Review: LAND DER SÜNDE (Miniserie) (2026)

Land der Sünde: Poster
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.5

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Darsteller: Krista Kosonen, Mohammed Nour Oklah, Peter Gantman
Regie: Peter Grönlund
Drehbuch: Peter Grönlund
Länge: 40 Minuten
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 02.01.26
Verleih/ Vertrieb: Netflix
FSK: ab 16

Skandinavische Thriller und Krimis sind mittlerweile aus der Unterhaltung nicht mehr wegzudenken. Mit LAND DER SÜNDE schickt Netflix eine Eigenproduktion aus Schweden ins Rennen, die mit den üblichen Themen des Nordic Noir arbeitet. Handlungsort ist die Halbinsel Bjäre, die im Sommer voller Touristen und im Winter genau so karg ist, wie man sich das vorstellt. Natürlich spielt LAND DER SÜNDE im Winter und das Publikum bekommt den düsteren schwedischen Winter in seiner ganzen Tristheit präsentiert.

Land der Sünde: Dani und Dorfbewohner

Inhalt von LAND DER SÜNDE

Der Teenager Silas verschwindet und wird kurze Zeit später tot aufgefunden. Die Kommissarin Dani macht sich auf den Weg nach Bjäre, um den Fall aufzuklären. Ihr wird schnell bewusst, dass die Familie einige Geheimnisse hütet und diese nicht freiwillig lüften wird.

Resümee zu LAND DER SÜNDE

Bereits in den ersten Szenen von LAND DER SÜNDE wird deutlich, in welche Richtung die Miniserie mit ihren gerade einmal fünf Episoden geht: düstere Atmosphäre, düsteres Wetter und eine sehr mürrische Kommissarin, die viele eigene Probleme hat. Wir lernen Dani kennen, die mit ihrem neuen Partner Malik unzufrieden ist und neben ihrem Beruf versucht, ihren Sohn zu einem Drogenentzug zu bewegen. Ihre Wohnung ist dabei so trostlos wie das Wetter in Malmö, das nicht zum spontanen Städetrip einlädt. Diese Tristesse wird jedoch von dem eigentlichen Handlungsort auf der Halbinsel Bjäre noch übertroffen. Die Bauernhöfe sehen verkommen aus, die Leute erinnern zum Teil an die Rednecks aus den ländlichen Gebieten der USA und generell wirken alle Personen so, als hätte man sie vor dem Dreh noch einmal ordentlich mit Dreck eingerieben. Das passt allerdings gut zum Setting und ist eindeutig ein Pluspunkt für LAND DER SÜNDE.

Die Geschichte selbst ist nicht unbedingt neu. Vor allem die Tatsache, dass die Protagonistin Dani eine ziemlich mürrische Person ist, die ihren neuen Partner erstmal nicht ausstehen kann, wurde so schon oft erzählt und kann wahrscheinlich als eine Art Klischee bezeichnet werden.
Die Handlung um den vermissten Silas und wie die Familiengeschichte reinspielt, ist nicht komplett originell. Gerade in den Nordic Noir Filmen wird auf gesellschaftliche Probleme und menschliche Abgründe eingegangen, und das auf eine sehr realistische Art und Weise.
Die Erzählung selbst ist also nicht unbedingt neu, aber das größere Problem ist, dass LAND DER SÜNDE sehr langsam erzählt wird und es so oft an Spannung fehlt.

Land der Sünde: Zwei Brüder

Eine langsame und ruhige Erzählweise ist nicht von vornherein schlecht, allerdings sollte die Spannung irgendwann doch anziehen. Das dauert bei LAND DER SÜNDE beinahe 4 Episoden. Es gibt immer mal wieder spannende Szenen, beispielsweise wenn Dani sich in gefährliche Situationen begibt, aber die ruhigen Momente überwiegen doch. Dabei ist die Art und Weise, wie sich die Geschichte entwickelt und welche Rolle Silas‘ Familiengeschichte spielt, durchaus interessant.
Zur fehlenden Spannung kommt dann noch das Problem mit der Protagonistin. Sie verhält sich häufig nicht nachvollziehbar, mal davon abgesehen, dass sie sich häufig nicht an die Regeln hält. Das mag hier und da mal ganz sympathisch sein, wird aber zum Ende hin extrem fragwürdig – was ihr neuer Partner immerhin anmerkt.

LAND DER SÜNDE ist keine schlechte Miniserie. Setting und Atmosphäre sind hervorragend umgesetzt und können vollends überzeugen. Die Handlung an sich hat leider etwas zu wenig Spannung und ein Ende, das zu wünschen übrig lässt.

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