Review: BAD CANDY (2020)

bad candy kritik
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Redaktion: 4.5

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Darsteller: Zach Galligan, Derek Russo, Corey Taylor
Regie: Scott B Hansen, Desiree Connell,
Drehbuch: Scott B Hansen, Desiree Connell, Thacker Hoffman
Länge: 104 min
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 28. Oktober 2022 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: I-On New Media
Sonstiges: Filmfreigabe ab 16; DVD ab 18 aufgrund von Bonusmaterial
FSK: ab 16

Nach Halloween ist vor Halloween und als Horrorfan räumt man bekanntlich die Kürbisse nie weg. Daher kommt unser Review zu BAD CANDY genau pünktlich.

Worum geht es in BAD CANDY?
Zwei Radio-DJs in New Salem erzählen in ihrer Halloween-Sendung von den übernatürlichen Ereignissen der vergangenen Jahre. Die zahlreichen bunten, blutigen Geschichten belegen, dass in der Kleinstadt einiges los ist.

Die Senderfrequenz ist selbstredend 66.6 und mit Corey Taylor von Slipknot konnte man einen prominenten Gaststar gewinnen.
Taylor ist natürlich kein Schauspieler, aber das lässt sich über viele Darsteller sagen, selbst wenn die vielleicht widersprechen würden.
Neben Corey ist Zach Galligan der wohl bekannteste Mime. Der war der Junge in GREMLINS, taucht seither aber auch fast ausschließlich in Produktionen auf BAD CANDY – Niveau auf.

BAD CANDY hat einige bekannte Namen, aber wenige Schauspieler

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Und BAD CANDY ist nicht gerade der Inbegriff der Professionalität, sondern lebt von seinem trashigen Halloween-Charme.
Die Geschichten, die die DJs in den Äther erzählen sind dementsprechend voller Klischees. So ist beispielsweise ein böser Stiefvater ein trinkender Bilderbuch-Schmierlappen, der schon mal einen Menschen überfährt (ohne das zu bemerken), bevor er seine Tochter daheim einsperrt.

Die Storys selbst sind dabei gar nicht immer verkehrt. Da haben wir die eingesperrte Stieftochter, die mit ihrer Fantasie und zeichnerischer Begabung Fantasiewesen vom Papier in die Realität befördert; wir haben ein nekrophiles Partygirl; einen miesepetrigen Nachbarn, der Rasierklingen in Muffins versteckt; Vampire, die Menschen mit Kürbisköpfen jagen, einen Killerclown und und und….
Abwechslung ist da, aber man sollte sich schon den ein oder anderen hochprozentigen Kürbispunsch gegönnt haben, bevor man BAD CANDY einlegt.

Schlechte Süßigkeiten machen nicht satt

 

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Der Film kommt in typischer Videooptik daher und über manche Effekte hätte man auch schon in den 80ern die Augen verdreht. Bei den Masken ist man sich hingegen nicht sicher, ob diese eine Halloween-Kostümierung oder ein echtes Monster darstellen sollen.

Erwähnenswert ist der Soundtrack. Zwar greift Corey Taylor nicht selbst ein, laut wird es aber trotzdem und ein Teil des Films spielt auf einem Konzert einer gitarrenlastigen Band.
Erwähnenswert ist auch, dass die zahlreichen Geschichten zwar für sich stehen, aber zumindest am Rande ineinandergreifen, sodass man verschiedenen Figuren mehr als einmal begegnet. Das kennt man aus TRICK R TREAT, aber von dessen Qualität ist BAD CANDY entfernt.bad candy rezension

Viel mehr ist dann auch leider nicht erwähnenswert, was auch daran liegt, dass der Film mit angezogener Handbremse fährt. Der Film hat eine FSK 16-Freigabe, stellenweise hätte man die 18er auch vertreten können, aber obwohl er brutal sein will, ist er nur mäßig hart, da war TERRIFIER 2 dieses Jahr als Brutalo-Clown-Halloween-B-Film die bessere Wahl. Und obwohl er sexy (soweit man Nekrophilie sexy findet) sein will, lässt er auch da die Klamotten an.

Daher tut man gut daran, BAD CANDY bis nächsten Oktober oder wenigstens bis zur nächsten Party liegen zu lassen.

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