Nachdem Regisseur Zach Cregger mit BARBARIAN und WEAPONS bereits zwei erfolgreiche Horrorfilme gedreht hat, wurde seine Interpretation einer Verfilmung von RESIDENT EVIL mit einiger Spannung erwartet. Es war bereits früh klar, dass diese Verfilmung sich von den Filmen mit Milla Jovovich oder der filmischen Interpretation der ersten beiden Teile der Spielreihe unterscheiden würde. Mit Austin Abrams in der Hauptrolle, der später im Jahr mit WHALEFALL nochmal im Kino zu sehen sein wird, wird dem Publikum ein Ausbruch des T-Virus in Racoon City gezeigt, bei dem man auch schon mal lachen kann, der Horroranteil aber nicht zu kurz kommt.
Inhalt von RESIDENT EVIL
Bryan ist ein medizinischer Kurier und will eigentlich gerade Feierabend machen, als ihm noch eine dringende Tour mitsamt doppelter Bezahlung angeboten wird. Er macht sich auf den Weg nach Racoon City und soll dort eine wichtige Lieferung abgeben. Auf der verschneiten Straße springt mir plötzlich eine Frau vor das Auto. Der junge Mann möchte ihr helfen, merkt aber bald, dass irgendetwas ganz und gar nicht mit ihr stimmt. Kurz darauf kämpft Bryan um sein Leben – und die Lieferung rechtzeitig anzugeben.
Resümee zu RESIDENT EVIL
Der Film beginnt mit Bryan, der eine Lieferung im Krankenhaus abgeben will und dabei mit seiner Freundin Michelle am Telefon spricht. Sie ist sauer, weil sie schwanger ist und Bryan noch nicht zuhause ist, um die Zukunft zu besprechen. Man lernt direkt, dass der Kurier Veränderungen nicht unbedingt positiv gegenübersteht und Problemen lieber aus dem Weg geht – eine Eigenschaft, die er im Laufe von RESIDENT EVIL noch überdenken wird.
Diese erste Vorstellung des Protagonisten ist von der Länge genau richtig. Das Publikum bekommt einen ersten Eindruck, aber es geht auch schnell los Richtung Racoon City, wo die Handlung dann richtig losgeht.
Die Geschichte von RESIDENT EVIL ist übersichtlich gestaltet. Anders als in den Spielen versucht Bryan nicht unbedingt, die Welt zu retten, sondern einfach, seinen Job zu machen, stößt dabei aber auf dieselben Schwierigkeiten wie die Charaktere in den Spielen. Beispielsweise wird er von einem monströsen Wesen verfolgt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, ihn sich einzuverleiben. Diese Stalker sind ein klassisches Element der Spielreihe. So wird beispielsweise in dem neuesten Ableger RESIDENT EVIL: REQUIEM die Protagonistin von einem monströsen Wesen verfolgt, das Angst vor Licht hat, aber genug schattenreiche Wege kennt.
Bryan wird also verfolgt, stößt unterwegs aber auch auf andere Monster, die nach seinem Leben trachten. Das Ganze ist abwechslungsreich genug gestaltet, auch wenn man die ein oder andere Wendung erwartet, wenn man sich im Horrorgenre auskennt. Hier und da gibt es Hinweise auf die Spiele, beispielsweise, wenn jede einzelne Schublade in einem verlassen wirkenden Haus aufgerissen wird, um Munition zu finden. Und allen Widerständen zum Trotz versucht der medizinische Kurier, seinen Auftrag abzuschließen.
Der Film ist unterhaltsam gestaltet, auch wenn es an sich wenig Handlung gibt. Im Grunde begleitet das Publikum Bryan bei einem sehr schlechten Tag und wird dabei durch absurde oder grausige Situationen und sein konstantes Fluchen bespaßt. Das klingt womöglich nach etwas wenig, reicht aber vollkommen aus, um die 95 Minuten Laufzeit zu füllen. Dabei helfen auf jeden Fall die zumeist gut gemachten Effekte. Es gibt einiges an Gedärmen, abgetrennten Körperteilen und ekligen Mutationen zu sehen. Die Umsetzung ist mit einer Mischung aus handgemachten Effekten und CGI gelungen. Hier und da sehen die Effekte etwas zu sehr nach CGI aus, was schade ist, da viel Mühe in das Handwerk geflossen ist.
Fazit zu RESIDENT EVIL
Mit dem Streifen hat Zach Cregger eine unterhaltsame und kurzweilige Interpretation von RESIDENT EVIL geschaffen. Es wird nicht langweilig, da Byan von einer Gefahr zur nächsten taumelt und diese mit viel Fluchen und etwas Glück übersteht. Hier und da ist eine Prise Humor eingestreut, die das Geschehen auflockert. Die Monster sind überzeugend ekelerregend und passen in die Welt des T-Virus, ohne direkte Kopien zu sein. Alles in allem ein solider Film, der Spaß macht.
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FAQ
Worum geht es in RESIDENT EVIL?
Der Film folgt dem medizinischen Kurier Bryan (Austin Abrams), der während eines Ausbruchs in Raccoon City ums Überleben kämpfen muss. Regie führt Zach Cregger.
Wie unterscheidet sich diese RESIDENT EVIL Interpretation von den bisherigen?
Der Film verfolgt einen eigenständigen Ansatz und unterscheidet sich vom actionlastigen Stil der Paul-W.-S.-Anderson-Reihe. Ob er überzeugender ist, hängt davon ab, wie viel Horror und Videospielnähe man erwartet.
Für wen lohnt sich RESIDENT EVIL?
Der Film eignet sich für Fans von Survival-Horror, blutiger Action und der Resident Evil-Spielreihe. Auch Neueinsteiger können die eigenständige Geschichte verfolgen.










