Review: DEADBEAT (Serie) (2014)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.0

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6/10 (12)

Darsteller: Tyler Labine, Brandon T. Jackson, Cat Deeley
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Es gibt Coke Light und es gibt Coke Zero. Der größte Unterschied der beiden kalorienarmen Brausen besteht darin, dass Light für die Damenwelt vermarktet wird, während man Zero den Herren ans Herz legt. Ähnlich verhält es sich mit der aktuellen Serie DEADBEAT und GHOST WHISPERER, wo Jennifer Love Hewitt einige Jahre lang Geistern dazu verhalf auf die andere Seite zu gelangen und damit ein Publikum anzog, das nach CHARMED nichts zu tun hatte und für etwas Kitsch offen war.

Nicht so DEADBEAT, wo die Hauptfigur Kevin von Tyler Labine (TUCKER & DALE VS. EVIL) gespielt wird. Der hat zwar ebenfalls die Macht Geister zu sehen und mit ihnen zu sprechen, ist aber außerdem ein verkiffter und ständig abgebrannter Loser, der vor Sex mit Renterinnen ebensowenig zurückschreckt, wie davor einem orthodoxen Juden Schweinefleisch zu verabreichen.

DEADBEAT tyler labine serie

Gemeinsam haben beide Serien hingegen, dass sie nicht wirklich gruseln wollen. Im Falle von DEADBEAT drückt sich das in einer FSK 12 – Freigabe aus, die vor allem aufgrund der zahlreichen politisch inkorrekten Gags zustande kommen dürfte. Ja, ab und zu gibt es auch etwas Blut, aber insgesamt sind vegane Schnitzel mehr Gore.

Die Effekte beschränken sich darauf, dass durchsichtige Geister mit Glitterrand zu sehen sind und bei Erlösung wie eine Sternschnuppe durchs Bild huschen, um dann meist eine Glühbirne zu zerstören. Besonders stümperhaft ist ein Geist, der schwer an Slimer von den GHOSTBUSTERS erinnert, ein Blob-artiges Wesen also, dessen einzige Bewegung das linke Auge macht.

Deadbeat serie

Der Hauptaugenmerk liegt bei DEADBEAT aber auf dem Humor. Obwohl die Gags teilweise zweitverwertet werden, gibt es lustige Augenblicke, was neben dem vielerorts anzufindenden schwarzen Humor aber auch vor allem an der liebenswerten Art Tyler Labines liegt. Die meisten anderen Schauspieler sind unbekannte Namen, was nicht weiter verwundert, denn dass die Serie mit kleinem Budget entstand, ist jederzeit sichtbar.

DEADBEAT tyler labine

Die ersten paar Folgen sind trotzdem kurzweilig, zum Ende hin baut die Serie aber ab.
Da jede der 10 Episoden von Staffel 1 lediglich 22 min dauert, ist DEADBEAT ein hübscher Snack für zwischendurch. Anders als viele aktuelle Serien wird auf eine fortlaufende Geschichte zudem weitestgehend verzichtet. Zwar liegt Kevin im Dauerclinch mit dem Möchtegern-Medium Camomile, die zwar keine übernatürlichen Fähigkeiten aber fiese Tricks auf Lager hat, dies ist aber nur ein loser roter Faden und ansonsten ist jede Episode in sich abgeschlossen.

Fazit:
Der ganz dicke Reisser ist DEADBEAT nicht geworden, daher gilt hier, was auch gegen den Synthetikgeschmack von Cola Light und Cola Zero hilft: mit viel Alk verdünnen.

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