Review: THE ARTIFICE GIRL (2022)

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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6.5/10 (2)

Darsteller: Tatum Matthews, Lance Henriksen, Sinda Nichols
Regie: Franklin Ritch
Drehbuch: Franklin Ritch
Länge: 93 min.
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 16. Mai 2024 (TVOD ) 6. Juni 2024 (BD+DVD)
Verleih/ Vertrieb: Tiberius
FSK: ab 12

KI begleitet uns nun schon lange und natürlich befassen sich auch immer mehr Filme aus dem Horrorgenre mit dem Thema. Letztes Jahr gab es bei T.I.M. einen Vorgeschmack auf die Schattenseiten der künstlichen Intelligenz, nun gibt es Cherry, die die Hauptfigur in THE ARTIFICE GIRL gibt. Allerdings geht die Story einen anderen Weg als nur den bösen KI-Roboter zu zeigen.

Die Handlung von THE ARTIFICE GIRL

Ein Team von Spezialagenten entdeckt ein revolutionäres neues Computerprogramm, mit dem Online-Sexualstraftäter angelockt und gefasst werden können. Die KI des Programms entwickelt sich jedoch schnell über seinen ursprünglichen Zweck hinaus…

… zu Beginn beobachten wir Gareth, der arme verwahrloste Tropf sitzt in einem Verhörraum in der Hauptzentrale der Spezialpolizei. Nach und nach wird klar, dass dieser junge Mann ein Genie ist, sein Lebenslauf etliche Wendungen durchlaufen hat und dies alles für ein höheres Ziel. Das Ziel: Raubtiere, eine Umschreibung für Pädophile, im Intenet ausfindig zu machen. Gareth erschuf mehr oder weniger aus Zufall eine KI, die enorm real aussieht und spricht.

THE ARTIFICE GIRL 1

Cherry

Die KI wirkt nicht nur etwas real, sie wirkt so echt, dass die Spezialagenten zu erst Gareth im Verdacht haben, dieses 10- jährige Mädchen entführt zu haben, oder einem Raubtier-Ring Fotos des Mädchens zu verkaufen. Erst als sich der Verhörte als ein gewisser User eines Chatrooms zu erkennen gibt begreifen die Agenten, dass der Mann die Wahrheit sagt und schlimmer noch, eine ganz eigene Geschichte hat (die leider absolut nicht genug Zeit bekommt). Cherry wird nun als großes Projekt aufgezogen und über merhere Jahre können erfolgreich Pedos ausfindig und Dingfest gemacht werden, weltweit.

Die Story wird nun in drei Akte geteilt, nachdem wir wissen, dass Cherry ein erfolgreiches Projekt geworden ist, springen wir zehn Jahre in die Zukunft und befinden uns bei den selben Charakteren, nur die KI ist nicht gealtert, allerdings gewachsen, sie hat nun die Intelligenz der Menschheit weit übertroffen.

THE ARTIFICE GIRL 2

Mitleid mit einer KI?

Diese Frage bekommen wir in THE ARTIFICE GIRL immer wieder auf das Auge gedrückt, fast schon erzwungen sollen wir mit dem Mädchen, welches keines ist, mitfühlen. Hier beginnt die Story zu schwächeln, denn der Aspekt, dass diese KI keine reale humane Figur ist, wird weggeredet. Natürlich darf die Frage gestellt werden, wie weit diese Entwiklung noch gehen darf, allerdings wird hier keinerlei bedenken oder gar Angst vor emotionaler Reife der KI benannt, ausschlißlich positive Folgen. Das lässt automatisch Skepsis beim Zuschauer aufsteigen, KI ist kein Ponyhof und sollte nicht als die neue (menschliche) Evolution angesehen werden. Genau das will THE ARTIFICE GIRL aber suggerieren.

Akt 3

Dreißig Jahre später sehen wir den steinalten Gareth mit Cherry in seinem Haus… der Rest des Teams ist längst verstorben. Wir sehen, wie weit die KI ausgereift wurde und was sie gelernt hat. Wir werden wieder vor die Frage gestellt, warum wir Cherry, stellvertretend für alle KIs, nicht in hohem Maße vertrauen… wir bekommen eine Antwort die so romatisiert wird, dass es, zumindest in meinem Fall, für Kopfschütteln sorgte. Damit soll nicht gesagt werden, dass man hinter jedem Fortschritt der Technik etwas Böses erwarten soll, im Gegenteil, neue Dinge machen immer erst einmal ein wenig Angst, sorgen meist aber dafür, dass etwas erleichtert oder verbessert wird, zumindest aber etwas erlernt wird. THE ARTIFICE GIRL nimmt aber jeden Zweifel daran, dass neue künstliche Intelligenz auch Risiken birgt.

THE ARTIFICE GIRL 3

Fazit zu THE ARTIFICE GIRL

Gut gespielt, gute Kameraarbeit, Score sitzt, was einzig nicht stimmig ist, ist die viel zu brave Geschichte über ein brisantes Thema. Weniger gefühlsduselige Szenen und ein wenig mehr Action hätten den Film ein ganzes Stück runder gemacht, auch wenn hier vollkommen klar ist, dass der Regisseur einmal eine andere Perpesktive auf das Thema lenken wollte, macht es das nicht zu einer stimmigen Zukunftsvision. Letztlich ist THE ARTIFICE GIRL kein schlechter Beitrag, nur sollte noch mal jemand über das Script schauen, Potential ist da.

Hier kannst du THE ARTIFICE GIRL sehen
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