Undergrounders: THE GIRL IN THE ATTIC aus Großbritannien

the girl in the attic

Mit dem Kurzfilm THE GIRL IN THE ATTIC schaffte Michael Mortimer, ein Drehbuchautor und Regisseur aus West Yorkshire (England), einen weitere Eintrag in seiner Regiearbeit. Bei seiner Vorliebe für nicht-lineare Erzählungen und gebrochene Zeitlinien lässt sich Michael Mortimer von Christopher Nolan (TENET) und M. Night Shyamalan (OLD) beeinflussen, um einen psychologischen Erzählstil zu schaffen.

THE GIRL IN THE ATTIC erzählt von einer jungen Frau, die offenbar etwas verwirrt in einem Dachstuhl umherirrt. Bewaffnet mit einer Taschenlampe bemerkt sie schnell, dass sie ganz offensichtlich, den Tönen nach, die sie vernimmt, nicht allein ist. Schnell macht sich ein Gefühl von Panik in ihr breit und ein Ohnmacht ähnlicher Zustand übermannt sie.

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Erneut wacht die Frau auf, nicht mehr auf dem Dachboden, eher in einem Speicher ähnlichem Raum, eng und schmal. Ihr Weg führt sie durch eine Wohnung, hin zu einer anderen Frau, geschmückt mit einem Trauerschleier, die ihr den Rücken zukehrt. Was nun folgt sind Stimmen im Kopf und ein erneutes Aufwachen in einem anderen Teil des Hauses, das Schlafzimmer.

Hier findet sie eine Frau auf dem Bett vor, die kurz darauf wieder verschwunden ist. Bald schon überschlagen sich die Zeitebenen und das ganze beginnt von vorn, nur auf andere Art.

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Den Einfluss von Nolan und Shyamalan merkt man mehr oder weniger in einzelnen Szenen. Nolans Spiel mit Zeitebenen fließt zum Hauptteil in die Handlung und wirkt stimmig. THE GIRL IN THE ATTIC könnte Gefahr laufen, zu verwirrend für den Zuschauer zu sein, wenn die Laufzeit auch nur knapp zehn Minuten hat. Dies hat Michael Mortimer aber smart gelöst. Mit Licht und Farben wird Klarheit geschaffen und gezeigt, was vor sich geht.

THE GIRL IN THE ATTIC ist ein kleiner cleverer Horror-Kurzfilm. Michael Mortimer könnte ein Überraschungstüte sein, bleibt abzuwarten, ob ein größeres Projekt, mit einer Stange Geld, nicht einen neuen  Regisseur der Zukunft zutage befördern könnte.

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