THE DRIFT – GNADENLOSE ARKTIS (2026) | Filmkritik

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 1.0

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2.8/10 (4)

Darsteller: Thea Sofie Loch Næss
Regie: Taavi Vartia
Drehbuch: Taavi Vartia
Länge: 86 min
Land: ,
Genre:
Veröffentlichung: 26. Februar 2026 (VOD)
Verleih/ Vertrieb: Capelight
FSK: ab 12

Ein Titel wie THE DRIFT klingt auf Anhieb nach Autofahrer-Action, bei genauerem Hinsehen (Trailer) aber wie ein eisiger Survival-Thriller. Schaut man ganz genau hin, entpuppt sich die finnisch-griechische Koproduktion aber vor allem als eines: eine stinklangweilige Nullnummer.

Wovon handelt THE DRIFT – GNADENLOSE ARKTIS?

Eiskunstläuferin Emily wacht auf einer Eisscholle im Meer auf. Sie ist alleine und nur mit dem Nötigsten ausgerüstet. Während die Scholle langsam gen Süden treibt und zu schmelzen beginnt, weiß niemand, dass sie überhaupt noch lebt. Nun muss sie sich gegen Kälte, Meer und andere Gefahren behaupten.

THE DRIFT – GNADENLOSE ARKTIS ist im Wesentlichen eine One-Woman-Show. Ähnlich wie damals Ryan Reynolds in BURIED hat sie in der misslichen Lage zwar ein Handy, das kann allerdings nicht anrufen, sondern nur angerufen werden.
Um an dieser Stelle keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: BURIED ist ein klasse Kammerspiel, THE DRIFT kann ihm aber an keiner Stelle das Wasser reichen.

Auch andere Survival-Werke wie JUNGLE, DIE SCHNEEGESELLSCHAFT oder ARCTIC sind THE DRIFT gnadenlos überlegen. Der einzige thematisch verwandte Film, auf gleichem Niveau ist THE REQUIN: DER HAI, wo Alicia Silverstone in ähnlich fragwürdiger Weise gleich mit dem ganzen Haus aufs Meer trieb.

Thea Sofie Loch Næss auf der Eisscholle in THE DRIFT - Gnadenlose Arktis

Dabei ist der Grund, warum Emily auf dem Meer herumtreibt, womöglich etwas weit hergeholt, aber eindeutig das kleinste Problem des Films und wird im Laufe der Geschichte erklärt.
Alles weitere spottet aber jeder Beschreibung.

THE DRIFT mangelt es an Technik, Story und allem anderen

Technisch ist THE DRIFT schon mal ganz weit hinten. Bei den Landschaften fragt man sich, ob das noch CGI oder schon Kostenlos-KI ist. Der Baby-Eisbär, der zufällig auf seiner eigenen Eisscholle vorbeitreibt, sieht zwar süß aus, ist aber genau so unecht.
Wenn es doch mal reale Naturaufnahmen gibt, ist das Green Screen und dann sieht das unmittelbar angrenzende Wasser oft meilenweit entfernt aus.
Auch das Eis, das man Emily zum Beispiel auf die Augenbrauen oder ihre Zeltwand klebt, wirkt wie Watte.

Filmkritik zum hanebüchenen Survival-Thriller THE DRIFT

Inhaltlich betreibt Regisseur Taavi Vartia Malen nach Zahlen: hier taucht ein Frachtschiff am Horizont auf, dort kommt ein Sturm und Feuermachen wird Emily auch. Das kennt man, das hat man bereits gesehen, aber vermutlich hat sich noch nie jemand so hingebungsvoll an einer einzelnen brennenden Seite Papier gewärmt wie unsere Heldin. Da könntest du glatt meinen, sie säße stundenlang vor einem prasselnden Kamin statt sich nur für 3 Sekunden die Finger zu wärmen.
Ansonsten täuscht Emily zwar bittere Kälte vor, hat es aber gleichzeitig nicht nötig mal die Kapuze ihrer Jacke aufzusetzen.

