Review: VOLITION – FACE YOUR FUTURE (2019)

Volition: Cover
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.0

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Darsteller: u.a. Adrian Glynn McMorran, Magda Apanowicz, John Cassini
Regie: Tony Dean Smith
Drehbuch: Tony Dean Smith, Ryan W. Smith
Länge: ca 91 Minuten
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 26.11.21 (Heimkino)
FSK: ab 16

Lust auf einen Film mit Hellseherei, aber ohne viel Hokuspokus und Esoterik? Dann könnte VOLITION – FACE YOUR FUTURE in die engere Auswahl kommen. Der Film aus 2019 ist momentan bei Prime zu sehen und hat sich bemüht aus wenig Budget viel Film zu machen. Es gibt einen liebenswerten Loser, ein paar Ganoven, einen verrückten Wissenschaftler und eine sympathische Frau zu sehen.
Die Brüder Tony Dean Smith und Ryan W. Smith haben den Film gemeinsam gedreht und sind damit das erste Mal von Kurzfilmen und Fernsehfilmen losgekommen. Ob den beiden das erfolgreich gelungen ist, lest ihr in unserem Review.

Volition: James und Angela sitzen auf einer Mauer

Inhalt von VOLITION – FACE YOUR FUTURE

James kann hellsehen und nutzt diese Fähigkeit vor allem für Sportwetten und Geschäfte mit den Gaunern von nebenan. Bei einem dieser Geschäfte sieht er plötzlich seinen eigenen Tod voraus und versucht nun alles daran zu setzen um seinem Schicksal zu entkommen.

Resümee zu VOLITION – FACE YOUR FUTURE

Auf den ersten Blick wirkt der Film der Gebrüder Smith wie ein Ganovenstreifen, dem noch eine übernatürliche Ebene hinzugefügt wurde. Die Hellseherei von James spielt direkt von Anfang an eine große Rolle und bringt die gesamte Handlung in Gang. Etwa ab der Hälfe der 91 Minuten Laufzeit kommt eine weitere Ebene hinzu, die den Inhalt gleich noch etwas verwirrender – aber auch unterhaltsamer – macht.
VOLITION braucht eine ganze Weile um Spannung aufzubauen. Die erste Zeit schaut man James zu wie er sich in eine blöde Situation bringt und das leider nicht sonderlich gekonnt. Hier und da gibt es humorvolle Momente, aber wenn man ehrlich ist, zieht die Handlung sich doch extrem. Dies ändert sich jedoch, wenn die weitere Ebene eingeführt wird. Plötzlich wird man ein wenig zum Mitdenken angeregt und schaut nicht mehr nur emotionslos zu was der Loser in der Hauptrolle alles verbockt.

Volition: James blickt in den Spiegel

VOLITION ist ein Film der offensichtlich clever sein möchte. Das ist er zu einem gewissen Grad auch, wie gesagt, in der zweiten Hälfte ist Mitdenken von Vorteil. Allerdings wird er durch das Mitdenken auch vorhersehbar. Dazu gehört auch die ewig mitschwingende Frage nach dem freien Willen. Es ist eine interessante Idee gerade bei einem Film über einen Hellseher nach dem freien Willen zu fragen. James ergibt sich seinen Visionen eigentlich und verhält sich genauso wie er es vorhergesehen hat, nur im Falle seines Todes versucht er einzugreifen und das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Wie gesagt, die Idee ist interessant, allerdings ist VOLITION kein philosophischer Film sondern ein Thriller mit Einflüssen aus Science-Fiction und hat nicht das Format eines DONNIE DARKOs, der es auf seine Art schafft schafft komplexe Themen in einen Sci-Fi-Thriller einzubauen. Gerade zum Ende hin verirrt VOLITION sich ein wenig in seiner eigenen Handlung und es wird etwas unübersichtlich. Die Tatsache, dass dieselbe Szene aus verschiedenen Blickwinkeln gezeigt wird, ist zunächst spannend, nutzt sich aber nach der x-ten Wiederholung etwas ab. Die wirkliche Cleverness hält sich also in Grenzen, was den Unterhaltungswert aber nicht schmälert.

VOLITION ist für einen Indie-Film ziemlich massentauglich und durchaus unterhaltsam. Die erste Hälfte könnte etwas mehr Spannung vertragen, aber insgesamt eignet sich der Streifen als netter Zeitvertreib.

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