Review: TAKE BACK THE NIGHT (2021)

Take back the Night: Cover
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.0

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Darsteller: Emma Fitzpatrick, Angela Gulner, Jennifer Lafleur, Sibongile Mlambo
Regie: Gia Elliot
Drehbuch: Gia Elliot, Emma Fitzpatrick
Länge: 90 Minuten
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 09.02.2023 (VOD) / 03.03.23 (BluRay&DVD)
Verleih/ Vertrieb: Tiberius Film
FSK: ab 16

Wer uns schon etwas länger liest weiß, dass wir bei Thrill&Kill auch immer mal wieder Filme vorstellen, die nicht den großen Durchbruch geschafft haben und ein wenig Abseits der bekannten Produktionen verharren. Wir haben mit Undergrounders sogar eine ganze Kategorie für die Filme, über die man ohne explizite Suche womöglich gar nicht stolpert.
TAKE BACK THE NIGHT ist kein Undergrounder, gehört aber auch nicht zu den Filmen, die mit großer Spannung erwartet werden. Ursprünglich bereits 2021 in den USA veröffentlicht, bringt Tiberius den Film nun auch auf den deutschsprachigen Markt.

Take back the Night: Jane nach dem Übergriff

Inhalt von TAKE BACK THE NIGHT

Die Künstlerin Jane wird nach einer wilden Partynacht auf dem Heimweg von einem Monster überfallen und verletzt. Nachdem die Polizei beginnt an ihrer Version der Geschichte zu zweifeln beginnt sie eine Kampagne über Social Media um das Monster zu finden und andere zu warnen.

Resümee zu TAKE BACK THE NIGHT

TAKE BACK THE NIGHT ist der erste Spielfilm für Regisseurin und Mit-Drehbuchautorin Gia Elliot. Und das merkt man dem Film an: Die Dialoge sind zum Teil unsinnig und unnötig, Zeitabstände sind oft unklar und obwohl der Film nur 90 Minuten Laufzeit hat, zieht die Handlung sich in die Länge.
Man merkt deutlich, dass der Film eine Botschaft rüberbringen soll – immerhin gibt es bereits jahrzehntelang eine gleichnamige Organisation, die sich gegen sexualisierte Gewalt einsetzt. Die Botschaft selbst ist auch richtig und wichtig, allerdings wird sie dermaßen platt vermittelt, dass man sich beinahe veralbert fühlt. Auch da merkt man die Unerfahrenheit von Teiles des Teams.

Take back the Night: Das Monster

Kommen wir zur Handlung selbst. Die beginnt auf einer Party, wo Jane eine sehr gute Zeit hat und auf dem Heimweg dann überfallen wird. Der Überfall ist relativ kurz dargestellt, denn der Fokus legt auf dem, was danach geschieht. Für die Künstlerin beginnt das Prozedere, was Überlebende einer sexualisierten Gewalttat über sich ergehen lassen müssen – sofern sie den Schritt einer Anzeige wagen. Es werden Fotos gemacht, Jane wird befragt und dann mit recht kleinen Erfolgschancen bei der Ermittlung wieder Nachhause geschickt. Das Ganze ist recht realitätsnah dargestellt und gut umgesetzt. Allerdings haben wir hier keinen Film über Gerichtsprozesse vor uns, sondern einen Horrorfilm. Und leider fehlt diesem dadurch etwas Spannung. Die Handlung plätschert nach dem Übergriff selbst lange Zeit vor sich her, Jane eskaliert über Instagram immer mehr, aber wirklich packend ist das nicht. Erst zum Ende von TAKE BACK THE NIGHT taucht das Monster wieder auf und sorgt zumindest für ein wenig Spannung, wenn es zum Showdown kommt. Allerdings ist das Monster in der Darstellung nicht besonders unheimlich und der Showdown selbst ist so kitschig, dass man am liebsten direkt ausmachen möchte.

Pluspunkt für TAKE BACK THE NIGHT ist, dass man dem Film anmerkt, dass sich das Team Mühe gegeben hat. Die schauspielerischen Leistungen sind voll okay und auch rein handwerklich ist alles im Rahmen. Aber am Ende muss der Film doch mit seinem Inhalt und überzeugen und das klappt hier leider nicht.

TAKE BACK THE NIGHT ist ein anschauliches Beispiel für gut gemeint ist nicht gut gemacht. Die Botschaft des Films ist gut, an der Art und Weise wie sie rübergebracht wird hapert es aber leider.

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