BURY THE DEVIL – Teaser | News

Bury the devil - Exorzismus

Man stelle sich vor, ein Exorzismus-Horrorfilm verzichtet auf die üblichen schnellen Schnitte zur Erhöhung der Dynamik und Hektik, zum Timen von Jumpscares und um den Fokus des Zuschauers zu steuern. BURY THE DEVIL kündigt genau das an. Und Blue Finch Film liefert den ersten Teaser dazu.

Darum geht es in BURY THE DEVIL
Im Zentrum von BURY THE DEVIL steht Julia, eine Hospizschwester, die sich um eine an Demenz erkrankte Patientin kümmert. Doch was zunächst nach einem stillen, tragischen Pflegeeinsatz aussieht, entwickelt sich zunehmend zu einem übernatürlichen Albtraum. Das Haus wirkt verändert, die Atmosphäre kippt, und bald steht der Verdacht im Raum, dass hier nicht nur eine Krankheit wütet, sondern etwas deutlich Dunkleres: Die Patientin scheint besessen zu sein.

One-Shot-Horror in Echtzeit

BURY THE DEVIL von Regisseur Adam O’Brien ist ein übernatürlicher Horror-Thriller und setzt auf das Konzept des One-Shot-Films. Für manche Werke heißt das: ein kompletter Film, abgedreht in zusammenhängenden 90 Minuten ohne Schnitt. Für andere Filme bedeutet es nicht unbedingt, dass technisch wirklich nur eine einzige Aufnahme existiert. Oft wird mit digitalen Effekten gearbeitet, die später unsichtbar eingefügt werden. In der Postproduktion lassen sich problemlos visuelle Effekte ergänzen, etwa Schattenbewegungen, Gesichtsveränderungen, dezente Dämonen-Spielereien oder das Entfernen von Sicherheitseinrichtungen am Set.

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Das Stilmittel ist selten, wurde aber in einigen Filmen umgesetzt, wie zum Besipiel im deutschen Haunted-House-Streifen HOME SWEET HOME – WO DAS BÖSE WOHNT oder im Fiebertraum von einem Film MADS (siehe Bild). Die Filme KIDNAPPED und IRREVERSIBEL – STRAIGHT CUT bieten zumindest einige One-Shot Sequenzen. Außerhalb des Genres hat sich Woody Harrelson zum Beispiel in seinem Regiedebüt LOST IN LONDON (2017) für die One-Shot-Methode entschieden, um ein verrücktes Erlebnis, das er Anfang der 2000er in London hatte, überspitzt nachzuspielen. Um die zweistündige nächtliche Verfolgungsjagd, die an 14 verschiedenen Drehorten in London spielt, auch in einem Dreh bewältigen zu können, waren sechswöchige Proben nötig, die sich bezahlt machten. Zusätzlich traf Harrelson eine irre Entscheidung: Die Uraufführung des Films erfolgte via Livestream während des Drehs!

Warum nutzen Regisseure den One Shot, obwohl bei den Dreharbeiten viel mehr auf dem Spiel steht, wenn in einem einzigen Take gedreht wird? Ein Film im One Shot wirkt wie ein nicht abbrechender Atemzug. Keine Schnitte, kein Sicherheitsnetz, keine diskreten Übergänge. Das erzeugt eine radikale Form von Präsenz.

Fazit und Ausblick

In der Nische des Independent- oder experimentellen Kinos gibt es sicher weitere kleine Projekte, ähnlich wie BURY THE DEVIL, bei denen Exorzismus- oder Besessenheitsmotive mit langen, scheinbar ununterbrochenen Takes verknüpft wurden, aber ich habe keinen weiteren Besessenheits-One-Shot Film gefunden, der hier in Deutschland bekannt wäre. Ob sich das Konzept für BURY THE DEVIL als nervenzerreißende Innovation oder als riskantes Wagnis entpuppt, wird sich erst mit dem offiziellen Start zeigen.

BURY THE DEVIL ist Teil einer Trilogie. Geplant sind auch BURY THE DEVIL: ORIGIN und BURY THE DEVIL: LAST BURIAL.

Seine Premiere feiert BURY THE DEVIL in wenigen Tagen im Rahmen von FrightFest Glasgow 2026, wo er als intensives Echtzeit-Exorzismus-Experiment präsentiert wird. Internationale Vertriebsrechte werden über Blue Finch Film Releasing gehandelt.

Wir können es uns mit Chips, Kruzifix und einem Flachmann Weihwasser gemütlich machen und uns den ersten Teaser zu BURY THE DEVIL ansehen.

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