Der Titel der neuen Miniserie von Netflix ist eine Ansage: SOMETHING VERY BAD IS GOING TO HAPPEN. Damit wird bereits früh klar, dass die acht Episoden wahrscheinlich in einer großen Katastrophe enden werden, und ganz zu Beginn der Serie gibt es eine kleine Vorschau. Beworben wurde die Serie vor allem damit, dass die Duffer-Brothers, die sich für STRANGER THINGS verantwortlich zeichnen, als Produzenten fungieren. Die Idee zu SOMETHING VERY BAD IS GOING TO HAPPEN stammt von Haley Z. Boston, die mit BRAND NEW CHERRY FLAVOR eine originelle Idee auf die Bildschirme brachte. Die Besetzung der Miniserie ist mit Personen wie Camila Morrone, Adam DiMarco, Jeff Wilbusch und Jennifer Jason Leigh teils namhaft und macht neugierig.
Werfen wir also einen näheren Blick auf die acht Folgen.

Inhalt von SOMETHING VERY BAD IS GOING TO HAPPEN
Rachel und ihr Verlobter Nicky sind auf dem Weg zur Waldhütte von Nickys Familie, um dort in einer Woche zu heiraten. Bereits auf der Hinfahrt erleben sie Seltsames, aber kurz nachdem sie in dem abgelegenen Haus ankommen, erfährt Rachel, dass auf ihrer Familie ein Fluch liegt und sie am Tag ihrer Hochzeit sterben wird, sofern Nicky nicht ihr Seelenverwandter ist.
Resümee zu SOMETHING VERY BAD IS GOING TO HAPPEN
Direkt positiv zu erwähnen ist auf jeden Fall die doch recht düstere Atmosphäre, die in jeder der Episoden von SOMETHING VERY BAD IS GOING TO HAPPEN aufrechterhalten wird. Direkt zu Beginn merkt man, dass alles in der Erzählung auf ein großes Ereignis am Ende hinauslaufen wird, was der Titel ja recht plakativ deutlich macht, aber subtiler durch eine unangenehme Stimmung unterstrichen wird. Da ist zum Beispiel eine verdreckte Raststätte, die als Schauort für eine Hommage an MANIAC dient. Vieles in der Serie wirkt merkwürdig und erzeugt so gekonnt die gewollte Atmosphäre.
Und apropos merkwürdig: Die Familie von Nicky ist wunderbar merkwürdig dargestellt und zwar jede einzelne Person. Man fragt sich ein wenig, wie ein relativ normal wirkender Mann wie Nicky aus dieser Familie stammen kann, denn von der narzisstisch wirkenden Mutter über den unnahbaren Vater bis zur grenzenlosen Schwester ist alles dabei. Und so ist man nicht verwundert, wenn der Vater plötzlich gezeigt wird, wie er einen Hund für das Ausstopfen vorbereitet, aber ob es für die Handlung selbst notwendig gewesen ist, bleibt fraglich.
Aber obwohl die Charaktere alle ziemlich markant sind, erfährt man wenig über ihre Hintergründe. Bestes Beispiel dafür ist Rachel. Über ihr Leben vor dem Treffen mit Nicky ist wenig bekannt, außer dass sie ohne Mutter aufgewachsen ist und mit ihrem Vater keinen Kontakt hat.

Die Geschichte an sich ist interessant, aber verliert sich etwas in Nebenhandlungen. Bei den Episoden gibt es die eine oder andere, die einfach nur seicht vor sich hinplätschert und kaum einen Fortschritt für die Haupthandlung bringt. Als Beispiel sei hier die Fuchsjagd genannt, auf die Nicky mit seinem Vater und Bruder geht. Lange Zeit sitzen sie im verschneiten Wald und sprechen miteinander, bis die Falle zuschnappt und sie dann den armen Fuchs suchen müssen, der sich aus der Falle freigebissen hat. Es werden zwar später relevante Themen in einer Unterhaltung angesprochen, aber das hätte nicht in diesem Setting passieren müssen.
Generell passiert in SOMETHING VERY BAD IS GOING TO HAPPEN lange Zeit sehr wenig. Für Fans von extremem Slowburn mag dies unterhaltsam genug sein, allen anderen könnte es etwas langweilig werden. Zumal auch alles in Dialogen nochmal durchgekaut wird, damit es auch die Leute im Publikum verstehen, die die Hälfte der Laufzeit am Handy kleben.
Das große Finale kann sich durchaus sehen lassen. Es gibt Schrecken, es gibt Blut und es gibt Verrat. Hier ist die Umsetzung gelungen und die Spannung ist definitiv vorhanden, auch wenn es in mehreren Episoden davor daran gehapert hat. Hervorzuheben ist hier definitiv die letzte Stunde vor der Hochzeit, die so wirkt, als sei sie in einem Stück gedreht. Durch diese Machart überträgt sich die Hektik von Rachel auf das Publikum.
Alles in allem ist SOMETHING VERY BAD IS GOING TO HAPPEN eine etwas durchwachsene Miniserie. Die Atmosphäre ist durchgehend düster und unangenehm, einige der Episoden nehmen aber die anfängliche Spannung raus und wirken bis auf wenige Szenen wie Zeitfüller. Weniger als acht Episoden hätten definitiv geholfen, die Erzählung zu straffen.
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FAQ
Für wen lohnt sich SOMETHING VERY BAD IS GOING TO HAPPEN?
Die Miniserie dürfte vor allen den Leuten gefallen, die nicht eine aufregende Szene nach der nächsten brauchen, sondern einen langsamen Spannungsaufbau zu schätzen wissen.
Ab welchem Alter ist SOMETHING VERY BAD IS GOING TO HAPPEN freigegeben?
Die FSK-Freigabe für die Serie beträgt 16. Es gibt ein paar Gewaltspitzen, der meiste Horror wird aber durch die düstere Atmosphäre erzeugt.








Fing sehr interessant an und würde von Folge zu Folge langweiliger,das Ende war einfach schwachsinnig und öde. Spart Euch die Zeit und schaut ne spannende Serie wie Harry Hole,die war von Anfang bis Ende durchgehend gut.