Review: BEDEVILED (2016)

 

 
Overview
 

Darsteller: Saxon Sharbino, Bonnie Morgan, Alexis G. Zall
 
Regie: Abel Vang, Burlee Vang
 
Drehbuch: Abel Vang, Burlee Vang
 
Länge: 95 min
 
FSK: ab 16
 
Veröffentlichung: 24. März 2017 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Ascot Elite
 
Genre: ,
 
Land:
 
Bewertung
2.5
2.5/ 10


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Posted 12. März 2017 by

Kurz nachdem ihre Freundin Nikki unter tragischen Umständen ums Leben kam, erhalten fünf Freunde eine Einladung von Nikkis Handy um eine unbekannte App herunterzuladen.
Die App entpuppt sich als künstliche Intelligenz, die nicht nur das Handy fernsteuern, nicht nur das Licht an- und ausschalten, sondern den Teenies auch mit ihren schlimmsten Ängsten konfrontieren kann.

Zunächst mal: BEDEVILED ist nicht mit BEDEVILLED zu verwechseln. Im Zweifel solltet ihr euch aber unbedingt die Variante mit doppeltem L ansehen und zwar statt dieser Gurke über die wir heute reden.

Hier trifft Apples Siri auf Pennywise alias ES. Auch in BEDEVILED tauchen Clowns auf und wer es mit den Rotnasen nicht hat, wird daraus womöglich seinen Grusel ziehen.
Das ist aber nicht die einzige Weise, auf die der Film punkten will. Ein extralauter Jumpscare jagt den nächsten, Schemen huschen bei 150 Dezibel durchs Bild und natürlich ereignen sich viele Schocks nur, weil die Buddys sich gegenseitig lustige Erschreck-Streiche spielen.
Würde der Film ohne Tonspur laufen, wäre er quasi nicht existent, viel Substanz hat er aber so oder so nicht.

Wenn Mr. Bedeviled mit seinen Opfern Smalltalk führt, bevor er dazu übergeht ihnen Angst zu machen, ist das unfreiwillig komisch. Wer zum Teufel führt eine echte Konversation mit einer (vermeintlichen) Computerstimme?
Fast unnötig zu erwähnen: auch nachdem die Teens bemerken, dass die App böse ist, hilft der „Uninstall“-Button nicht weiter und selbst gezielte Tritte gegen das Smartphone führen nicht zum Erfolg.

Ansonsten scheint es keinerlei durchgängige Regeln zu geben. Mal erschrecken die Gestalten, die Mr. Bedeviled ausschickt, die Freunde nur, manchmal wollen sie ihnen auch ernsthaft an den Kragen und alle tragen plötzlich das Brandzeichen der App auf ihrer Haut.
Dieses sieht übrigens aus, wie das Logo der Deutschen Vermögensberatung…wenn das mal keinen Ärger gibt.

BEDEVILED steht für so ziemlich alles, was im Augenblick mit Horrorfilmen verkehrt ist und genau das ist wohl auch seine Stärke, denn vermutlich wird der Film jene Leute abholen, die einmal im Jahr Horror schauen oder altersbedingt gerade erst den Einstieg ins Genre suchen, also Menschen die auch OUIJA, ANNABELLE und JESSABELLE für eine Offenbarung halten…aber selbst jeder der genannten ist besser als BEDEVILED.

Das kann aber nie darüber hinwegtäuschen, dass die Schauspieler schwach auf der Brust sind, die Dialoge klemmen, nicht einmal die Sexszenen heiß sind. Auch die bläuliche 90er-Jahre-Ausleuchtung, in der immer etwas Kunstnebel wabert, ist 2017 so zeitgemäß wie das Nokia-Handy 3210.
Immerhin, die Masken sind nicht übel. Die stammen auch von Robert Hall, der z.B. bei den LAID TO REST – Filmen Regie führte.

Fazit: Bääh!

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