Negatives Highlight des Films ist aber ihr Kontakt zur Außenwelt. Obwohl Emily ein gefeierter Eisstar ist und wir eingangs erfahren, dass ihr Verschwinden in den Nachrichten gemeldet wurde, scheint sie niemand auf dem Handy anrufen zu wollen.
Niemand außer Harry, ein Call-Center-Mitarbeiter für Klimaanlagen, der zufällig durchklingelt und zwar nicht glauben will, dass Emily wirklich inmitten des Ozeans festsitzt, aber später nochmals anruft, um etwas über Gott und die Welt zu plaudern!!

Echt jetzt? Das soll jemand glauben?

Spätestens nun fragt man sich als Zuschauer mit Resthirn, ob auch das Drehbuch von einer besoffenen KI geschrieben wurde, denn was Kälte nach drei Tagen mit einem Handyakku macht, kann man vielleicht noch übersehen, dass die beiden aber DIE GANZE NACHT durchplappern, ohne dass die vermeintlich ertrinkende/erfrierende/verletzte Promi-Frau darauf drängt, dass Klimaanlagen-Harry nun mal Hilfe holt, ist unfassbar.

Szenenbild aus dem Survivalthriller THE DRIFT

Die Liste der Dämlichkeiten ließe sich lange fortsetzen und da sprechen wir noch nicht einmal über die schwülstigen Off-Kommentare, die Emily ablässt, während sie gemeinsam mit ihrer verstorbenen Schwester über eine Blumenwiese tanzt….Die Chance ist hoch, dass diese belanglosen Langweiler-Monologe auch von der KI stammen.

Verlierer des Films ist eindeutig der Zuschauer, aber auch Hauptdarstellerin Thea Sofie Loch Næss (cooler Name übrigens). Die Schauspielerin hatte eine größere Rolle im starken THE UGLY STEPSISTER und stellt ihrer Karriere mit THE DRIFT nun selbst ein Bein.

Nur einmal, ein einziges Mal, sät THE DRIFT Zweifel, dass er doch smarter sein könnte, denn (SPOILER) als Emily das Eis am Ende wortwörtlich unterm Arsch wegschmilzt, klammert sie sich an die Urne ihrer toten Schwester (die übrigens maßgeblicher Grund für die Misere ist) und erinnert damit an Ismael aus MOBY DICK, der sich zuletzt an Queequegs Sarg klammert und gerettet werden kann.
Zugegeben, es fordert schon viel Optimismus, um THE DRIFT soviel Feingeist und Weitblick zuzugestehen.

Ebenfalls bezeichnend ist der Schiffscontainer, der für eine Weile in der Nähe der Scholle herumschwimmt und Sehnsüchte zum deutlich stärkeren NIRGENDWO weckt.

Fazit zu THE DRIFT – GNADENLOSE ARKTIS

Hier lässt sich wenig schönreden. THE DRIFT ist in allen Belangen haarsträubend und hanebüchen. Wäre das wenigstens semi-unterhaltsam, könnten wir Trash-Fans eine Empfehlung geben, aber hier ist einfach nichts zu retten und selbst bei einer Laufzeit von unter 90 Minuten entsteht massive Langeweile.

Solltest du THE DRIFT – GNADENLOSE ARKTIS trotzdem sehen wollen, kannst du das hier tun Wir haben dich gewarnt!

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FAQ

Ist THE DRIFT - GNADENLOSE ARKTIS brutal?

Es gibt eine Szene, in der die Heldin sich selbst auf dumme Weise verletzt und etwas Blut zu sehen ist, ansonsten ist aber nichts an dem Film brutal.

Ist THE DRIFT – GNADENLOSE ARKTIS ein Horrorfilm?

Nein, es handelt sich hier um einen Survival-Thriller.

Welche Filme sind ähnlich wie THE DRIFT - GNADENLOSE ARKTIS?

Zumindest auf dem Papier erinnert THE DRIFT an NIRGENDWO, BURIED, ARCTIC, DIE SCHNEEGESELLSCHAFT, ÜBERLEBEN oder JUNGLE, erreicht aber niemals deren Klasse.

Beruht THE DRIFT - GNADENLOSE ARKTIS auf wahren Begebenheiten?

Nein, die Geschichte ist fiktiv und nie passiert.

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