Special: Unhappy Endings

sieben film

Seid ihr auch genervt von erzwungenen Happy Ends, die zwar keinen Sinn ergeben, aber sich offensichtlich gut verkaufen? Rettungen in letzter Sekunde, Wiederauferstehungen der Helden, all das ist nichts für euch?

Wir haben hier 11 Filme und Bücher, deren Ende kein Grinsen hinterlässt. Stattdessen bleibt man mit einem Gefühl der Leere oder sogar Wut zurück.

Da wir hier vor allem über das Ende sprechen, sind SPOILER nicht zu vermeiden. Seid also vorsichtig, wenn ihr euch den Spaß nicht verderben wollt.

EDEN LAKE

So sehr man Hauptfigur Jenny nach allem was sie durchmachen musste ein Happy End wünscht, es wäre unpassend gewesen. Wir erfahren nicht, was mit ihr geschieht, nachdem sie in die Hände der Familie fällt, aber vielleicht ist es das, was dieses Unhappy End noch schlimmer macht.

Eden Lake

DER VERBOTENE SCHLÜSSEL

Der Blick des alten Mannes am Ende des Films verrät, dass alles hätte vermieden werden können. Zu spät. Gefangen in fremden, alten Körpern, nahezu bewegungsunfähig und ohne Möglichkeit zur Kommunikation gibt es für die Protagonisten keine Fluchtmöglichkeit.

BURIED

Ein Film mit nur einem Schauspieler…und der überlebt noch nicht einmal. Anderthalb Stunden macht der Zuschauer nichts anderes, als mit Paul Conroy zu fiebern, zu hoffen, dass er doch noch seinem Grab entrinnen kann und gerade wenn etwas Hoffnung besteht, schlägt uns der Regisseur den Spaten in den Nacken.

buried

MARTYRS

Für Hauptfigur Anna gibt es im Film verschiedene Möglichkeiten um auszusteigen. Sie hätte gar nicht ans Telefon gehen müssen, hätte ihrer Freundin nicht helfen müssen, hätte den Geheimgang ignorieren können…stattdessen erleidet sie ein schreckliches Schicksal.

GREEN MILE

Da ist dieser riesige schwarze Mann mit dem Wesen eines Kindes und der gottgleichen Gabe Krankheiten heilen zu können und alles was Stephen King bzw. Frank Darabont einfällt, ist ihn auf den elektrischen Stuhl zu setzen. Das ist nicht fair…(auch wenn die Handlung eher Mystery als Horror ist)

green mile

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE

Wie in GREEN MILE, beweist Stephen King auch hier, dass er bereit ist seine Helden zu töten. Die Katze, der Sohn und zuletzt die Frau der Hauptfigur. Von Anfang an kommt hier wenig Hoffnung auf, das ändert sich auch am Ende nicht.

INSIDE

Nicht nur, dass Sarah ihren Mann verloren hat, eine verrückte Frau in ihr Haus eindringt, so ziemlich jeden tötet, der ihr etwas bedeutet und ihr mit einer Schneiderschere das ungeborene Kind aus dem Leib schneiden will…es gelingt der Irren auch noch.

DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN

Eine Nacht aus der Hölle liegt hinter Ben. Tote wandeln umher und haben die kleine Menschengruppe, die sich in dem Farmhaus verschanzte getötet. Alle bis auf einen. Als der Morgen kommt und Hilfe naht, zeigt sich der Ben am Fenster…und wird prompt von der Kugel einer übermotivierten Bürgerwehr getötet.

die nacht der lebenden toten

DER NEBEL

Alle Hoffnung ist verloren. Ein Nebel mit Gefahren aus einer anderen Dimension scheint jegliches normales Leben ausgelöscht zu haben. Gigantische Monster wandeln über die Erde.
Für die wenigen Überlebenden besteht der einzige Ausweg im Selbstmord. Doch die Entscheidung kommt Minuten zu früh…

der nebel

 

EVIL

Jack Ketchum’s Buch ist schon beim Lesen kaum zu ertragen. Jeder mit einem Hauch Mitgefühl, hat eine Idee was Meg in der Geschichte erleidet. Doch wenn man wenigstens auf ein Happy End hofft, hofft man vergebens. Geschlagen, vergewaltigt, verstümmelt, verbrannt stirbt das Mädchen.
Und wenn man sich dann sagt: „Wenigstens war es nur ein Buch“, erfährt man das Evil auf einer wahren Geschichte beruht.

SIEBEN

Einer der komplettesten Plots der Filmgeschichte. Nie war ein Serienmörder kompromissloser als John Doe. Dass er selbst sterben wird ist Teil des perfiden Plans, nicht aber bevor er auch alle anderen ins Unglück getrieben hat. Finchers nihilistisches Meisterwerk hätte kein Happy End haben können.

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