen Namen“-Gerede, Kruzifixe usw. Das mag jemanden, der seit 1-2 Jahren Horrorfilme sieht, noch beeindrucken und ist nicht mal katastrophal umgesetzt, es sind aber nur die gängigen Klischees, die gemeinhin bekannt sind.the seventh day lang

Da mag man sich noch freuen, wenn man Stephen Lang (VFW, DON’T BREATHE) als Erzbischof wiedererkennt, wirkliche Highlights sind aber selten.
Doch halt, wir leben im Zeitalter, in denen Filme mit fragwürdigen Twists (RED DOT oder PERFECTION) hoch im Kurs stehen und auch THE SEVENTH DAY verfügt über eine rapide Wende.
Kann man machen, es kann den höchstgewöhnlichen Gesamteindruck aber nicht wirklich mindern und lädt dazu ein den Untertitel „Gott steh uns bei“ zu missdeuten.

Der Film ist der Beleg, dass auch Guy Pearce Rechnungen zahlen muss, denn sonst gibt es für ihn keinen Anlass hier mitzumachen. Seinem Ruf, unberechenbar zu sein, bleibt er damit zwar treu, das nächste Mal darfs dann aber wieder mehr Qualität sein.

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