Review: THE WATCHER (2022) (Mini-Serie)

The Watcher: Cover
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.0

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6.2/10 (5)

Darsteller: Naomi Watts, Bobby Cannavale, Jennifer Coolidge, Noma Dumezweni
Regie: Paris Barclay, Jennifer Lynch, Ryan Murphy
Drehbuch: Ryan Murphy, Ian Brennan
Länge: 50 Minuten
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 13.10.22 (Netflix)
Verleih/ Vertrieb: Netflix
FSK: ab 16

True Crime erfreut sich großer Beliebtheit, wie gerade erst durch DAHMER erneut unter Beweis gestellt wurde. Und gerade zu dem Zeitpunkt, an dem die mMeisten die Serie um die grausamen Taten von Jeffrey Dahmer gesehen haben dürften, wird die neue Serie von Ryan Murphy, der auch DAHMER verwirklichte, veröffentlicht.
THE WATCHER basiert auf einer wahren Begebenheit und hat mit Naomi Watts, Jennifer Coolidge und Mia Farrow durchaus namhafte Schauspielerinnen im Cast.

The Watcher: Die Brennacks

Inhalt von THE WATCHER

Die Brannocks sind gerade in ihr frisch erworbenes Haus in einem hübschen Vorort eingezogen, als sie einen unheimlichen Brief bekommen. Jemand der sich The Watcher nennt stellt sich vor und deutet an, dass er dieses Haus schon lange Zeit beobachtet. Bald kommen weitere Briefe, die noch bedrohlicher wirken. Die Brannocks versuchen die Herkunft der Briefe zu finden und stoßen dabei auf Geheimnisse in der Nachbarschaft.

Resümee zu THE WATCHER

Gleich vorweg: THE WATCHER basiert sehr lose auf dem echten Fall. Der Inhalt der Briefe wurde zu großen Teilen direkt übernommen – und sind wirklich ziemlich unheimlich – aber viele der Handlungsstränge in der Serie sind komplett ausgedacht. Das wäre im Grunde gar nicht sonderlich problematisch allerdings lässt das Marketing vermuten, dass es sich um eine echte True Crime Serie handelt und nicht eine Thrillerserie, die von echten Ereignissen inspiriert wurde.
[Achtung Spoiler] Zudem macht THE WATCHER es sich ziemlich einfach, wenn auf dem Weg zu finalen Episode diverse fiktive Geschichten erzählt werden, es am Ende aber – wie im echten Fall – keine Auflösung gibt. Wenn die Serie ohnehin fast komplett fiktiv ist, wieso sich dann nicht noch ein sinnvolles Ende überlegen?

The Watcher: Nachbar*innen

Was bei THE WATCHER gut funktioniert ist die Atmosphäre. Zunächst wirkt in der kleinen Vorstadt alles perfekt, bis die Fassade zunächst leicht bröckelt und schlussendlich ganz fällt. Hierbei passen die Kulissen perfekt zu dem Soundtrack und die Schauspieler*innen geben ihr Bestes um die Atmosphäre zu unterstützen. Das Anschauen von THE WATCHER macht Spaß, da diese Faktoren ein rundes Gesamtbild schaffen. Allerdings hapert es mit der Handlung.
Bereits kurz nach Beginn hetzt die Serie von einem Plottwist zum nächsten. Die sorgt zum einen natürlich dafür, dass man die nächste Folge schaut, lässt die Handlung aber auch ziellos wirken. Es wird Person nach Person verdächtigt, aber alle Verdächtigungen führen ins Leere. Wenn es dann keine neue Verdächtigen mehr gibt, werden in dem Haus der Brannocks halt alte Tunnel gefunden – auch ein fiktiver Teil der Geschichte. Natürlich ist das zunächst unterhaltsam, lässt aber auch auf ein großes Finale hoffen, welches dann leider ausbleibt. Wenn das nicht bereits imVorfeld bekannt ist, ist Enttäuschung vorprogrammiert.
Es gibt auch ein paar Handlungsstränge, die komplett überflüssig sind. Ein Beispiel dafür ist die Story zwischen Dean Brannock und seiner Tochter Ellie, die ein reiner Lückenfüller ist und nichts zur Hauptgeschichte beisteuert.

The Watcher: Karen

Ab und an ist der Stil von THE WATCHER sehr ambivalent. Eigentlich ist es eine Thriller-Serie, aber es wird immer mal wieder etwas schwarzen Humor eingestreut. Das lockert die Geschichte etwas auf und ist aber auch notwendig, damit die zum Teil doch sehr, sehr merkwürdigen Figuren – vor allem die Nachbar*innen – nicht komplett fehl am Platz wirken. Allerdings sind es auch gerade die absurden Vorkommnisse, die zum Weiterschauen einladen.

THE WATCHER ist mehr Thrillerserie als True Crime, da sie wirklich extrem lose auf dem echten Fall von The Watcher basiert. Die Geschichte ist unterhaltsam genug, dass man sie zu Ende schaut, nur um dann von einem sehr offenem Finale erwartet zu werden. Die Geschichte hätte durchaus in einem 90 minütigen Film erzählt werden können, da sehr viele unwichtige Handlungen eingebaut wurden. Kann man sich anschauen, aber bitte keine in sich geschlossene Geschichte erwarten.

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