Undergrounders: CREEPY CAMPFIRE STORIES 2

Das Lagerfeuer darf um diese Jahreszeit zwar schon etwas höher sein, ansonsten passen Gruselgeschichten aber natürlich bestens in den Oktober. Die CREEPY CAMPFIRE STORIES bieten gleich drei davon, sind thematisch unterschiedlicher Natur und von unterschiedlichen Machern, haben aber gemein, dass es sich jeweils im Niedrigpreissegment bewegen.

Den Anfang macht aber die Rahmenhandlung um vier junge Menschen, die sich an Halloween um ein -man ahnt es- Lagerfeuer versammeln und Horrorgeschichten erzählen.
Die erste, von Alex Lotz erdachte Story namens BRAINSCAN 3000 handelt von einem Computerfreak, der mit Hilfe eines Programms seine tote Schwester zurückholen will. Das FRANKENSTEIN-Prinzip also, nur mit mehr Humor und einer Portion TERMINATOR. Das Ergebnis ist bestens überzogener Fun-Splatter (Mord per Handstaubsauger??).

Geschichte 2 nennt sich PSI, stammt von Daniel Konze und handelt von einem jungen Paar, das sein neues Zuhause bezieht, aber schnell bemerkt, dass dort noch andere Mächte unterwegs sind. Das Segment ist deutlich ernster als sein Vorgänger und erinnert dank Zeiteinblendung und Spukthematik an PARANORMAL ACTIVITY, kann aber kaum Akzente setzen.

Die dritte Lagerfeuer-Geschichte hat Pascal Dieckmeyer gedreht und geht all diejenigen was an, die von GERMANY’S NEXT TOPMODEL bisher ignoriert wurden. Die DEMONIC MODEL AGENCY kann helfen und bietet Teenager Vanessa eine einmalige Chance…doch wie bei Heidi Klum hat alles seinen Preis.

Natürlich muss man im Indie-/Amateurbereich hier und da ein paar Abstriche machen und Schwächen zeigen sich im schauspielerischen Bereich bei längeren Dialogen, alles in allem sind die Geschichten aber kurzweilig und handwerklich im grünen Bereich. Gelungen ist übrigens auch die musikalische Untermalung.

CREEPY CAMPFIRE STORIES feierte auf dem diesjährigen Indigo Filmfest seine Premiere und wird in Kürze auf dem Weekend Of Horrors (6.-8. November) ebenfalls gezeigt.

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