PLAY DEAD – DIE TODGEWEIHTE (2025) | Filmkritik

Play Dead - Die Todgeweihte rezension
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.0

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Darsteller: Paula Brasca, Damian Castillo, Catalina Motto
Regie: Carlos Goitia
Drehbuch: Gonzalo Mellid, Camilo Zaffora
Länge: 72 min
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 15. Januar 2026 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Busch Media
FSK: ab 16

Opossums, Erdkröten und einige andere Tiere stellen sich tot, um Feinden zu entgehen. Bei uns Menschen ist die Praxis seltener üblich, könnte in verschiedenen Situationen aber auch hilfreich sein.
in PLAY DEAD DIE TODGEWEIHTE zum Beispiel.
(es geht übrigens nicht um diesen PLAY DEAD)

Wovon handelt PLAY DEAD?

Eine junge Frau wacht in einem Keller auf. Sie selbst ist verletzt, um sie herum liegen die Leichen anderer Frauen und im Haus ist ein maskierter Mann, der eine nach der anderen für ein morbides Ritual nach oben bringt.

PLAY DEAD albert nicht herum, sondern sperrt uns direkt zu Alison, so der Name der Frau, in das Verlies. Alles, was von da an geschieht, finden wir gemeinsam mit ihr heraus.

Play Dead 2025
Der Film, der mit einer enorm knackigen Netto-Laufzeit von kaum mehr als einer Stunde auskommt, teilt sich zu zwei etwa gleich großen Teilen auf. Die erste Filmhälfte versucht Alison ihre Verletzung zu behandeln und Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen, während sie sich immer wieder totstellen muss, weil der unheimliche Fremde in den Raum spaziert. Warum der eine Maske trägt, bleibt sein Geheimnis, dazu aber später mehr.

Wie man eine ähnliche Situation inszenieren kann, zeigte einst SAW, aber PLAY DEAD ist weniger Rätselraten und böse Spiele spielen, sondern Survival ohne Schnickschnack. Das heißt aber auch, dass unsere Heldin eigentlich wenig zu tun hat und auch Dialoge überschaubar bleiben.

Es bleibt nicht viel Zeit

In der zweiten Filmhälfte – und hier warnen wir vor Spoilern – wird dann auch Alison, die der Mann noch immer für tot hält, nach oben gebracht, wo sie Teil eines makabren Abendessens wird, das wie eine Mischung aus TEXAS CHAINSAW MASSACRE und DINNER FOR ONE anmutet.
Spoilerende

Play Dead - Die Todgeweihte review

Alles weitere solltet ihr selbst herausfinden, allerdings gibt es auch gar nicht so viel mehr zu erzählen, denn PLAY DEAD wirkt fast wie eine Kurzgeschichte, deren Aufhänger das besagte Totstellen ist, während der Rest darum herum geschrieben wurde.

Das ist nicht mal katastrophal, einmal habe ich mich auch erschreckt, aber das gesamte Katz- und Maus-Spiel wirkt, als wäre ein Teil einer größeren Geschichte. Beispielsweise wäre es denkbar, dass sich ein Opfer von Leatherface in einem TEXAS CHAINSAW MASSACRE-Streifen im Schlachthaus totstellt, während ihre Freunde nach ihr suchen. Hierfür wäre aber eine halbe Stunde ausreichend und so ist PLAY DEAD einerseits als Einzelszene zu lang, bietet aber andererseits zu wenig Drumherum, um einen vollwertigen Film darzustellen.

Malen nach Zahlen aus Argentinien

PLAY DEAD ist ein argentinischer Film und der erste „Lang“film von Carlos Goitia, der in dieser Funktion bisher nur einige Segmente zu Anthologien wie ASYLUM beisteuerte.
PLAY DEAD ist somit in Sachen Länge der nächste logische Schritt.

Play Dead - Die Todgeweihte filmkritik

Das Budget dürfte auch nicht allzu üppig gewesen sei, was wiederum die wenigen Schauspieler erklärt, und auch hier wäre es einfach gewesen, 2-3 Figuren hinzuzufügen, auch wenn es nur um ein paar Kills ginge.

Wofür man aber kein Geld benötigt, sind Kontinuität und Ideenreichtum. Gerade wenn ein Film sich so stark auf wenige Figuren fokussiert, fällt es natürlich auf, dass eine schwere Verletzung innerhalb der fast in Echtzeit stattfindenden Geschichte rasch zu heilen scheint und zwischendrin auch mal vergessen gehen kann. Was die Ideen angeht, hat man in der Filmgeschichte durchaus dümmeres Verhalten und absurdere Wendungen gesehen, die Geschichte fällt aber auch nicht durch Einfallsreichtum auf.

Fazit zu PLAY DEAD – DIE TODGEWEIHTE

PLAY DEAD ist als Bewerbungsfilm für weitere, womöglich größere Projekte in Ordnung, bietet aber insgesamt zu wenig an und wirkt so, als würde ein junger Argentinier amerikanische Vorbilder in Malen nach Zahlen – Manier nachbauen.

Hier kannst du PLAY DEAD ansehen

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