Buch-Review: DAS HAUS DES TODES von Paul Cleave (2012)

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Redaktion: 7

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Paul Cleave: DAS HAUS DES TODES

Der neuseeländische Autor Paul Cleave schreibt Thriller, die in seiner Heimatstadt Christchurch stattfinden. Bereits neun Bücher des Autors hat der Heyne-Verlag auch für deutschsprachige Fans von spannenden Geschichten veröffentlicht. Die Geschichten von Cleave sind oft miteinander verwoben, so dass immer mal wieder dieselben Charaktere auftauchen, was dazu anregt alle seiner Bücher zu lesen.

Inhalt von DAS HAUS DES TODES

Caleb Cole hat einen großen Plan, innerhalb einer Nacht möchte er gleich mehreren Menschen das Leben nehmen. Er hofft, dass er durch Geschicktheit und Schnelligkeit der Polizei lange genug entwischen kann, um sein Meisterwerk zu vollbringen. Er hat alles genau geplant während er seine Gefängnisstrafe abgesessen hat.
Auf der anderen Seite sind der Privatdetektiv und ehemalige Polizist Theodore Tate und der Detective Carl Schroder. Beide wollen den ihnen unbekannten Mörder davon abringen noch weitere Opfer anzuhäufen. Und sie haben einen Nachteil, sie kennen den Plan nicht. Als ein Arzt und seine drei Töchter verschwinden, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

Schlussbetrachtung von DAS HAUS DES TODES

Paul Cleave hat auch in diesem Buch wieder einmal bewiesen, dass er es versteht spannende Geschichten zu schreiben. Bereits nach ein paar gelesenen Seiten ist man in den Sog der Handlung gezogen und will unbedingt wissen wie es weitergeht.

DAS HAUS DES TODES ist aus zwei Perspektiven geschrieben: die des Serienmörders Caleb Cole und die von Theodore Tate. Die Sichtweisen wechseln sich zumeist Kapitelweise ab, was beim Lesen zu Abwechslung führt. Interessant ist vor allem, dass man die verschiedenen Beweggründe der Charaktere aus ihrer eigenen Gedankenwelt kennenlernt. Cleave weiß die Protagonisten so darzustellen, dass sich die Lesenden selbst ihr Urteil bilden können.

Das 572-seitige Buch ist aufregend und mitreißend geschrieben. Nur an einigen Stellen hätte möglicherweise ein wenig weniger ausführlich berichtet werden können – hier sei ganz grob auf Szenen im Schlachthaus verwiesen, die ab und an doch ein wenig langatmig erscheinen. Der Spannung allgemein tun diese minimalen Längen aber keinen Abriss.

Die Geschichte an sich ist schlüssig geschrieben und gut nachvollziehbar. Die Bücher von Paul Cleave hängen zwar alle zusammen, allerdings muss man nicht die anderen Teile kennen, um DAS HAUS DES TODES zu verstehen. Für Fans von den Thrillern aus Christchurch mag es zwar den einen oder anderen Aha-Moment geben, wenn auf eines der anderen Bücher verwiesen wird, aber falls man die nicht kennt, ist man trotzdem nicht verwirrt. Hier schafft der Autor eine sehr gute Ausgewogenheit an sogenannten Fanservice und Wilkommenheißen von neuen Lesern.

DAS HAUS DES TODES, was im Original übrigens deutlich passender LAUGHTERHOUSE heißt, ist ein Buch, dass von sich zu überzeugen weiß. Es ist spannend und weist einige unvorhergesehene Wendungen auf, die die Geschichte glaubwürdiger machen. Im Grunde kann man mit dem Buch nichts falsch machen, es ist solide Unterhaltung.

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