Review: VICIOUS FUN (2020)

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 8.0

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Darsteller: Evan Marsh, Amber Goldfarb, Ari Millen
Regie: Cody Calahan
Drehbuch: Cody Calahan, James Villeneuve
Länge: 101 min
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 04. November 2021 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Dropout Cinema, Cinema Obscure

Es gibt Berufsgruppen, die kommen im Horrorfilm einfach zu kurz. Während Polizisten, Pathologen oder Betreuer von Jugendgruppen immer wieder auftauchen, sind selbsternannte Teilzeit-Horrorfilm-Kritiker selten Bestandteil.
VIOLENT FUN schließt diese Lücke und rennt bei uns selbsternannten Teilzeit-Horrorfilm-Kritikern (nicht nur deswegen) offene Türen ein.

Story:
Joel schreibt für das Magazin Violent Fanatics, ansonsten ist sein Leben eher ereignislos und WG-Mitbewohnerin Sarah, auf die er ein Auge geworfen hat, geht lieber mit den coolen Jungs aus. Als Joel einem von ihnen in eine Bar folgt, endet das nicht nur in einem trostlosen Besäufnis, Joel landet auch in einem obskuren Hinterzimmer-Treffen. Der Stuhlkreis deutet zunächst auf eine gewöhnliche Selbsthilfegruppe hin, doch der unbedarfte Nerd ist in ein Treffen der unterschiedlichsten Serienmörder des Landes gestolpert und braucht nun sein ganzes Horrorwissen, um nicht aufzufliegen.Vicious-Fun-rezension

Horrorfilme retten Leben

Wir sagen es immer wieder, Horrorfilme retten Leben.
Ganz so einfach kommt Joel aber nicht durch die blutige Nacht.
VICIOUS FUN ist exakt was der Titel verspricht. Böser Spaß.

Angesiedelt die Geschichte in den 80ern, der Synthiescore untermalt das und Joel-Darsteller Evan Marsh (OUR HOUSE) erinnert nicht zuletzt wegen der roten Weste an Michael J. Fox in ZÜRICK IN DIE ZUKUNFT, aber auch an Anton Yelchin.
Nun kann man natürlich kritisieren, dass Horrorfilme in den letzten Jahren zu oft die goldenen 80er aufgriffen und ganz sicher kann man kritisieren, dass VICIOUS FUN teils Slapstick-artig ist und gerne mal betontes Overacting einsetzt.
Nichts davon muss man mögen und wer ernsthaften Horror sucht, ist hier denkbar falsch.

vicious fun 2021

Allerdings verfügt der Film über ein gutes Timing, bringt Tempo mit und macht an der Brutalfront keine Gefangenen.
Um mal im 80er-Jargon zu bleiben: es bleibt kein Auge trocken.

Unterstützung erhält Joel übrigens von einer jungen Dame, die sich mit den Killern auskennt und jedem von ihnen zur Strecke bringen will.
Auf der anderen Seite haben wir einen hageren älteren Herren, der eine Liebe zu Spritzen hat, einen Killer der Yakuza, einen staatlich geförderten Killer und einen hochintelligenten Psychopathen.
Vicious Fun kritik

VICIOUS FUN bietet genau, was der Titel verspricht

Letzterer ist eine köstlich-sinistre Kunstfigur, dem die blond gefärbten Haare überhaupt nicht stehen, der aber aussieht wie eine Mischung aus Ted Levine als Buffalo Bill in DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER, Owen Wilson in ZOOLANDER und Matthew McConaughey.
Als weitere Killer-Darsteller sehen wir den immer schmierigen David Koechner (CHEAP THRILLS, SCOUTS VS. ZOMBIES) und den riesigen Robert Maillet (BECKY, 300).

Obwohl die Bösewichte ihre Opfer auf verschiedene Weise töten, bedient man sich nur wenigen direkten Filmreferenzen und lässt sie ihr eigenes Ding machen.
Genrefans – und für die ist der Streifen gemacht – werden trotzdem vertraute Elemente wiedererkennen.

Sicher, VICIOUS FUN ist kein großer, teurer Film, die Beleuchtung sitzt manchmal nicht und manche Kulisse sieht eben wie eine Kulisse aus. Da der Film aber auf Leichtigkeit setzt und von Anfang an jede Ernsthaftigkeit von sich weist, sollte man dies nicht überbewerten.

Fazit: Blutiger, unbeschwerter, kurzweiliger Spaß!

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