Review: ZIAM (2025)

Ziam: Poster
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.5

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7/10 (1)

Darsteller: Mark Prin, Nuttanicha Dungwattanawanich, Vayla Wanvayla
Regie: Kulp Kaljareuk
Drehbuch: Kulp Kaljareuk, Nut Nualpang, Weerasu Worrapot
Länge: 96 Minuten
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 09.07.2025
Verleih/ Vertrieb: Netflix
FSK: ab 16

Ihr könnt von Zombiefilmen nicht genug bekommen und habt alle Klassiker des Genres, wie DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN, DAWN OF THE DEAD oder auch 28 DAYS LATER, schon gesehen? Dann ist eventuell die thailändische Netflix-Produktion ZIAM einen Blick wert. Der Film verbindet die klassische Zombiethematik mit Kampfsport. Eine Mischung, die man zumindest noch nicht etliche Male gesehen hat. Der Titel ist übrigens eine Mischung aus dem alten Namen großen Teilen Thailands, Siam, und Zombie.
Falls ihr Näheres zu ZIAM wissen wollt und ob sich der Film lohnt, lest unser Review.

Ziam: Ein Zombie greift an

Inhalt von ZIAM

In einer Welt, die vom Klimawandel gebeutelt ist, kämpft sich der ehemalige Thaiboxer Singh gemeinsam mit seiner Partnerin Rin durch das anstrengende Leben. Eines Tages kommt zu den üblichen Schwierigkeiten noch der Ausbruch einer mysteriösen Krankheit dazu und Singh versucht alles, um Rin zu retten.

Resümee zu ZIAM

ZIAM zeichnet direkt zu Beginn ein düsteres Bild: Die Welt ist durch den Klimawandel zu einem extrem unwirtlichen Ort geworden und in vielen Ländern herrscht Chaos. Thailand hat es durch Abschottung und geschickten Einsatz von Ressourcen geschafft, einigermaßen stabil zu bleiben. Trotzdem stehen Kriminalität, Hunger und Armut an der Tagesordnung. In dieser Welt versucht Singh, mit einem gefährlichen Job genug Geld zu verdienen, damit er und Rin, seine Partnerin, von dem molochartigen Bangkok aufs Land ziehen können. Das Setting wird überzeugend aufgebaut und Singh als loyal und zuverlässig gezeichnet. So ist es keine Überraschung, dass er nach dem Ausbruch einer gefährlichen Krankheit, die Menschen zu blutrünstigen Wesen mutieren lässt, auf direktem Wege in das Krankenhaus marschiert, um Rin, die dort als Ärztin arbeitet, zu retten.

Der Anfang der Handlung ist geglückt und lässt die Spannung auf den Rest von ZIAM steigen. Der Film von Regisseur Kulp Kaljareuk entwickelt sich jedoch nicht zu einem Meisterwerk, sondern hat leider wenig Überraschungen parat.
Die Geschichte ähnelt im Großen und Ganzen vielen anderen Filmen aus dem Genre, so dass nicht mit großen Wendungen oder viel Originalität zu rechnen ist. Es ist interessant, dass die Handlung zum größten Teil in einem Krankenhaus stattfindet. Und im späteren Verlauf gibt es eine Sache, die tatsächlich eine interessante Weiterentwicklung von Zombies ist. Allerdings wirkt ZIAM sonst ein bisschen wie aus anderen Werken zusammengeschustert. Beispielsweise umfallende Regale hat man bereits etliche Male gesehen.

Ziam: Singh tötet einen Zombie

Selling Point von ZIAM ist die Mischung aus Zombiefilm und Martial-Arts-Streifen. Anstatt sich die nächstbeste Waffe zu suchen, kickt und schlägt sich Singh die meiste Zeit nur mit Füßen und Händen durch die gefährliche Meute. Das ist zunächst ganz spannend anzusehen, irgendwann wird diese Neuerung jedoch auch gewöhnlich und man beginnt, sich etwas zu fragen, wie Singh die Angreifenden eigentlich beseitigen will, wenn er sie nur schlägt und tritt – immerhin muss auch innerhalb dieser Zombieapokalypse das Gehirn zerstört werden. Aber für Unterhaltung mit ausgeschaltetem Gehirn sind die Kämpfe mit den Untoten durchaus geeignet.

Zum Ende hin wird die Handlung des Zombiestreifens sehr emotional und ein wenig unlogisch. Beispielsweise wird ein Timer von 30 Minuten gestartet und gefühlt müsste die in diesem Zeitfenster stattfindende Handlung aber mindestens doppelt so viel Zeit in Anspruch nehmen. Das Schicksal von Singh setzt dann vollkommen auf Dramatik und wirkt etwas in die Länge gezogen.
Dafür gibt es aber einiges an Blut und Gedärmen zu sehen, die Zombies sind zum größten Teil gut zurechtgemacht, und vielleicht ist das als Ausgleich ausreichend.

Zusammengefasst ist ZIAM ein recht unterhaltsamer Film, der aber wenig neue Ideen einbringt. Die Tatsache, dass hier ein Thaiboxer durch Massen an Zombies prügelt, gibt zunächst frischen Wind, kann aber nicht den kompletten Film tragen. Aber trotz einiger Mängel ist der Streifen zum größten Teil unterhaltsam und kann ruhig einmal angeschaut werden.

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