Review: ZWEI (2021)

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 3.0

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Darsteller: Marina Gatell, Pablo Derqui, Kandido Uranga,
Regie: Mar Targarona
Drehbuch: Cuca Canals, Christian Molina, Mike Hostench, Daniel Padró
Länge: 70 min.
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 10. Dezember 2021
Verleih/ Vertrieb: Netflix

Kammerspiel und Spanien sind zwei Schlagworte, die Horrorfans hellhörig werden lassen. Zum einen, weil es spannend ist, wie ein Thema in minimalistischer Umgebung umgesetzt wurde, zum anderen, wie prägnant die Besetzung spielt. Der neue Netflix-Film aus Spanien, betitelt mit ZWEI/TWO/DOS ist ein solcher Streifen, der auch wegen seiner Thematik neugierig macht.

Story

Sara und David wachen gemeinsam nackt in einem Bett auf. Die beiden sind sich fremd, bevor sie aber klären können, in welcher Situation sie sich befinden, ziehen Schmerzen durch ihre Körper, denn ihre Unterleiber sind aneinandergenäht.

Nackt und Schockiert

David und Sara sind schockiert, als sie bemerken in welcher Situation sie sich befinden und schnell schiebt Sara ihrem männlichen Begleiter den schwarzen Peter zu. Ihrer Ansicht nach hat David sie vergewaltigt und als Akt kranker Gelüste ihren Unterleib an seinen genäht. David, der selbst vollkommen überfordert mit der Situation ist, versucht ihr klar zu machen, dass er ebenso Opfer ist, wie sie. Nachdem dies nun vorläufig geklärt ist, schauen sich die ZWEI um und versuchen herauszufinden, wo sie sind. Ein Schlafzimmer, ein Bad und seltsame Eigenheiten an den Wänden erklären aber keineswegs wo sie sind und wer dafür verantwortlich ist.

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Das Kennenlernen

Was den Opfern ebenfalls fehlt, ist die Erinnerung. Nur langsam kommen Bruchteile zurück, was an dem Tag davor passierte oder geplant war. Um sich besser kennenzulernen und Erklärungen zu finden, geben die ZWEI persönliche Dinge von sich preis und entdecken so Stück für Stück, wer ihnen das antut.

Blödsinn inklusive

Wir befinden uns mitten in einem Kammerspiel, es gibt keine Ablenkung durch Nebenrollen, kein Setting, welches andere Eindrücke vermittelt. Der Fokus liegt auf Sara und David und genau da liegt das Problem. Man glaubt ihnen kein Wort! Kleinere Fehler, die offensichtlich für den Zuschauer sind, wie zum Beispiel das Alter der ZWEI, sind zwar nervig, aber verzeihbar. (Wenn du wie 45 aussiehst, glaubt dir keiner dass du 33 bist)

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Wirklich ärgerlich sind die Dialoge der Protagonisten und ihr Handeln. Zudem sollte man nicht vergessen, dass die beiden am Unterleib/Unterbauch zusammengenäht sind, was gewisse Bewegungen und Handlungen schwierig bis unmöglich macht. Dennoch wird uns gezeigt, was für jeden offensichtlich unmöglich ist.

Das eigentliche Thema

Um nicht zu Spoilern müssen wir uns hier etwas bedeckter halten… das Thema in ZWEI ist eigentlich wirklich spannend und teilweise unglaublich aber real. Für ein Kammerspiel aber nicht unbedingt geeignet, da die Auflösung, wenn sie zufriedenstellend sein soll, mehr Raum benötigt, im wörtlichen und übertragenem Sinne.

Positives

Zu Gute halten muss man ZWEI allerdings, dass die knappe Laufzeit von 70 Minuten die richtige Entscheidung war. Sicherlich hätte man gut und gern noch eine halbe Stunde dranhängen können, aber da die vorhandenen Minuten schon keine Unterhaltung bieten, wäre alles andere Blödsinn gesessen.

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Letztlich ist ZWEI ein schwaches Kammerspiel, mit schwachen Darstellern und schwacher Story. Wer sich gern Filme dieser Art ansieht, sollte bei BURIED, THE GUILTY oder auch OXYGEN bleiben, jeder dieser Streifen ist in seinem Subgenre zwar unterschiedlich, dennoch aber unterhaltsam und spannend. ZWEI bietet nicht einmal kurzweilige Unterhaltung. Es spricht leider Bände, wenn der Abspann das spannendste am Film ist.

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