POSSESSION – DAS DUNKLE IN DIR (2012) | Filmkritik

possession - das dunkle in dir - offizielles filmposter
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.0

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Darsteller: Jeffrey Dean Morgan, Kyra Sedgwick, Natasha Calis, Madison Davenport, Rob LaBelle
Regie: Ole Bornedal
Drehbuch: Juliet Snowden, Stiles White
Länge: 92 min
Land: ,
Genre: ,
Veröffentlichung: 08. November 2012
FSK: ab 16

Ole Bornedal ist zurück.
Weit weg war er natürlich nie, aber seit er nach dem NACHTWACHE-Remake nach Europa zurückkehrte, blieben seine Filme einem vergleichsweise kleinen Kreis von Interessierten vorbehalten, statt als Blockbuster vermarktet zu werden.

Mit POSSESSION liefert der talentierte Däne nun seine zweite US-Arbeit ab und kann neben Sam Raimi (TANZ DER TEUFEL) als Produzent auch auf einen Cast aus Jeffrey Dean Morgan (TEXAS KILLING FIELDS, THE RESIDENT), Kyra Sedgwick (THE WOODSMAN) und zwei jungen Talenten zählen.

Die Handlung von POSSESSION – DAS DUNKLE IN DIR

Clyde ist Basketballtrainer und liebender Vater. Obwohl frisch geschieden, kommt er mit seiner Ex-Frau Stephanie einigermaßen klar und als ihn seine Töchter besuchen kommen, geht er mit ihnen auf einen Flohmarkt und kauft eine kleine Truhe. Diese scheint sich zunächst nicht öffnen zu lassen, als es aber doch gelingt, entkommt aus ihr ein Dämon, der nicht nur zunehmend von Tochter Em Besitz ergreift, sondern auch für alle in ihrer Nähe zur Gefahr wird. Nur Clyde ahnt was geschieht, doch das böse Wesen, weiß die Menschen gegeneinander auszuspielen.

possession - besessenenszene auf dem Parkplatz

Wenn ein Kinosaal nach 10 Sekunden in schallendes Gelächter ausbricht, könnte das daran liegen, das auf der Leinwand die allzu oft bemühte Floskel „Dieser Film beruht auf wahren Begebenheiten“ steht, was auchPOSSESSION von sich behauptet und entsprechend quittiert wurde.

POSSESSION ist ein ungewöhnlicher Exorzismus-Film mit einer Dibbuk-Box

Im Vorfeld wurde POSSESSION des Öfteren in die Exorzismus-Ecke geschoben, was nicht ganz verkehrt ist, aber auch nicht der ganzen Wahrheit entspricht, auch weil die Besessenheit physischer ist als gewöhnlich und damit für Abwechslung  sorgt. Außerdem ist die sogenannte Dibbuk-Box selbst eine Bedrohung.

possession - Em ist besessen

POSSESSION ist ein Film voller „Aber“:
Handwerklich in allen Belangen sauber, aber dadurch auch oft zu klinisch.
Die Handlung ist vorhersehbar, aber knackig umgesetzt.
Viele Effekte sind am Computer entstanden, das aber sehr gut.
POSSESSION ist ein Horrorfilm, richtet sich aber an ein breites Publikum.

Ohne „Aber“ komme dagegen die düstere Pianomusik aus, die sich zusammen mit einigen stimmungsvollen Bildern hören/sehen lassen kann.
Dass das Drehbuch nicht von Ole Bornedal ist, macht sich bemerkbar, denn Jeffrey Dean Morgan wirkt als Dad etwas zu sehr am Reißbrett entworfen, hätte leicht von Dennis Quaid oder Kevin Costner gespielt werden können und die Nicht-mehr-gerade-noch-oder-doch-nicht-Beziehung der Eltern ist der Handlung nicht zuträglich. Statt den Charakteren etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken, greift man gerade im zweiten Teil vermehrt in die Trickkiste.

possession - das dunkle in dir - das mädchen und der exorzist

Vergleichen lässt sich POSSESSION mit FALL 39 und INSIDIOUS, die Klasse von letzterem erreicht er aber nicht.

Fazit zu POSSESSION – DAS DUNKLE IN DIR

POSSESSION ist kein übler Film, aber seine besten Arbeiten scheint Bornedal in der Heimat zu drehen.

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FAQ

Wie originell ist POSSESSION?

Der Film greift klassische Besessenheits-Motive auf und verbindet sie mit Elementen der jüdischen Mythologie (Dibbuk). Die Grundstruktur bleibt dabei vertraut.

Wie stark sind die Schockmomente in POSSESSION?

Der Film setzt eher auf Atmosphäre und schleichende Bedrohung als auf ständige Jump-Scares. Es gibt einzelne intensivere Szenen, insgesamt bleibt er aber im Rahmen des Mainstream-Horrors.

Für wen lohnt sich POSSESSION?

Für Zuschauer, die klassischen Besessenheits-Horror mit familiärem Fokus und mythologischem Hintergrund mögen. Wer extreme oder sehr originelle Filme erwartet, wird eher enttäuscht.

 

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