Buch-Review: IN EWIGKEIT von Ian Cushing

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Redaktion: 7

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Veröffentlichung: April 2018
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IN EWIGKEIT ist das zweite veröffentliche Werk von dem Autor Ian Cushing. Im letzten Jahr hat er seinen Debütroman FÜNF MINUTEN veröffentlicht. Die beiden Geschichten sind miteinander verwoben, da es wieder um denselben Protagonisten geht, doch die Erzählstile sind ganz andere. Aufgrund der engen Verbindung der beiden Geschichten, sind beide in dem kleinen Büchlein IN EWIGKEIT abgedruckt.

Inhalt von IN EWIGKEIT

Der namenlose Protagonist kehrt nach einiger Zeit des Reisens wieder einmal in das Zuhause seines besten Freundes ein. Ein zuerst sehr lustiger Abend endet in einer Katastrophe und einem lebensverändernden Ereignis für den Protagonisten.
Auf dem Weg zur Klärung der Ereignisse stolpert der Protagonist immer wieder über philosophische Fragen und wird von seiner Vergangenheit eingeholt.

Resümee zu IN EWIGKEIT

Die Geschichte von Ian Cushing entwickelt sich langsam und wird in einem ruhigem Tempo erzählt. Auch wenn die Ereignisse schlimm sind, wird durch den Erzählstil stets eine gewisse Distanz zum Geschehen gehalten. Diesen Umstand kann man begrüßen oder kritisieren, da so auch immer eine Distanz zum Protagonisten gehalten wird und er unnahbar wirkt. Hier sind persönliche Vorlieben unterschiedlich.

Der Schreibstil an sich ist sehr angenehm und macht beim Lesen Freude. Cushing verzichtet auf allzu komplizierte Sätze, auch wenn in dem Buch schwierige philosophische Themen behandelt werden.

Die Handlung von IN EWIGKEIT an sich mag schnell umrissen werden, allerdings möchte die Geschichte auch nicht mit einer komplexen Außenhandlung, sondern vielmehr mit der Innenhandlung des Protagonisten glänzen. Da die Erzählung aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, spielen die Gedanken von dem Protagonisten eine große Rolle. Obwohl im Grunde genommen nicht viel passiert, wird die Innenwelt des Protagonisten völlig auf den Kopf gestellt, was sich vor allem in Verbindung zu FÜNF MINUTEN (dem Vorgänger und nun Anhang zu IN EWIGKEIT) zeigt.

Das knapp 200-seitige Buch beinhaltet keine grausigen Serienmörder oder Kannibalen, sondern behandelt die Art von Horror, die durchaus in der Realität stattfindet. Besonders der zweite Teil des Buches lässt sich so gut beschreiben. Während es im ersten Teil den ein oder anderen fantastischen und/oder mysteriösen Moment gibt, befasst sich der zweite Teil mit der „harten“ Realität des Lebens. Die Geschichte wird hier in Form von Tagebucheinträgen erzählt und der Protagonist schildert seine Ansichten zum Sinn des Lebens, was sehr in Richtung Existentialismus geht.

IN EWIGKEIT ist kein klassisches Horrorbuch. Trotzdem behandelt es Themen, die eindeutig dem Genre zuzuordnen sind. Mehr als Blut und Gewalt, liegt jedoch die Frage nach dem Sinn des Lebens und einem möglichen Leben nach dem Tod im Fokus der Geschichte. Cushing hat hier ein Buch veröffentlicht, welches zum Nachdenken anregt. Ganz im Sinne des Protagonisten: „Falls Sie mir Glauben schenken, vermag ich nicht weniger zu erreichen als dass Ihre Seelen in Ewigkeit gerettet werden.“

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