Review: RUPTURE (2016)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.5

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5.2/10 (24)

Darsteller: Noomi Rapace, Peter Stormare, Kerry Bishé
Regie: Steven Shainberg
Drehbuch: Brian Nelson
Genre: Alien/Sci-Fi Torture / Extrem
Land: Kanada,USA,
FSK:

Zu RUPTURE sagt man am besten sehr wenig oder alles.
Wer sich für die erste Variante entscheidet, dem sei nur gesagt, dass Noomi Rapace darin die alleinerziehende Mutter Renee spielt, die auf offener Straße entführt und in eine Art Labor gebracht wird, wo man sie nicht nur unangenehmen Untersuchungen aussetzt, sondern sie auch ganz gezielt mit ihren Ängsten quält.

Wer nun doch lieber etwas mehr wissen will, ist herzlich eingeladen weiterzulesen und auch wenn wir um ein paar Spoiler nicht herumkommen (die aber auch die Beschreibung der DVD-Hülle hergibt), werden wir nicht alles offenbaren, was der Film birgt.

Klar ist aber, dass RUPTURE auf den ersten Blick sowohl an unfreiweillige Mutproben der Marke SAW, als auch an slowenische Folterkelleroptik a la HOSTEL erinnert und so ist die Torture Porn – Zuordnung nicht weit.
Allerdings werden in dem Fall keine Gliedmaßen abgetrennt – tatsächlich ist RUPTURE weitestgehend blutleer – sondern stützt sich auf psychologischen Schrecken, der im Fall von Renee auf einer Angst vor Spinnen basiert.

Wer sich nun fragt, wo man zuletzt gesehen hat, dass die Protagonisten in einen durchsichtigen Helm mit jede Menge Achtbeinern gezwängt wurden….richtig, im Dschungelcamp.
Gegen diese Art Horror ist man als erfahrener Ekel-Zuschauer also schon mal abgestumpft, aber RUPTURE hat noch mehr zu bieten, denn die Damen und Herren Entführer sind keine normalen Menschen und schon gar keine motivlosen Foltermetzger, sondern verfolgen höhere Ziele.

Zugegeben, so wie hier hat man die Thematik der menschenentführenden Aliens noch nicht verpackt, aber neu ist ja nicht zwingend besser.
Sicher, finden sich ein-zwei What The Fuck – Momente ein, ansonsten sieht man Noomi Rapace aber Fluchtversuche unternehmen, die weder zielführend sind (außer um uns Mitgefangene vorzustellen), noch allzu packend, dafür aber Fragen aufwerfen, wie die, woher in scheinbar verwaisten Flursackgassen plötzlich raumtrennende Glasscheiben aus der Decke kommen oder wie man ohne Leiter in hohe Luftschächte kriechen kann.

Nun muss man es mit Sinn und Logik im fantastischen Kino nicht übertreiben und weder die Effekte noch die schauspielerische Leistung sind übel. Menschen mit Phobien, vor allem Arachnophobie werden womöglich sogar eine grandiose Desensibilisierungstherapie für sich entdecken.

Andere werden den eigenwilligen Mix aus Sci-Fi, Action, Kammerspiel, Folterhorror und Entführungsthriller loben.
Trotzdem ist RUPTURE weniger als die Summe seiner Einzelteile, ja wirkt in den Details sogar relativ lieblos und kommt daher nicht über das Prädikat Mittelmaß hinaus.

 

5.5

 

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