SKULL: DIE MASKE (2020) | Filmkritik

skull: die maske - Offizielles Mediabook Cover
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.0

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7/10 (1)

Darsteller: Natallia Rodrigues, Wilton Andrade, Ivo Müller, Tristan Aronovich, Ricardo Gelli
Regie: Armando Fonseca, Kapel Furman
Drehbuch: Kapel Furman, Armando Fonseca,
Länge: 89 min
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 31. Juli 2026 (Mediabook)
Verleih/ Vertrieb: Indeed / ILLUSIONS UNLTD. films
FSK: Ungeprüft

Wisst ihr noch? Früher? Als alles besser war?
SKULL: DIE MASKE ist früher.
Und damit ist nicht gemeint, dass der brasilianische Splatterfilm schon von 2020 ist, sondern dass er sich deutlich älter anfühlt.
Ob das nun gut oder schlecht ist?

Die Handlung von SKULL: DIE MASKE

Im Jahr 1944 nutzen die Nazis eine Maske des Henkers Anhangá , der im Dienste eine südamerikanischen Gottheit stand für ein blutiges Ritual. Jahrzehnte später wird das Relikt im Regenwald wiederentdeckt und von einer Forscherin nach São Paulo gebracht.
Doch die Lebensgefährtin der Wissenschaftlerin ist zu neugierig, öffnet die Transportkiste und startet ihr eigenes Ritual. Damit gibt sie der Maske ein Eigenleben und als diese einen Wirt findet, schlachtet sich dieser durch die Metropole.

skull - die maske - der uralte henker mordet sich durch sao paulo

SKULL: DIE MASKE setzt nicht nur primär auf (im besten Sinne) altmodische Effekte. Die sind in diesem Fall Chefsache, denn Kapel Furman, der sich mit seinem Kollegen Armando Fonseca auch Regie und Drehbuch teilt, ist vor allem Effekt-Experte und legte auch hier selbst Hand an.

Der Film erinnert aber auch durch sein breites Setting über Raum und Zeit, Urwald und Großstadt, Luxus und Slums, sowie einen großen Personenkreis an ältere Produktionen. Egal, ob man dabei nun an DAS RELIKT von 1997 denkt oder -was sinnvoll ist- zum blutigen Italo-Kino  der 80er reist.

SKULL: DIE MASKE ist Throwback-Splatter aus Brasilien

Im Fall von SKULL: DIE MASKE wird nebenbei noch die Geschichte um verschwundene Kinder, einen windigen Millionär und eine Polizistin aufgemacht. Die Gesetzeshüterin ermittelt in beiden Fällen, hat allerdings schon mit den Entwicklungen um die Maske reichlich zu tun, denn Ruckzuck stapeln sich die Leichen.

Das klingt einerseits komplex, ist in der Umsetzung aber immer auch naiv. Nur, weil zwischen Schauplätzen und Mitwirkenden öfters hin- und hergewechselt wird und verschiedene Äcker bestellt werden, bedeutet das nicht, dass die Story intelligenter ist als die rohe, debil grinsende Maske aussieht.

Skull: Die Maske - Die Maske ist der Auslöser für Gewalt

Die rohe, debil grinsende Maske

Allerdings ist das gar nicht wild, denn wenn mal wo ein Logik- oder Story-Loch klafft, wird es einfach mit einem Pfund Eingeweide zugeschmiert und ein noch plakativeres Thema darüber tapeziert. Braucht beispielsweise jemand ein paar x-beliebige Drogendealer, die gerade große Mengen weißes Pulver verpacken, bevor sie massakriert werden? Hier kriegst du sie , ganz ohne Story.

Dass sich die Maske die meiste Zeit eines Wirtes bedient, der als Schauspieler nur in diesem einen Film mitspielte und sonst ein professioneller Wrestler ist, passt dabei natürlich ebenfalls ins Bild und das breite Kreuz des hünenhaften Rurik jr. macht was her.

Viel Gore, wenig Story in SKULL: DIE MASKE

Feingeister oder Fans anspruchsvoller Kost werden SKULL: DIE MASKE vermutlich nicht zu schätzen wissen und man kann ihnen keinen Vorwurf machen, denn dies ist ein Film, der zwar ernst vorgetragen wird, aber trotz exzessiver Gewalt nicht ernstgenommen werden muss. Auch ohne humorvolle Funsplatter-Einlagen steht der Spaß an Gewalt und Gekröse im Vordergrund.

Skull: die maske - Der Vollstrecker Arangha in einem Nachtclub

Auch wenn die erwähnten Locationswechsel etc. nach größerem Budget klingen, wirkt das Werk eher wie eine Favela als ein Villenviertel und hätte sich auch in unserer Undergrounder-Rubrik gut geschlagen. Auch dass die Herren Fonseca und Furman im konkreten Fall verschiedene Tätigkeiten ausführten (sie fungierten auch als Produzenten) und im Allgemeinen Credits in zahlreichen Funktionen einheimsten, lässt auf kleine Produktionen oder generell eine kleine Filmszene schließen.

Beleg dafür: unter den über 2000 Reviews, die ihr bei uns findet, sind keine 10 aus Brasilien und an uns liegt das nicht.

Fazit zu SKULL: DIE MASKE

Wer auf guten alten Throwback-Splatter steht, wird für SKULL: DIE MASKE noch 1-2 Punkte mehr locker machen, während objektiv eher 1-2 weniger angebracht wären.
Wir hatten unseren Spaß mit dem Werk, auch wenn die zweite Filmhälfte weniger hermacht als die erste.

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FAQ

Woher stammt SKULL: DIE MASKE?

Wie brutal ist SKULL: DIE MASKE?

Sehr. Der Film setzt fast alles auf handgemachten Splatter und liefert Gewalt am Fließband – zerquetschte Köpfe, herausgerissene Eingeweide und abgetrennte Gliedmaßen. Der Gore ist trotz Minimalbudget mit sichtbarem Aufwand und Liebe zum Detail umgesetzt. Wer Throwback-Splatter im Geiste des 80er-Italo-Horrors mag, ist richtig; empfindliche Zuschauer sollten die Finger davon lassen.

Wer steckt hinter dem Killer in SKULL: DIE MASKE?

Die maskierte Killerfigur wird vom brasilianischen Wrestling-Star Rurik Jr. verkörpert, was ihr die imposante, wuchtige Erscheinung verleiht. International wurde die Kreatur schnell als „brasilianischer Jason Voorhees

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