Review: CREATURE (2011)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.5

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6.4/10 (28)

Darsteller: Sid Haig, Amanda Fuller, Mechad Brooks
Regie: Fred Andrews
Drehbuch: Fred Andrews
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Genre:

CREATURE ist ein Titel, der einem auch dann bekannt vorkommt, wenn man den Film nicht kennt. Das gilt für den Namen, aber vor allem für den Inhalt.
6 junge Leute; ein Van in einer einsamen Ecke Amerikas; ein paar grummelige Einheimische, die wirre Warnungen vor dem aussprechen was in der Gegend umgeht; Ignoranz der Großstädter, die sich über die Landeier lustig machen und nach einem Abend mit Party, Sex und Drogen in kleinen Stückchen enden.
Nun liegt es an euch, ob ihr CREATURE einschaltet, weil er genau diese Zutaten bietet oder stattdessen nach doch lieber was anderes schaut.

Im Einzelnen sieht die Sache so aus, dass drei hübsche Pärchen auf dem Weg nach New Orleans sind und beim Nachladen von Bier in einem Laden im Nirgendwo die Geschichte von „Lockjaw“ aufschnappen, einer halb-Mensch-halb-Alligator-Kreatur, die in einer Hütte in den Sümpfen lebt. Die Neugier ist geweckt und die Gruppe beschließt dort draußen die Nacht zu verbringen. Nachdem reichlich Alkohol fließt, illegale Rauchwaren umher gereicht werden und sich jeder mal ausgezogen hat, muss man feststellen, dass sich nicht nur allerlei Getier im Wald herumtreibt, sondern an der Legende von Lockjaw mehr dran sein könnte.

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CREATURE könnte als Symbiose von DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS und HATCHET durchgehen.
An Jack Arnolds Klassiker erinnert der Film aber vor allem wegen dem schuppigen Monster. Was 1954 sicher als bahnbrechend schrecklich durchging, ist heute nur noch Durchschnitt, allerdings ist auch Regisseur/Autor Fred Andrews der gleichen Auffassung und versteckt das Wesen lange Zeit in der Dunkelheit.
Adam Greens HATCHET bietet sich als Vergleich noch mehr an, denn wie dieser spielt CREATURE in den Sümpfen Louisianas und enthält nicht nur ebenfalls einen tragisch-monströsen Hintergrund sondern auch alle Bestandteile eines handgemachten B-Slashers.

Während HATCHET schon nicht durch große Innovationen glänzte, enthielt der Film aber doch ein äußerst unterhaltsames Augenzwinkern und mit Robert Englund, Tony Todd und natürlich Kane Hodder einige Stars des Horrors. Humor lässt CREATURE völlig vermissen, andererseits darf man sich fragen, ob es möglich ist, alle denkbaren Klischees so ausgiebig zu fahren ohne zumindest hinter der Kamera zu kichern.

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Die Horrorgröße in CREATURE ist Sid Haig (HAUS DER 1000 LEICHEN, THE DEVIL’S REJECTS), der mit begrenztem Minenspiel (Augenrollen oder – aufreißen, wahlweise mit diabolischem Grinsen) auch nur wie die Karikatur eines Schauspielers wirkt. Ansonsten ist das Mitwirken von Amanda Fuller erwähnenswert, die in RED, WHITE & BLUE eine ungleich ernstere und schwierigere Rolle spielte und hier als austauschbares Opfer daherkommt.

Allen Stereotypen zum Trotz beginnt der Film nach einiger Zeit Spaß zu machen, denn man muss ihm lassen, dass er sein Ding konsequent durchzieht und bewusster Humor oder unfreiwillige Komik für den Zuschauer zum gleichen Ergebnis führen.
Die Story wird gradlinig erzählt und (unlogische) 360°-Turns wirbeln nur kurz Staub auf, bevor man den eingeschlagenen Kurs weiterverfolgt.

Damit bietet sich der Film für einen Filmabend in Gesellschaft gleichgesinnter an, bei dem man Wetten darauf abschließt, wer als erstes stirbt und wer überlebt (ich lag falsch) oder auch mal eine Rauchen gehen kann, ohne den Anschluss zu verpassen.

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