Review: IMMACULATE (2024)

immaculate nonnenhorror
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.5

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6.7/10 (3)

Darsteller: Sydney Sweeney, Álvaro Morte, Simona Tabasco
Regie: Michael Mohan
Drehbuch: Andrew Lobel
Länge: 89 min
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 04. Juli 2024 (VOD); 25. Juli 2024 (Blu Ray + 4K)
Verleih/ Vertrieb: Capelight
FSK: ab 18

Je nachdem in welcher Reihenfolge man die beiden 2024 erscheinenden Nonnenhorrorfilme IMMACULATE und DAS ERSTE OMEN anschaut, wird man entweder beim einen oder dem anderen ein Déjà-vu erleben, denn die Parallelen der beiden jungen Ordensschwestern, die von den USA nach Italien reisen, dort in einem Kloster arbeiten; feststellen, dass eigenartige Dinge vor sich gehen und gänzlich unerwartet schwanger werden, sind frappierend.

Wovon handelt IMMACULATE?

In diesem Fall hört die junge Frau auf den Namen Cecilia und als ihr Orden in den USA geschlossen wird, siedelt sie nach Italien über. Im Kloster wird sie freundlich empfangen, findet rasch Anschluss, doch als man ihr sagt, dass sie schwanger sei, obwohl sie Jungfrau ist, ändert sich ihr Leben schlagartig.
Während die mächtigen Herren sie wie eine Heilige verehren, die den Messias zur Welt bringen soll, ist nicht jede der anderen Schwestern glücklich über die Entwicklung.

immaculate 2024

Bevor IMMACULATE in die eigentliche Story einsteigt, stellt er sich in einem Prolog vor und gibt einen guten Überblick über das, was uns erwartet.
Da sehen wir, wie eine andere junge Frau versucht aus dem Kloster zu entkommen. Das alte Gemäuer, ein nebliger Vorhof und eine überraschend schmerzhafter Augenblick später sind die Fronten geklärt.

IMMACULATE kann auch brutal

Über den Gewaltanteil lohnt es sich zu sprechen, denn während man meinen könnte, dass der Film vor allem auf theologischen Grusel und Jumpscares setzt, verdient er sich seine „ab 18“ Freigabe. In verschiedenen Kritiken war sogar von Nunsploitation die Rede, war insgesamt aufgrund der im Wort enthaltenen, aber im Film fehlenden Exploitation zu weit geht, dennoch lässt sich festhalten, dass IMMACULATE seinen Horror auf mehrere Stützen stellt.

Die schon angesprochenen Jumpscares inklusive aufgerissener Musik gibt es trotzdem, so dass für jeden was dabei ist.
Auf der anderen Seite sorgen die alten kirchlichen Gemäuer, ein passender Score und überhaupt hübsch eingefangene Bilder für das richtige Gefühl.
Nur leider wirkt nichts davon zwingend.

immaculate rezension

Nicht nur sind die oben genannten Parallelen, aber auch zu ROSEMARYS BABY, THE NUN und zahlreichen anderen Horrorfilmen mit christlich-teuflischen Motiven vorhanden, so dass jedes Maß an Überraschung überschaubar bleibt, vor allem scheint die Geschichte zu dünn, um anderthalb Stunden zu füllen.
Die größte Wendung stellt sich ein, als auch Cecilia versucht zu entkommen und dabei einen Trick anwendet, aber auch der kann nicht verhindern, dass die Handlung ohne nennenswerte Kreuzungen, Kurven und Abzweigungen aufs Finale zusteuert.

Das ist auch eine durchwachsene Sache geworden und schlägt einerseits noch mal mit der Gore-Keule zu (was positiv gemeint ist), lässt Fragen offen (was ebenfalls nicht negativ gemeint ist), ist aber auch nachlässig und teils unfreiwillig komisch inszeniert (und zwar nicht nur, weil ein Schwall Blut offenbar nur das Gesicht, aber nicht die Haare benetzt).

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Ein echtes Wunschprojekt von Sydney Sweeney

IMMACULATE ist eine Herzensangelegenheit von Sydney Sweeney (NIGHT TEETH, THE VOYEURS), die die Cecilia spielt und das im Übrigen nicht schlecht macht.
Sweeney soll bereits 2014 für ihre Rolle vorgesprochen haben, doch nachdem das Projekt damals nicht zustande kam, übernahm sie später selbst die Rolle der Produzentin, erwarb das Drehbuch und hielt die Fäden so sehr in der Hand, dass sie sogar ihre beiden Großmütter in einer kleinen Rolle unterbrachte.
Einerseits eine schöne Geschichte, andererseits ist IMMACULATE leider nicht der große Wurf geworden und es wäre aber klasse, wenn eines Tages mal jemand ein Skript schreibt, das den Schwestern mehr Charaktertiefe gibt.

Fazit zu IMMACULATE

Ob man DAS ERSTE OMEN, IMMACULATE oder auch die THE NUN-Filme bevorzugt, ist pure Geschmacksache, da alle mit ein paar Stärken und Schwächen daherkommen. Im vorliegenden Fall sind die Gewaltanteile aus Sicht der Horrorfans das Plus des Films, während der Rest zwar kaum unprofessionell wirkt, aber auch nicht fesseln kann.

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