Review: ERPRESSUNG (2016)

 

 
Overview
 

Darsteller: Eion Bailey, Bethany Joy Lenz, Barkhad Abdi
 
Regie: Phil Volken
 
Drehbuch: Phil Volken
 
Länge: 105 min
 
FSK: ab 12
 
Veröffentlichung: 30. Juni 2017 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Ascot Elite
 
Genre: ,
 
Land: ,
 
Bewertung
7.0
7.0/ 10


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Posted 27. Juni 2017 by

Wir sagen es immer wieder, bleibt besser daheim. Schließt euch ein, geht nicht vor die Tür und fahrt schon mal gar nicht in exotische Länder.
ERPRESSUNG ist mal wieder der Beweis, dass Urlaub tödlich ist.

Der Arzt Kevin Riley freut sich auf ein paar erholsame Tage mit seiner Frau und seinem Sohn in der Karibik. Vor Ort mietet die Familie ein kleines Boot bei Einheimischen und schippert einige Stunden aufs Meer hinaus, wo sie eine unbewohnte Insel entdecken. Dumm nur, dass auf dem Rückweg der Motor nicht wieder anspringt und sie auf dem verlassenen Eiland ohne Trinkwasser festsitzen.

Mit Erpressung hat das noch nichts zu tun, aber der Film steckt voller Wendungen und wer sich jeden Ansatz von Spoilern ersparen will, dürfte hier schon nicht mehr weiterlesen…….denn ERPRESSUNG ist kein reines Survival-Abenteuer, sondern bringt zwei einheimische Fischer ins Spiel, die die Familie aufgreifen, für ihre Tat aber eine hohe Belohnung fordern.
Während Kevin alles daran setzt das Geld aufzutreiben, bleibt seine Familie auf einer Insel zurück und schon bald überschlagen sich die Ereignisse, die aus dem Arzt gleichermaßen Jäger und Gejagter machen.

Beinahe unnötig zu erwähnen, dass ERPRESSUNG keine Härterekorde bricht, das garantiert alleine das „ab 12“ Siegel, aber der Film ist spannend und weiß wann er doch etwas Gewalt ins Spiel bringen muss.

Damit ist in den ersten Minuten gar nicht zu rechnen, denn es ist schon unglaublich wie einfältig sich die drei Touristen in Gefahr begeben und dass die Kameraarbeit in den zunächst ruhigen Szenen wirkt als wären wir bereits auf See oder einige Schnitte unpassend erscheinen, verspricht ebenfalls zweifelhaftes Vergnügen.
Ein paar Logiklücken tauchen zwar auch später wieder auf, aber nichts was sich mit etwas gutem Willen nicht doch erklären ließe.

Gelungen ist vor allem die Darstellung der vermeintlichen Helfer. Barkhad Abdi, den man aus CAPTAIN PHILLIPS kennt, spielt hier eine ganz ähnliche Rolle wie an der Seite von Tom Hanks. Nicht nur sehen wir ihn meist auf einem Schiff, er ist auch nicht einfach böse, sondern hat seine Beweggründe, lässt aber auch keine Zweifel an seiner Gewaltbereitschaft.
Sein Partner ist noch weniger der typische Bösewicht, ihm scheint die ganze Aktion eher unangenehm zu sein.

Gemeinsam haben die beiden, dass der verzweifelte Kevin sie finden muss, um seine Familie zu retten und gleichzeitig selbst von der Polizei verdächtigt wird, wo mit Danny Glover (LETHAL WEAPON) ebenfalls ein alter Bekannter in einer bekannten Rolle mitspielt.
Das ist grundsätzlich ein Thema, das an Filme wie AUF DER FLUCHT erinnert, trotzdem bietet ERPRESSUNG die eine oder andere Überraschung. Teilweise wirkt es aber auch hilflos, wenn der pure Zufall über den weiteren Verlauf des Films entscheidet.
Das fiel wohl auch Regisseur/Autor Phil Volken auf, der mit zunehmender Spieldauer vermehrt auf Action setzt.

Ob man vor der wunderbaren Kulisse Puerto Ricos nun Lust auf eine Reise dorthin bekommt oder aufgrund der gezeigten Ereignisse lieber an die Ostsee fährt, muss nun jeder für sich entscheiden, ERPRESSUNG ist aber eine spannende Angelegenheit mit einigen Logiklöchern.

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