Review: MEETING EVIL (2012)

 

 
Overview
 

Darsteller: Luke Wilson, Samuel L. Jackson, Leslie Bibb
 
Regie: Chris Fisher
 
Drehbuch: Chris Fisher
 
Länge: 85 min
 
Land: USA
 
Veröffentlichung: 26. Juli 2012 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Sony
 
Genre:
 
Bewertung
7.0
7.0/ 10


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Posted 4. September 2015 by

Hat Samuel L. Jackson eigentlich jemals einen schlechten Film gedreht? Falls ja, habe ich ihn nicht gesehen. Man mag zwar behaupten, dass der 64jährige meist nur den harten Hund spielen darf, was sich auch mit MEETING EVIL nicht ändert, das macht er dafür aber wie kaum ein Zweiter (Jack Nicholson vielleicht ausgenommen).

Jacksons Gegenstück wird von Luke Wilson gespielt, der im Film den Makler John darstellt, der scheinbar zufrieden sein kann: er hat eine hübsche Frau, 2 Kinder, ein Haus mit weißem Gartenzaun. Doch die Geschäfte laufen schlecht und dann klopft auch noch dieser Fremde namens Richie (Jackson) an die Tür, dessen Wagen liegenblieb. John zeigt sich hilfsbereit und plötzlich gerät sein Leben völlig aus den Fugen, denn der Familienvater befindet sich auf Amoklauf mit einem Mörder.
Meeting_Evil_Wilson
Man kann John förmlich dabei zusehen, wie sein Dasein zersplittert und erfährt nach und nach mehr über die Hintergründe die dazu führten. Wir lernen seine Ex-Geliebte kennen, seinen Ex-Boss und erfahren mehr über seine Familie, während sich die Polizei der Sache annimmt. Problematisch für John ist dabei, dass Richie keine Zeugen hinterlässt und man ihm das Blutbad zuschreibt.

Richies Beweggründe bleiben indessen lange schleierhaft. Will er John auf perverse Weise helfen ein anderer Mensch zu werden, ist er einfach ein übersensibler Psychopath, der jeden aus dem Weg räumt, der ihn auch nur unfreundlich ansieht oder ist er gar ein Produkt Johns Fantasie?

Viel bekommt man von den verübten Morden nicht zu Gesicht, meist nur das Endergebnis, dafür ist der Film mit pechschwarzem Humor gespickt und das Zusammenspiel des geschockten Normalos und des lässigen Mörders, der sichtlich Gefallen an dem findet was er tut, ergeben ein klares Plus.
Der Film basiert übrigens auf dem gleichnamigen Roman von Thomas Berger, weswegen es nicht verwundert, dass man bis in kleinere Nebenrollen hinein interessante und ungewöhnliche Figuren findet.meeting evil

Ein Minuspunkt wird für den ein oder anderen sein, dass rückblickend nicht alles was im Laufe der knapp 90 Minuten passierte, einen Sinn ergibt. Dass hier und da etwas Logik geopfert wird (es scheint z.B. in der Kleinstadt so viele Polizisten zu geben, dass sie einander nicht kennen), erlaubt andererseits immer wieder neue Wendungen und Überraschungen.

John und Richie bleiben die ganze Zeit über in der Nähe der Stadt, die in einer recht belanglosen Gegend liegt. Dass die Location beliebig wirkt, ist grundsätzlich verzeihlich, unterstreicht aber, dass MEETING EVIL ein durchschnittlicher kleiner Thriller ist, der von einer überdurchschnittlichen schauspielerischen Leistung getragen wird. Das reicht allemal aus, um die Fahrt zu geniessen!

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