Dass das Weltall unerwartete Gefahren birgt, auf die man in der Astronautenschule nicht vorbereitet wird, lehren uns Filme wie ALIEN, THE ASTRONAUT’S WIFE, SPUTNIK oder EVENT HORIZON.
THE ASTRONAUT mit Kate Mara und Laurence Fishburne schlägt einen ähnlichen Weg ein.
Wovon handelt THE ASTRONAUT?
Als die Astronautin Capt. Sam Walker mit einer Bruchlandung auf die Erde zurückkehrt, ist ihr Helm zerstört; auch Körper und Geist haben Schaden genommen.
Nach ersten Untersuchungen und kurzem Treffen mit der Familie wird Sam in ein abgelegenes Haus verlegt, doch dorthin scheint sie etwas zu verfolgen. Ist es nur ihr Verstand oder etwas aus der Tiefe des Alls?
Mystery-Horror im Luxus-Quarantäne-Haus
Den Cast kennt man also und auch der Rest des Films sieht wertig aus.
Der Großteil des Films spielt in einer Villa, die eine Mischung aus Luxus-Landhaus, Quarantänestation, und Hightech-Safe Room darstellt, wobei man als Beobachter nicht weiß, warum man Sam nachts komplett ohne menschliche Begleitung lässt, oder warum eine Quarantäne die eigene Family zwar ausschließt, während die Kollegen aber ohne Masken oder ähnliche Schutzmaßnahmen vor Ort sind.
Das muss man aber nicht als größeres Problem betrachten.
Kate Mara und Laurence Fishburne: Profis auf Autopilot?
Dass Sam entweder neue Fähigkeiten oder aber Halluzinationen aus dem Kosmos mitbrachte wird in einer frühen Szene deutlich, als ein Stift vor ihren Augen schwebt. Dabei bleibt es aber nicht. Ihr Körper scheint sich zu verändern, sie hört häufig ein bedrohliches Knurren und ist irgendwas in den dichten Wäldern, die das Haus umgeben.
Leider wirft THE ASTRONAUT Sam immer wieder in eine Horror-Szene, löst diese aber nicht auf, sondern lässt die Figur an anderer Stelle erwachen. Damit bleibt zwar das Unwissen des Zuschauers erhalten, der lange nicht einordnen kann, was eigentlich vor sich geht, gleichzeitig ist die Vorgehensweise plump und wiederholend.
Ja, THE ASTRONAUT ist ein Film, dem man etwas Lob auf der einen und etwas Negativ-Kritik auf der anderen Seite zukommen lassen muss, teilweise aber – je nach Sichtweise – auch für den gleichen Sachverhalt.
Genre-Bruch: Wenn der Alien-Horror zum E.T.-Drama wird
So macht der Streifen nie ein Geheimnis daraus, dass mit Sam bzw. ihrem Umfeld etwas nicht stimmt und wirkt damit zu Beginn berechenbar, eben weil er in dieser Hinsicht an die eingangs genannten Werke erinnert.
Allgemeine Spoiler: damit steuert der Film in eine erwartbare Richtung, bricht aber später damit.
Schwere SPOILER:
Denn dann offenbart THE ASTRONAUT, wo er eigentlich hinwill und ist dann nicht länger Mystery-Alien-Horror, sondern offenbart sich als umgekehrte E.T. – Variante, bei der Sam sich als außerirdisches Wesen zeigt.
Damit ändert sich schlagartig der Ton der Erzählweise und wer auf einen schleimigen Horror-Showdown hoffte, muss sich mit einer tränendrückenden Abschiedsstory (die dann aber auch etwas zu unausgegoren und übereilt daherkommt) begnügen.
Und das ist eben genau der Punkt, in dem man dem Film zugestehen muss, dass er den Twist gut versteckt und Neues wagt, damit aber den Zuschauer in ein ganz anderes Genre wirft, was sicher nicht jeder schätzt. Spoilerende
Was das Creature Design angeht, das eigentlich nur am Ende relevant wird, wird es vermutlich keine Zwei Meinungen geben. Das geht 2026 bzw. zum Produktionszeitpunkt 2025 besser.
Regisseurin und Autorin war Jess Varley, die in der Vergangenheit in verschiedenen Funktionen in der Filmwelt tätig war. U.a. fürs Casting von OFFSEASON, wo sie….sich selbst castete.
THE ASTRONAUT ist ihr dritter Film als Regisseurin und nicht nur wundert es, dass man ihr ein vergleichsweise großes Projekt anvertraut, nachdem CAMPING SAFE und PHOBIAS wenig bzw. schlechte Aufmerksamkeit erhielt.
Die fehlende Routine oder vielleicht auch mangelnde Kompetenz ist bei THE ASTRONAUT vor allem erzählerisch zu spüren.
Kate Mara und Laurence Fishburne sind hingegen Profis, wobei beide nur mit dem arbeiten können was da ist und hier ohne viel Leidenschaft agieren.
Fazit zu THE ASTRONAUT
Auch wenn man sich manches Contra in ein Pro umdeuten lässt (und umgekehrt), ist THE ASTRONAUT weder ein komplettes Debakel noch ein Must-See, sondern bewegt sich im durchschnittlichen Bereich.
Hier kannst du THE ASTRONAUT streamen













