Review: DARK HOUSE (2014)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.0

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5/10 (12)

Darsteller: Luke Kleintank, Alex McKenna, Anthony Rey
Regie: Victor Salva
Drehbuch: Charles Agron, Victor Salva
Land:
Genre:

DARK HOUSE ist der erste Film von Victor Salva seit dem mauen ROSEWOOD LANE vor einigen Jahren und wem der Ausflug ins Thriller-Genre nicht zusagte, kann sich darüber freuen, dass das neueste Werk eher wieder die Nische bedient, die Salvas bekanntesten Film JEEPERS CREEPERS ausmachte.

Story:
Obwohl Nick besondere Fähigkeiten besitzt, hat es der junge Mann nicht einfach. Berührt er einen Menschen, dessen Tod kurz bevor steht, sieht und durchleidet er selbst das Ereignis.
Dazu kommt seine Mutter, die ihre letzten Lebensjahre in einer psychiatrischen Anstalt verbrachte, bei einem Großbrand ums Leben und die Überraschung ist groß, als Nick ein Haus erbt, das er nicht kennt, das er aber immer wieder gezeichnet hat.
Zusammen mit seiner schwangeren Freundin Eve und Kumpel Ryan macht er sich auf den Weg sein Erbe anzutreten und bringt alle in größte Gefahr.

Man könnte noch einige Zeilen über den Inhalt schreiben ohne zu viel zu verraten und die vielschichtige Story muss auf jeden Fall als Pluspunkt von DARK HOUSE genannt werden. Dafür muss man aber auch mit einer zunehmenden Zahl von Fragen leben können, die erst spät wieder abgebaut werden.

dark house

Da ist das seltsame alte Haus, das eigentlich von einer Flut weggespült wurde, aber in erstaunlich gutem Zustand wieder dasteht, da sind Nicks Fähigkeiten, da ist die plötzlich verlassene Kleinstadt, da ist der zerlumpte Typ, der in dem Haus gastiert und da sind eine ganze Reihe axtschwingender Typen im Wald.
Der zerlumpte Typ ist übrigens Tobin Bell, besser bekannt als Jigsaw aus den SAW-Filmen, der hier nicht nur einen undurchschaubaren Charakter gibt, sondern auch mal mit seinem Friseur reden sollte.
Einen besseren Haarschnitt hat hingegen Nicks Mutter (gespielt von Lesley-Ann Down (FACKELN IM STURM)). Die sitzt zwar seit Jahren in einer psychiatrischen Klinik fest, erhält aber offenbar nicht nur regelmäßig Gesichtsstraffungen, sondern trägt auch eine Frisur, als würde sie in Kürze zum Opernball gehen.

dark house 2

So interessant die Geschichte, so fragwürdig das Verhalten der Protagonisten. Nick, Eve und Ryan werden vernünftig in die Handlung eingebaut und man hat nicht den Eindruck es mit Hohlbirnen zu tun zu haben, warum im Angesicht des Todes Sex und Babybauchstreicheln auf der Tagesordnung stehen oder man statt die Tür zu verrammeln, selbige weit offen stehen lässt, muss man den Drehbuchautor fragen. Der hört übrigens auf den Namen Charles Agron ist gibt mit DARK HOUSE sein Debüt.
Gute Idee, mäßige Umsetzung.
An der Umsetzung hapert es aber auch auf Seiten des Regisseurs. Einige Szenen scheinen nur da zu sein, weil sie sich in einem Horrorfilm gut machen, ergeben aber wenig Sinn. Victor Salva schafft einerseits eine eigenwillige Stimmung, die wie schon in den besseren Momenten von JEEPERS CREEPERS eine alptraumhafte Atmosphäre entwickelt, der große Schrecken bleibt aber aus.
Die zahlreichen seltsamen Gestalten, die mit ihren Äxten die Wälder unsicher machen, wirken sogar unfreiwillig lustig, laufen sie doch wie Affen.

dark house tobin bell

Unterm Strich kann man sich DARK HOUSE aufgrund seiner nett erzählten Geschichte durchaus geben, muss sich mit Klischees und Albernheiten aber abfinden.

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