Review: BLADE OF THE IMMORTAL (2017)

 

 
Overview
 

Darsteller: Takuya Kimura, Hana Sugisaki, Sôta Fukushi
 
Regie: Takashi Miike
 
Drehbuch: Tetsuya Oishi
 
Länge: 141 min
 
Veröffentlichung: 11.01.2018 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Ascot Elite
 
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Land: ,
 
Freigabe:
 
Bewertung
6.5
6.5/ 10


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Posted 10. Januar 2018 by

Egal, wie fleißig du bist, Takashi Miike ist fleißiger.
Es gibt wohl kaum einen Regisseur, der so viele Filme abdreht und dabei auch noch oft Qualität bietet.
BLADE OF THE IMMORTAL ist sage und schreibe Miikes hundertster Regieeinsatz (Film und TV-Serien) und während wir uns fragen, wann der Mann schläft, lernen wir Film einen Herren mit einem ganz anderen Problem kennen.

Manji ist unsterblich. Bei dem Versuch seine Schwester  aus den Händen einer Verbrecherbande zu befreien, wurde der schwertfertige Samurai schwer verletzt und bekommt von einer uralten Nonne Blutwürmer eingepflanzt, die ihn am Leben halten.
Manji kann Schmerz spüren, seelisch und körperlich, aber er kann nicht sterben. Seine Wunden verheilen, selbst abgetrennte Gliedmaßen wachsen wieder an. Was für viele wie ein Traum klingt, ist für den Kämpfer eine Qual. Er wünscht sich den Tod.
Als die junge Rin in sein Leben tritt, die den Mord an ihren Eltern rächen will, hofft Manji durch das Töten vieler schlechter Männer endlich Frieden zu finden.

Mit 141 Minuten Länge ist BLADE OF THE IMMORTAL alles andere als eine gewöhnliche Revenge-Story, sondern viel mehr ein Epos und episch sind auch die ausufernden Kämpfe geraten.
Im fernöstlichen Kino sind ausgeprägte, lange Schwertkämpfe gerne gesehen und natürlich fallen dabei ordentlich Späne. Wer hier noch den Überblick über den Bodycount behält: Glückwunsch.
BLADE OF THE IMMORTAL gehört zu den Werken, die vor einigen Jahren wohl kaum mit einer „ab 16“ Freigabe durchgerutscht wären.

Wenn ein Mann eine ganze Hundertschaft aufmischt, dauert das aber und das ist zugleich Manko des Films. Auch wenn die Fights gut choreographiert sind, stellen sich die Gegner oft brav in eine Reihe, statt den umzingelten mit gemeinsamer Anstrengung in handliche Stücke zu hacken. Das ist so spannend wie bei Aldi an der Kasse anstehen, aber weniger realitätsnah.
Die Narben, die Manji und andere Krieger tragen, wirken ebenfalls nicht echt, in gewisser Weise aber auf typisch japanische Weise überzogen.

Davon abgesehen haben wir es hier keinesfalls mit einem schlechten Film zu tun. Miike und seine Mannschaft liefern immer wieder optisch ansprechende Shots und die tragische, entfernt an HIGHLANDER erinnernde Geschichte beruht auf dem Manga von Hiroaki Samura, das auch schon als Anime umgesetzt wurde.
Vielleicht ist die ein oder andere Szene schon zu routiniert, aber wer ein Arbeitspensum wie Miike hat, verfügt über wenig Zeit für allerkleinste Details, dafür aber viel Erfahrung, um mal eben ein paar beeindruckende Aufnahmen aus dem Ärmel zu schütteln.

Daher ist BLADE OF THE IMMORTAL zwar nicht ohne Schwächen, aber trotzdem ein gelungenes Samurai-Movie, das unter Japan-Fans mit Hang zum Übernatürlichen sicher Freunde finden wird.

 

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