Review: TWO WITCHES (2021)

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.5

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5.3/10 (3)

Darsteller: Rebekah Kennedy, Kristina Klebe, Tim Fox
Regie: Pierre Tsigaridis
Drehbuch: Kristina Klebe, Maxime Rancon, Pierre Tsigaridis
Länge: 98 min
Land:
Genre:

Die Zeiten in denen Hexen Warzen auf der Nase und eine schwarze Katze auf der Schulter hatten und in Lebkuchenhäusern lebten, sind vorbei.
Längst kommen sie in allen Gestalten zu uns, aber nur selten meinen sie es gut.
TWO WITCHES hält, was er verspricht und ist tatsächlich ein Doppelpack.

Worum geht es in TWO WITCHES?
TWO WITCHES ist in zwei nahezu unabhängige Geschichten unterteilt.
In der ersten („Boogeywoman“) begegnet die schwangere Sarah beim gemütlichen Abendessen im Restaurant einer knattrigen alten Frau. In der Folge hat Sarah hässliche Visionen. Ehemann Paul schiebt das auf die Hormone, aber als die Situation nicht besser wird, versucht das Paar auch auf paranormalem Wege das Problem zu lösen.
Aber hat ein Ouija-Brett jemals etwas besser gemacht?two witches kritik

In der zweiten Geschichte  namens „Masha“ weiß die Titelfigur, dass sie eine Hexe ist, bzw. die Kräfte ihrer Großmutter erben wird, sobald diese stirbt. Dass sie mit diesem Wissen schon im Vorfeld ihre Mitbewohnerin nervt, sorgt für Konflikte.

TWO WITCHES beinhaltet tatsächlich zwei Hexen

TWO WITCHES ist ein kleiner Film abseits des Mainstreams geworden. In punkto Professionalität sind daher Abstriche zu machen. Zwar bewegt man sich über purem Amateur-Niveau, aber Regisseur Pierre Tsigaridis , der hier sein Langfilmdebüt gibt, war auch für Schnitt, Buch, Produktion und Kamera verantwortlich. DIY ist also angesagt.
Das fällt als erstes in punkto Beleuchtung auf und rasch merkt man auch, dass die meisten Schauspieler in diesem Leben keinen Oscar mehr gewinnen werden.

Das gilt allerdings für viele Horrorfilme (schon alleine, weil die meist schlicht ignoriert werden). Scheiß also auf Oscars und lasst uns mal schauen, ob man trotzdem mit TWO WITCHES Spaß haben kann. two witches rezension

Zumindest kann man dem Film nicht vorwerfen, dass er es nicht versucht. Der Ton ist recht leise, so dass man den Fernseher schnell lauter dreht…um dann in einen 150dB-Jumpscare zu rennen. An dieser Stelle mag TWO WITCHES zwar nach Eigenbau aussehen, er verlässt sich aber auf die gleichen Taschenspielertricks wie der handelsübliche Blumhouse-Film.

Allerdings hat TWO WITCHES dann doch mehr zu bieten als nur ein paar Schocks, nämlich eine Vielzahl von blutig-ekligen-brutalen Augenblicken und – was ein Jason Blum gerne auslässt – auch die ein oder andere Sexszene.two witches film review

Achtung: LAUT!

Theoretisch alles da, was der Horrorfan liebt und irgendwie ja auch „dazugehört“, aber die Viel-hilft-Viel-Methode funktioniert dann doch nur bis zu einem gewissen Punkt.
Tatsächlich wirkt der Film eher überladen als leer und wer lediglich eine Aneinanderreihung von mal mehr, mal weniger gelungenen Effekten verschiedener Couleur mag, liegt damit richtig. Doch wo der Film auf akustischer Ebene der besagten laut-leise-Dynamik bedient, will er visuell permanent Horror bieten und lässt dabei auch den Storyanteil schleifen.

Die wird zuweilen unübersichtlich, aber auch nicht jede Gruselfratze kann überzeugen. Da sind die guten alten milchigen Kontaktlinsen sicher noch ein bewährtes Tool, teilweise scheint die Vorgabe an die Darsteller aber gewesen zu sein: „Mach einfach eine Grimasse, wir legen am Ende so viel Sound drüber, dass die Zuschauer sich einscheißen“.

Fazit:
TWO WITCHES hätte auch in unserer Rubrik „Undergrounders“ stehen können und wer auf Hausmannskost steht, kann sicher mal reinschauen, sollte sich aber klarmachen, dass es nicht immer hochprofessionell zugeht.

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