Review: VICIOUS – EIN TEUFLISCHES GESCHENK (2025)

vicious - bryan bertino
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Redaktion: 6.0

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Darsteller: Dakota Fanning, Kathryn Hunter, Mary McCormack
Regie: Bryan Bertino
Drehbuch: Bryan Bertino
Länge: 98 min
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 10. Oktober 2025 (VOD)
Verleih/ Vertrieb: Paramount

In VICIOUS treffen mit Dakota Fanning vor und Bryan Bertino hinter der Kamera zwei Menschen aufeinander, deren Talent sich schwer absprechen lässt, deren Lebenslauf aber Gipfel und Täler aufweist.

Dakota Fanning ist seit Kindesbeinen an Schauspielerin war in KRIEG DER WELTEN und BRIMSTONE, aber auch der TWILIGHT-Reihe und zuletzt dem lausigen THEY SEE YOU unterwegs.
Bertino kennt man vor allem als Regisseur für THE STRANGERS, Filme wie THE MONSTER oder THE DARK AND THE WICKED erlangten hingegen wenig Aufmerksamkeit und PLAY – TÖDLICHES SPIEL hat auch gar keine Aufmerksamkeit verdient.
Man durfte daher gespannt sein, in welche Richtung das Pendel mit VICIOUS ausschlägt.

Vicious Review
Wovon handelt VICIOUS?

Polly durchläuft eine schwere Zeit. Weihnachten steht vor der Tür, aber es geht ihr nicht gut und ihre Wohnung ist wie ihre Seele ein heilloses Durcheinander, als an einem dunklen Abend eine alte Frau an ihre Tür klopft. Polly lässt die Unbekannte ein und erhält dafür eine Sanduhr und die wenig ermunternde Nachricht, dass sie sterben wird, wenn der Sand hindurch gerieselt ist.
Es beginnt ein Alptraum, bei dem Polly um ihr Leben kämpft. Ein Kampf, den sie nur gewinnen kann, wenn sie drei Dinge findet. Etwas das sie liebt, etwas das sie hasst und etwas, dass sie braucht.

Die Kombination aus Weihnachten und den drei Dingen erinnert entfernt an Charles Dickens EINE WEIHNACHTSGESCHICHTE, wo es zuweilen auch traurig-düster zuging und der fragwürdige Antiheld ebenfalls durch einen Fiebertraum voller Erinnerungen und Visionen gehetzt wurde.
Nur, dass Bertino eben Horrorregisseur ist und sich ohnehin nicht mehr als nötig an Dickens orientiert, sondern Polly durch eine Reihe blutiger und unheimlicher Sequenzen jagt.

vicious filmkritik

Eine alptraumhafte Nacht

Dabei merkt man einmal mehr seine Handschrift, denn wie alle seine Filme haben wir einen kleinen Personenkreis, einen persönlichen Rahmen und eine Bildsprache, die mit vielen Schatten und wenig Licht arbeitet, dabei aber nicht verwaschen wirkt.
Ein Home Invasion – Film wie THE STRANGERS ist VICIOUS eindeutig nicht, trotzdem fühlt sich die alte Frau und das was sie Polly hinterlässt invasiv an und auch die persönlichen Probleme, die in THE STRANGERS am Rande, aber in THE MONSTER deutlich zu spüren waren, sind erneut enthalten.

Dakota Fanning ist in VICIOUS eindeutig die Hauptdarstellerin in einem Cast, den man an ohnehin beiden Händen abzählen kann, bei dem aber jeder anders nur eine Nebenrolle innehat.
Und Frau Fanning leidet auf jede erdenkliche Weise, beginnend mit ihrem Ausgangszustand mit angeknackster Psyche, blutigen Szenen mit Selbstzerstümmelung oder unheimlichen Schockmomenten. Dabei merkt man, dass sie sich bewusst ist, dass sie den Film zu tragen hat und nicht nur irgendein Opfer in einem Horrorfilm spielt.

vicious dakota fanning

Ein typischer Bertino, mit allen Pro und Contra

Allerdings kommt VICIOUS mit den üblichen Probleme daher, die man von Bryan Bertino leider auch kennt. Die liegen vor allem im Drehbuch, für das er ebenfalls verantwortlich war und das in all seinen Filmen Phasen enthält, die weniger packend sind oder etwas Erläuterung brauchen würden.

Im Falle von VICIOUS bedeutet das, dass wir zwar auf eine hübsche Geisterbahnfahrt mit schaurigen und gorigen Momenten mitgenommen werden, die einzelnen Szenen aber auch an anderen Stellen im Film ebenso gut gepasst hätten und zu wenig in eine Story eingebettet sind.
Und eine gut erzählte, fesselnde Geschichte wäre aufgrund der schon beschriebenen begrenzten Personen und Locations umso bedeutsamer gewesen, denn selbst der beste Jumpscare und die beste Schauspielerin kann eine gewisse Monotonie nicht verhindern.

Fazit zu VICIOUS

Einerseits ist VICIOUS kein Film, für den sich irgendwer schämen muss und auch dem auch der Zuschauer mindestens einzelne Szenen genießen kann. Gleichzeitig ist es aber schade, denn hier wäre mal wieder mit wenig mehr Aufwand ein deutlich besseres Ergebnis drin gewesen.

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