Review: MONSTER (2023)

Monster: Cover
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Redaktion: 4.0

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2.8/10 (6)

Darsteller: Anantya Kirana, Sultan Hamonangan, Marsha Timothy, Alex Abbad
Regie: Rako Prijanto
Drehbuch: David Charbonier, Justin Powell, Alim Sudio
Länge: 86 Minuten
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 16.05.2024
Verleih/ Vertrieb: Netflix
FSK: ab 16

Mit MONSTER hat Netflix am 16. Mai einen Horrorfilm aus Indonesien veröffentlicht. Und bevor sich nun wieder wegen fehlender Synchronisierung beschwert wird: Der Film von Regisseur Rako Prijanto kommt völlig ohne Dialog aus und verzichtet auch, anders als beispielsweise A QUIET PLACE, auf alternative Verständigungsmethoden. Das Remake von THE BOY BEHIND THE DOOR soll so mehr Fokus auf die visuellen Gesichtspunkte legen und den Schrecken besser einfangen, zumindest laut Drehbuchautor Alim Sudio. Inwieweit das funktioniert, könnt ihr im folgenden Review lesen.

Monster: Rabin und Alana

Inhalt von MONSTER

Die Geschwister Alana und Rabin wollten ihren Nachmittag in einer Arcadehalle verbringen, als sie von einem Mann entführt und in ein abgelegenes Haus gebracht werden. Während Rabin direkt in ein Zimmer gesperrt wird, lässt der Entführer Alana zunächst im Kofferraum, aus dem sie sich jedoch befreien kann. Das Mädchen versucht fortan, ihren Bruder zu befreien und sich vor dem Entführer zu verstecken.

Resümee zu MONSTER

Die Handlung von MONSTER ist erstaunlich simpel und trotzdem bis zu einem gewissen Zeitpunkt spannend. Wenn Kinder entführt werden und sich andeutet, dass ihnen in dem düsteren Haus grausame Dinge angetan werden, kommt bei den meisten zunächst Mitgefühl auf. Hier ist immer eine emotionale Involviertheit zu erwarten – Leute, die Kinder hassen, mal ausgenommen. Und das klappt auch in dem indonesischen Thriller ganz gut. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, dass bis auf Namen nicht gesprochen wird; Es klappt aber vor allem zu Beginn erstaunlich gut.
Es ist spannend, wenn Alana durch das verwahrloste Haus schleicht und versucht, den Blicken des Entführers zu entgehen. Allerdings reicht das nicht für einen Film mit 84 Minuten Laufzeit aus. Irgendwann wird das endlose Katz-und-Maus-Spiel etwas eintönig. Es gibt zwar etwa zur Mitte des Films eine Wendung, aber wenn man das ganz nüchtern bewertet, ist sie nicht wirklich überraschend.

Generell hapert es bei MONSTER ein wenig mit der Originalität. Große Teile sind vorhersehbar und hat man in anderen Filmen so oder leicht abgewandelt schon einmal gesehen: So gibt es beispielsweise eine Szene mit einer Axt und einer Tür, die eindeutig an THE SHINING angelehnt ist. So eine Hommage kann eine feine Sache sein, aber wenn der gesamte Film wie eine Aneinanderreihung von Hommagen an verschiedenste Filme wirkt, hat irgendwas nicht geklappt. Nun ist ein Remake an sich natürlich von vornherein nicht sehr originell, aber irgendetwas Neues sollte es schon mitbringen – wozu sonst das Remake? Womöglich soll hier der fehlende Dialog die Neuerung sein. Wie bereits erwähnt, klappt die Geschichte ohne Dialoge zunächst gut, aber im späteren Verlauf wirkt dieses Gimmick doch gekünstelt. Wenn beispielsweise die beiden Geschwister bei einem versuchten Fluchtversuch kein Wort miteinander wechseln, wirkt das sehr unnatürlich.

Monster: Täterin auf der Suche nach den Kindern

Wenn in einem Film nicht gesprochen wird, liegt sehr viel Aufmerksamkeit auf der Gestik und Mimik der Darstellenden. Die meistern in MONSTER ihre Aufgabe gut und überzeugend, was gerade bei den Kindern nicht selbstverständlich ist. Es ist immer klar, was gerade die Intention der Personen ist, aber aufgrund des Gimmicks, erfährt man so gut wie nichts über ihre Hintergründe. Es gibt zwar Hinweise, weshalb Alana und Rabin entführt wurden, aber etwas mehr Informationen wären eine gute Ergänzung gewesen.

Zusammenfassend hat MONSTER einen interessanten Ansatz und fährt für eine gewisse Zeit auch gut damit. Leider wird die Handlung spätestens nach der Hälfte repetitiv und verliert damit deutlich an Spannung. Die Geschichte bringt wenig Überraschungen und ist relativ vorhersehbar. Aber trotz dieser Kritikpunkte kann man MONSTER durchaus eine Chance geben, wenn man einmal einen alternativen Ansatz eines Thrillers sehen möchte.

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4 thoughts on “Review: MONSTER (2023)

  1. Ich persönlich fand ihn nicht so dolle. Hier lag nicht das Problem in dem fehlenden Dialog, sondern eher darin, dass manche Handlungen des Mädchens absolut unlogisch waren. Ich saß hier sehr oft und dachte mir „hä, warum hat du es nicht so und so gemacht?“ und dabei spreche ich nicht von den unlogischen Handlungen die man allgemein aus Horrorfilmen kennt. Ich möchte jetzt auch nicht spoilern, denke mir, wer den Film sieht, wird wissen was ich meine. Schade um den Film.

  2. Glaube tatsächlich das, dass mit Abstand der schlechteste Film ist, den ich jemals gesehen habe. Das der Film stumm ist (außer das geschreie) wäre für mich noch okay gewesen, aber die Handlungen machen echt 0 Sinn, nicht das es in anderen horror/thriller Filmen anders wäre, aber dieser Film übertrifft nochmal alles. Das einzig positive an dem Film ist, daß ich ihn während meines Nachtdienstes geschaut habe und dementsprechend dafür bezahlt wurde. Falls ihr Lebenszeit zu verschwenden habt, guckt ihn. Ansonsten gibt es ca 140.000 bessere Filme. lg

  3. @Mike
    Leute, die gerade DEN schlechtesten Film gesehen haben, schauen im Jahr 5 Filme.
    Von den anderen 140.000 hast du wenig Ahnung

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