Mit BABY BLUE – IM VISIER DES KILLERS vesucht Regisseur Adam Mason einen kleinen preiswerten Slasher unter die Leute zu bringen. Was dieses Vorhaben etwas einschränkt ist, dass Mason bisher über 70 Musikvideos, unter anderem für Cradle Of Filth, Within Temptation, System of a Down, Korn und Alice in Chains, gedreht hat, aber nur eine Handvoll Filme. Konnte BABY BLUE – IM VISIER DES KILLERS dennoch überzeugen?
Story von BABY BLUE – IM VISIER DES KILLERS:
Eine Gruppe von Teenagern stolpert über die Geschichte des inzwischen verstorbenen Serienmörders Baby Blue und beschließt, dass er das perfekte Thema für einen True-Crime-Vodcast wäre. Bei ihren Recherchen entdecken sie jedoch Hinweise darauf, dass der Killer noch aktiv sein könnte. JJ, Alice, Hutch und Beans werden plötzlich Opfer anonymer Botschaften und bedrohlicher Ereignisse. Alles deutet darauf hin, dass ihre eigenen Leben in Gefahr sind und schlimmer noch: Baby Blue zurück ist!
Die vier Jugendlichen sind nicht nur Freunde, die ein Hobby haben, JJ Alice und Beans sind Geschwister und der Traum der drei ist davon Leben zu können, indem sie einen unterhaltsamen Vodcast führen. Leider läuft dies wenig erfolgreich und der Geldgeber feuert die Crew. Nun heißt es also Alles oder Nichts! Eine gute Story muss her, vorbei die Zeit in denen Pranks gedreht werden. Es kommt also wie gerufen, als eine Nachricht die Runde macht, dass ein Junger Mann sich das Leben genommen hat, alles gefilmt wurde und die Umstände mysteriös sind.

Der Selbstmord:
Die Art und Weise, welcher Stil und welches Set für den Selbtsmord gewählt wurde, erinnert sicher ein paar Zuschauer an den Fall von Elisa Lam welcher sich mit dem Verschwinden und dem Tod der jungen Frau befasst. Ihr Leichnam wurde am 19. Februar 2013 aus einem Wassertank auf dem Dach des Cecil Hotels geborgen. Ein Detail aber war seltsam, denn in Aufnahmen aus den Überwachungskameras des Hotel konnte man sehen, wie Elisa sich panisch in einen Fahrstuhl flüchtete oder die Treppen bestieg, als würde sie verfolgt werden. Adam Mason hat sich dafür entschieden, diese Aufnahmen mit seiner Figur nachzustellen und das erzeugt tatsächliche eine unangenehme Stimmung.
Serienmörder und Comedy
BABY BLUE – IM VISIER DES KILLERS baut eine übernatürliche Geschichte um einen Serienmörder, das ist zum einen nicht alltäglich, zum anderen macht es neugierig, ab wann die Story lahm wird. Zur Freude der Autorin wird es kaum lahm, zumindest schafft es der Streifen, dass man neugierig bleibt. Man sollte meinen, dass das Thema um Serienmörder düster wird, zumal immer wieder Verweise auf reale Serienkiller gegeben werden, welche viele Opfer zählen konnten.
Was aber, wenn man etwas Humor unter die Handlung mischt? Man kann natürlich anbringen, dass Humor im Slasherfilm oft als Kontrastmittel eingesetzt wird, heißt aber nicht unbedingt, dass das beim Zuschauer ankommt. BABY BLUE – IM VISIER DES KILLERS macht das aber ziemlich clever, in dem die Schauspieler den Humor ausstrahlen, ihre Charaktere einfach wizig aggieren, nicht dumm, nicht doof, fast natürlich und das macht Spaß.

Rund herum gelungen?
Das wäre zu schön. Natürlich macht sich über den gesamten Film der Deckmantel des Geldmangels breit. Über Logik sollten wir bei einem Slasher sowieso nicht sprechen und auch in der Handlung zieht sich so mancher Fehler im Drehbuch. Als Beispiel ohne Spoiler sei genannt, dass eine Figur mit Wichtigkeit stirbt und kein Hahn mehr nach ihr kräht, sie wird einfach vergessen, als hätte es die erste hälfte des Films nie gegeben. Dennoch kann man damit gut leben, da BABY BLUE – IM VISIER DES KILLERS auch mit Abstrichen noch Spaß macht.

Fazit zu BABY BLUE – IM VISIER DES KILLERS:
Wenn ihr auf kurzweilige Slasher mit etwas übernatürlicher Note steht, dann ist der Streifen euer Ding. Mit einfachen aber ansehnlichen Effekten etwas Humor und Gewalt schafft Regisseur Adam Mason nicht nur Musikvideos, offensichtlich klappt es auch mit Filmen.
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