THE STRANGERS: CHAPTER 3 (2026) | Filmkritik

the strangers - Chapter 3 (2026) - Offizielles Filmposter
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 2.0

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Darsteller: Madelaine Petsch, Richard Brake, Ema Horvath, Gabriel Basso, Pedro Leandro
Regie: Renny Harlin
Drehbuch: Alan R. Cohen
Länge: 92 min
Land: ,
Genre:
Veröffentlichung: 15. Mai 2026 (DVD+BD)
Verleih/ Vertrieb: Leonine
FSK: ab 18

Mit THE STRANGER: CHAPTER 3 schließt Regisseur Renny Harlin seine THE STRANGERS – Neuverfilmung bzw. Erweiterung zur Trilogie ab.
Die Aufgabenstellung war dabei von Anfang ann klar: alle Fragen, mit denen die Zuschauer seit dem 2008er-Film leben mussten, sollten erklärt werden.

Und da gab es tatsächlich einige: etwa ein besseres Verständnis zur Motivation der Täter, ihre Geschichte oder auch nur die Erklärung, wer denn diese Tamara sein soll, nach der immer gefragt wird.
Getreu dem alten Spruch „Operation gelungen, Patient tot“, hat Harlin seine Aufgabe erfüllt und nach zwei ohnehin schwachen Teilen insbesondere mit THE STRANGERS: CHAPTER 3 unsägliche Grütze abgeliefert.

Achtung, falls ihr CHAPTER 1 und CHAPTER 2 noch nicht kennt, ist mit Spoilern zu rechnen

Die Handlung von THE STRANGERS: CHAPTER 3

Nachdem Maya den schrecklichen Ereignissen aus Teil 1 und 2 zwar schwer verletzt, aber immerhin lebend entkam und einen der Angreifer töten konnte, irrt sie durch die umgebenden Wälder der Kleinstadt. Doch die Killer sind ihr noch immer auf den Fersen und da nun eine von ihnen fehlt, soll Maya diese Lücke füllen. Gleichzeitig ist Mayas Schwester auf dem Weg, um ihr zu helfen.

the strangers: Chapter 3 (2026) - Drei Maskenmörder im Auto bei Nacht

CHAPTER 2 wühlte bereits in der Vergangenheit des Killer-Duos und ließ uns wissen was es mit Tamara auf sich hat. Es gab also mal eine Person dieses Namens. Weswegen man den gleichen Satz „Ist Tamara da?“ nun aber wieder und wieder aufsagen und dabei exakt drei Mal an die Türe pochen muss, weiß nach wie vor niemand.

Und Moment mal, warum spricht der Typ aus dem Internet von einem Duo? Es sind doch drei Mörder!?
Ja, aber die dritte Person stößt erst einige Jahre zu dem Paar, was übrigens in der Art und Weise zwar semi-unterhaltsam dargestellt wird, aber wieder gar keinen Sinn ergibt.

THE STRANGERS: CHAPTER 3 erklärt die Killer – und zerstört damit den Mythos

Überhaupt ist THE STRANGERS: CHAPTER 3 voller kruder Rückblicke und steigt direkt mir einer kleinen Szene aus der jüngeren Vergangenheit ein. Diese wenigen Minuten sollten jedem mit Restverstand reichen, um direkt auszuschalten.

the strangers - Chapter 3 - maya versteckt sich in den wäldern

Da wird eine junge Frau aus dem Motel heraus entführt. Die Szene an sich ist erträglich, wenn auch dem Standard folgend, inszeniert. Dass sie aber aus der Unterkunft verschleppt, gefesselt und dann doch direkt erstochen wird, ist witzlos. Witzlos, aber nicht so durch und durch bescheuert, wie die beiden Mörder, die sich daraufhin mit den Masken auf dem Kopf „küssen“.

Man muss sich vorstellen, dass diese Szene jemand geschrieben, gedreht und hinterher für gut befunden haben muss, bevor sie sich der Lächerlichkeit preisgab.
Das Niveau des Films ist also früh abgesteckt und besser wird es auch nicht.

In der Folge erfahren wir also mehr über die Personen hinter den Masken, was der Sheriff damit zu tun hat und auch warum jeder in der Stadt Bescheid weiß.

Spoiler: denn der Hüne hinter der Scarecrow-Maske ist der Sohn des Gesetzeshüters, wurde nach dem Mord an Tamara erwischt, aber nicht verurteilt, weil der Papa ja ein Guter ist. Da die Morde weitergingen, einigten sich Vater und Sohn darauf, dass künftig nur noch Leute von außerhalb gemeuchelt werden.
Spoilerende.

