Review: MARA (2018)

Mara - Cover
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.5

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7/10 (1)

Darsteller: Olga Kurylenko, Craig Conway, Javier Botet, Rosie Fellner, Lance E. Nichols, Mackenzie Imsand, Ted Johnson
Regie: Clive Tonge
Drehbuch: Clive Tonge, Jonathan Frank
Länge: 98 Minuten
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 07.12.2018
Verleih/ Vertrieb: Universum Film-Verleih
FSK: ab 16

Filme über Schlafparalyse – dem Zustand, bei dem man aufwacht und sich nicht bewegen kann, der Körper also noch im Schlaf feststeckt, gab es in den letzten Jahren bereits einige. 2015 erschien THE NIGHTMARE, ein Jahr später folgte DEAD AWAKE und 2017 beschäftigte sich NIGHTMARE – SCHLAF NICHT EIN mit derselben Thematik. Kein Wunder, denn die Schlafparalyse bietet sich für Horrorfilme geradezu an: oftmals sehen die Betroffenen unheimliche Gestalten und manche bringen die Geschichten von Entführungen durch Aliens mit ihr in Zusammenhang. MARA von Regisseur Clive Tonge ist also ein weiterer Film, der sich mit diesem interessanten Phänomen beschäftigt.

Mara - Kate endeckt ein Opfer

Inhalt von MARA

Die Polizeipsychologin Kate wird zu einem Tatort gerufen. Eine Frau soll ihren schlafenden Ehemann ermordet haben. Die Frau behauptet jedoch, dass die Dämonin Mara den Mord begangen hat. Kate lässt die Ehefrau in die Psychiatrie einweisen. Sie merkt kurz darauf jedoch, dass an der Geschichte um Mara vielleicht doch mehr dran ist, als sie selbst Besuch von der Dämonin bekommt.

Resümee zu MARA

Die Grundidee des Films ist interessant. Dämonen, die Schlafende überfallen gibt es bereits seit Jahrhunderten in Sagen und Erzählungen rund um den Globus. In Europa sind hier vor allem Alben und Inkubi verbreitet. Beide Gestalten setzen sich in der Nacht den Schlafenden auf die Brust und sorgen so für Albträume. Der Schritt, dass der Dämon die schlafende Person umbringt ist da für einen Horrorfilm naheliegend. Leider hapert es bei MARA ein wenig an der Umsetzung.

Mara - Eine Tote im Bett

Die Geschichte in MARA hat Potenzial, das sich vor allem in den Szenen zeigt, in denen Mara selbst auftaucht und die Personen in der Schlafparalyse stecken. Die meiste Handlung dazwischen ist leider nicht sonderlich packend oder originell. Natürlich versucht die Psychologin das Rätsel um die mutmaßlich mordende Mutter zu lösen und natürlich stößt sie dabei auf einen manisch wirkenden Mann, der ein Zettelwirrwarr an seinen Wänden hängen hat und von Mara besessen scheint. Als Grundmotivation für Kates Handlungen wird die Tochter der Verdächtigten genutzt, die dafür aber sehr wenig in MARA vorkommt. Und so fragt man sich im Laufe des Films manchmal, warum sie jetzt eigentlich das alles auf sich nimmt.

Mara - Kate sucht nach einer Lösung

Mit Olga Kurylenko ist ein ehemaliges „Bond Girl“ in die Hauptrolle von MARA gecastet worden. Die macht ihren Job relativ gut und bringt die Abwärtsspirale ihres Charakters überzeugend rüber. Alle anderen Darstellenden sind mehr oder weniger schmückendes Beiwerk und recht farblos, von Mara selbst mal abgesehen. Die namensgebende Dämonin wird von Javier Botet verkörpert, der unter anderen bereits in SLENDER MAN, POLAROID und THE CONJURING 2 als mordendes Monster zu sehen ist. Leider scheint die Maske bei ihm etwas versagt zu haben und Mara wirkt ein wenig lächerlich. Die Geräusche, die sie bei jeder Bewegung macht und an knorrige Bäume erinnern, sind da nicht hilfreich. Die unheimlichen Bewegungen macht Botet allerdings sehr gut.

MARA ist der erste Film in Spielfilmlänge von Regisseur Clive Tonge und so mag man ihm einige Schwächen vielleicht verzeihen. Insgesamt gesehen ist MARA ein relativ unterhaltsamer Film, der einige spannende Szenen hat. Aber wenn man ihn nicht sieht, verpasst man auch nichts.

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