Review: OFFICE UPRISING (2018)

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FSK: ab 16

Wer im Büro arbeitet, stand vielleicht selbst schon einmal vor dem Ausrasten. Der zweite Film in Spielfilmlänge von Regisseur Lin Oeding handelt genau davon: in einem großen Bürokomplex eines Waffenherstellers rastet ein Großteil der Belegschaft aus. Ihr fühlt euch an MAYHEM (2017) erinnert? Wir auch.

Inhalt von OFFICE UPRISING

Desmond hat einen Job bei einem Waffenhersteller, mit dem er nicht besonders zufrieden ist. Er macht nur das Nötigste und programmiert nebenbei an seinem Videospiel. Als die Firma einen Energydrink an die Mitarbeiter*innen verteilt, der sie als Nebenwirkung temporär in blutrünstige Monster verwandelt, muss Desmond allerdings hart arbeiten, um am Leben zu bleiben – wie praktisch, dass genug Waffen in Reichweite sind.

Resümee zu OFFICE UPRISING

Die Handlung von OFFICE UPRISING erinnert sehr an MAYHEM mit Steven Yeun, der nur ein Jahr vorher veröffentlicht worden ist. Die komplette Handlung findet in einem Büro statt und die Kolleg*innen von dem Protagonisten Desmond verlieren jegliche Zurückhaltung, wenn es um die Durchsetzung des eigenen Willen geht. Während in MAYHEM ein Virus für das Massaker verantwortlich ist, ist es in OFFICE UPRISING ein Energydrink. Kein allzu großer Unterschied.

OFFICE UPRISING nimmt sich selbst nicht allzu ernst, was durchaus positiv zu bewerten ist. Der Humor ist in Ordnung, manchmal allerdings etwas wiederholend und sehr auf Klischees basierend. Beispielsweise sind die Marketingleute natürlich arrogant und wirken, als hätten sie vor wenigen Minuten die letzte Nase Koks gezogen. Das ist nicht besonders einfallsreich, aber trotzdem einigermaßen lustig – zumindest beim ersten Mal. OFFICE UPRISING scheint jedoch ohnehin nicht den Anspruch zu haben, etwas komplett Neues und Originelles zu zeigen, sondern einfach die Zuschauer*innen zu unterhalten. Und das klappt.

Während die Anfang von OFFICE UPRISING eher etwas gemütlich ist und ein wenig an ALLES ROUTINE (1999) erinnert, nimmt der Film im Lauf immer mehr Fahrt auf. Es gibt Schlachten zwischen Bürostühlen, Belagerungen von Büros und am Ende einen Kampf, der alles entscheiden wird. Leider ist das Ende dann so übertrieben, dass es den Spaß an dem Film etwas trübt. Allerdings ist es auch schwer das vorherige noch zu übertreffen ohne zu übertreiben. Womöglich wäre es hier klug gewesen, eine von den blutigen Eskalationen in der Mitte des Filmes einzusparen und ans Ende zu setzen. Der Regisseur Lin Oeding kommt eigentlich aus dem Stunt-Bereich und in dem Zusammenhang sind die vielen, vielen Stunts am Ende nachvollziehbar, aber trotzdem eher unnötig.

Aus der handwerklichen Perspektive ist OFFICE UPRISING gut gelungen. Vor allem Stunts und Effekte sind an dieser Stelle positiv hervorzuheben.
Die schauspielerischen Leistungen sind solide, aber nicht überragend.

Alles in allem ist OFFICE UPRISING ein unterhaltsamer Film, der seine Stärken und Schwächen hat. Die Handlung ist nicht besonders neu oder überraschend, kann aber trotzdem Spaß machen. Man sollte nur nicht direkt vorher MAYHEM gesehen haben…

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