Aua, ist das dumm.
Es wird übrigens Leute geben, die euch erzählen werden, wie klasse sie es finden, dass denn nun alles verständlich ist.
Verkauft diesen Menschen unbedingt den Eiffelturm für 100 €. Sie werden nicht fragen, sie werden nicht denken, aber ihr seid um 100 € reicher.
Ihr könnt das übrigens täglich wiederholen. Auch das wird ihnen nicht auffallen.

the strangers: Chapter 3 (2026) - die mörder und das gefesselte opfer

THE STRANGERS: CHAPTER 3 ist der Tiefpunkt der neuen Horror-Trilogie

Aber selbst, wenn man dieses erzählerische Unvermögen außer Acht lässt, hat THE STRANGERS: CHAPTER 3 auffallend wenig zu bieten. Um den kränklichen Erklär-Bären zu spielen hätten zwei Teile gereicht. Und während CHAPTER 2 tatsächlich vom klassischen Home Invasion zum (Outdoor-)Survival wurde und immerhin neue Akzente setzte, wiederholen sich die Szenen in Teil 3.

Nachdem vollmundig eine Trilogie angekündigt wurde, muss den Machern irgendwann aufgefallen sein, dass man diese nun auch liefern muss und so wurde die dünne Story mit dem Nudelholz weiter ausgerollt, bis man durch sie hindurchsehen kann.
Wer sich noch an die blassen HALLOWEEN KILLS und HALLOWEEN ENDS erinnert, die auch mal als ein gemeinsamer Teil angedacht waren, wird mit THE STRANGERS: CHAPTER 2 und THE STRANGERS: CHAPTER 3 ein Deja Vu erleben.

Die Schwerpunkte in Teil 3 sind besagte Rückblicke, ein kurzes Auftreten von Mayas Schwester und ihrem Gefolge, die aber irrelevant sind, und die Spitzenidee Maya zur Mittäterschaft zu überreden. Ansonsten werden noch ein paar austauschbare Personen getötet, es werden Axt und Messer geschwungen und durch dunkle Wälder gerannt. All das kennt man bereits, so wie man auch den immergleichen Gesichtsausdruck von Richard Brake (hier als Sheriff) aus zahlreichen Horrorfilmen kennt.

Richard Brake als der Sheriff in the strangers - Chapter 3

Während man THE STRANGERS: CHAPTER 3 lassen muss, dass er nicht billig aussieht, wiederholen sich Szenen, ziehen sich in die Länge und sind auch dann nicht unterhaltsam, wenn man das Hirn auf Standby schalten kann.
Übrigens die „Wunden“, die Maya im Gesicht trägt, sehen doch billig aus. Da war wohl statt eines echten Maskenbilders nur noch preiswerte Karneval-Schminke verfügbar.

Da ist es nur bezeichnend, dass die einzigen Extras, die man auf der Disc findet, ein Mini-Interview mit Hauptdarstellerin Madelaine Petsch ohne Mehrwert und eine Selbstbeweihräucherung eines Produzenten sind. Aber keine Angst, das nehmen wir – wie auch das unansehnliche KI-Poster – gar nicht erst in die Bewertung auf.

Fazit zu THE STRANGERS: CHAPTER 3

Man kann THE STRANGERS: CHAPTER 3 förmlich anmerken, dass das Team um Renny Harlin bemüht war alle Fragen zu klären, aber zu spät merkte, dass es gar keine plausible Antwort gab und versuchte das Unvermögen mit Spucke und Haargel zu kleben.
Und hier stehen wir nun. Mit mehr Fragezeichen als je zuvor und dem sicheren Gefühl, dass Bryan Bertino, der Schöpfer des Originals, deutlich mehr draufhatte. Selbst der meist unbeliebte THE STRANGERS: OPFERNACHT sieht plötzlich wie eine Glanzleistung aus.

Die neuen THE STRANGERS-Teile, aber insbesondere dieser unwürdige Abschluss, sind hingegen eine Frechheit gegenüber allen Filmfans.
Die gute Nachricht ist aber: wenn dir Teil 1 und 2 gefallen haben, wird dir nicht nur dieser Dritte gefallen, ich kann dir auch den Eiffelturm für wenig Geld anbieten.

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FAQ

Erklärt THE STRANGERS: CHAPTER 3 die Killer des Franchise?

Ja. THE STRANGERS: CHAPTER 3 liefert ausführliche Hintergründe zu den maskierten Tätern und ihrer Verbindung zur Kleinstadt. Gerade dadurch geht allerdings die unheimliche Wirkung verloren, die das Original so stark machte.

Warum funktioniert THE STRANGERS: CHAPTER 3 schlechter als das Original?

Während der Originalfilm von Einfachheit, Atmosphäre und Unsicherheit lebte, überlädt THE STRANGERS: CHAPTER 3 die Geschichte mit Rückblicken, Erklärungen und unnötigen Details. Dadurch wirken viele Szenen konstruiert und deutlich weniger bedrohlich.

Ist THE STRANGERS: CHAPTER 3 noch echter Home-Invasion-Horror?

Nein. Statt klaustrophobischer Bedrohung im eigenen Zuhause setzt schon Teil 2 und Teil 3 noch stärker auf Survival, Waldsequenzen, Slasher-Momente und ausufernde Hintergrundgeschichten.

 

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