Review: THE TOLL MAN (2020)

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Redaktion: 6.0

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Darsteller: Jordan Hayes, Max Topplin, Daniel Harroch
Regie: Michael Nader
Drehbuch: Michael Nader
Länge: 80 min.
Land:
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Veröffentlichung: 5. August 2022 Blu-Ray/DVD
Verleih/ Vertrieb: Tiberius

Wohl Jeder kennt das unangenehme Gefühl, in der Nacht allein reisen zu müssen. Wenn die Mitfahrgelegenheit dann auch noch creepy ist, macht es das Kopfkino perfekt. In THE TOLL MAN kommt noch ein schauriger Wald dazu und ein paar Psychosen machen den Albtraum komplett.

Story

Cami muss nach einem langen Flug, spät in der Nacht, noch einige Stunden mit dem Taxi fahren, um zu dem Haus ihres Vaters zu kommen.
Am Flughafen wird sie von einem Taxi abgeholt, dessen Fahrer Spencer unbeholfen und leicht beunruhigend wirkt.
Das Haus von Camis Vater liegt mitten im Nirgendwo und die junge hübsche Frau wird zunehmend misstrauisch gegenüber Spencers seltsamem Verhalten. Zur absoluten Panik kommt es, als ihr Auto auf einer abgelegenen Straße eine Panne hat. Und beide stellen fest, dass sie nicht allein sind.

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Camis Zweifel

Dass der jungen Frau nicht ganz wohl damit ist, allein in der Nacht mit einem fremden Mann im Auto zu sitzen. Vorsichtshalber führt Cami ein Pfefferspray mit sich und hinterfragt jede Aktion von Spencer. Als er beginnt, doch recht private Fragen zu stellen, macht Cami klar, dass sie nicht an einem Gespräch interessiert ist und eigentlich nur etwas schlafen möchte. Gesagt, getan… Cami schläft ein paar Stunden.

Als sie erwacht bemerkt die Reisende, dass Spencer nicht die richtige Route nimmt und spricht ihn harsch darauf an. Nach dem ihr Fahrer aber das Navi als Beweis für die Richtigkeit der strecke vorzeigen kann, beruhigt auch sie sich und lässt sich auf etwas Smalltalk ein. Auch wenn das Gespräch gut läuft, und beide Parteien freundlich scheinen, bewahrt sich Cami einen Rest Skepsis.

Der Wald und die Autopanne

Die Fahrt dauert an und Cami wird wieder nervöser, da sie nie diese Strecke gefahren ist, die Spencer vorgibt, fahren zu müssen. Als das Auto in einen Wald einfährt, kommt es, wie es kommen musste. Etwas springt vor Spencers Wagen und bleibt vermeintlich tot, liegen. Nach kurzer Prüfung ist kein verletztes Opfer zu finden, dafür springt das Auto nicht mehr an, das Telefon besitzt keinen Akku mehr und jeglicher Kontakt zur Außenwelt scheint abgebrochen.

Nun haben Cami und Spencer nur noch sich selbst und versuchen einen Ausweg zu finden, um wieder auf die richtige Straße zu kommen.

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Bezahle den Zollmann

Nach mehreren unerklärlichen Angriffen und einer Begegnung mit einer Frau aus der Nähe wird klar, dass Spencer und Cami in Schwierigkeiten stecken… in verdammt schlimmen Schwierigkeiten, denn sie befinden sich nicht mehr in der Welt, die sie sie kennen.

THE TOLL MAN wirkt schon fast wie ein Kammerspiel, da der größere Teil des Films im Auto stattfindet und nur aus den beiden Hauptdarstellern besteht. Das Spiel der beiden sollte also sitzen und überzeugen, leider ist das nicht durchgängig der Fall. Spencer wirkt verwirrt und einen Ticken zu freundlich, ja. man möchte ihm die ganze Zeit über unterstellen, ein Serienmörder zu sein.

Cami hingegen wirkt kühl und abgebrüht, sie kennt die Gefahren, die ihr blühen könnten. Dennoch merkt man ihr an, dass sie ein Trauma mit sich trägt. Beide Figuren sind allerdings übermotiviert und erscheinen unfreiwillig komisch. Die gruselige Macht, der sie nun ausgeliefert sind, geht dadurch etwas unter.

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Albtraumhafer Wald

Einen großen Pluspunkt bekommt das Set in THE TOLL MAN. Wir befinden uns als Zuschauer mit in diesem Wald, der an Wälder wie THE BLAIR WITCH PROJECT oder DAS RITUAL erinnert. Auch die Creepypasta von SLENDERMAN kommt einem schnell in den Kopf. Dieses Set bietet nun also schon einmal die beste Atmosphäre für einen Horrorfilm. Jump Scares erfüllen ebenfalls, für was sie erfunden wurden, so kann man als Zuschauer also mit einigen Schreckmomenten rechnen.

Da die Figuren nicht gut ausgearbeitet sind, gelingt es kaum, Sympathie für den Hauptcast zu entwickeln. Dieser Umstand verdirbt auch den Twist in THE TOLL MAN. Zum einem, weil man ihn immer im Kopf hat, und zum zweiten, weil die Erklärung keinen Sinn ergibt.

THE TOLL MAN

Der Titel lässt eine Figur vermuten, die man aus etlichen Gruselfilmen kennt, und genau so ist es. Keine neue Geschichte, keine neuen Figuren, keine neuen Effekte. Die Story bietet Potenzial, und auch die Atmosphäre ist zeitweise gegeben, wird aber durch die Schauspieler zu oft zerstört. Für einen Gruselabend ist THE TOLL MAN dennoch geeignet, sofern man keine hohen Ansprüche an Logik und Dialoge hat.

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