HONEY BUNCH ist ein liebevolles englisches Kosewort, das auf Deutsch so viel bedeutet wie Schatz oder Liebling. Passend dazu läuft der Kinofilm zum Valentinstag 2026 in den USA an. Doch von Romantik sollte man sich nicht täuschen lassen. Den Zuschauer erwartet laut Shudder atmosphärischer und düster-unterhaltsamer Gothic Horror.
In den Hauptrollen sind Grace Glowicki , Ben Petrie, Jason Isaacs (THE WHITE LOTUS), Kate Dickie (THE WITCH), India Brown (INFILTRATION) und Julian Richings (GUILLERMO DEL TORO`S CABINET OF CURIOSITIES (2022) zu sehen.
Diana (Glowicki) leidet nach einem angeblichen Unfall unter lähmenden Schmerzen und Gedächtnisverlust. Sie wird von ihrem fürsorglichen, aber unheimlichen Ehemann Homer (Petrie) in eine experimentelle Traumaklinik gebracht, die abgelegen in den kanadischen Wäldern liegt. Dort soll sie durch eine innovative und rigorose Therapie genesen. Man verspricht ihr völlige Heilung, aber sie entdeckt mehr und mehr Ungereimtheiten. Während Bruchstücke ihrer Erinnerungen zurückkehren, kommen auch verstörende und unheimliche Enthüllungen über ihre Ehe ans Licht. Diana wird sich selbst und ihrem Mann immer fremder, sie hat Erscheinungen, von denen sie nicht weiß, wie real sie sind, und beunruhigende Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit werden wach. Den Liebesbeteuerungen ihres Mannes misstraut sie mehr und mehr. Und wohin verschwindet ihr Mann ständig, während sie selbst am Verlassen des Geländes gehindert wird?

Nach ihrem radikalen Rape & Revenge Film VIOLATION (2020) schrieben und inszenierten Madeleine Sims-Fewer und Dusty Mancinelli mit HONEY BUNCH eine Hommage an das Horrorkino der 1970er-Jahre. Seine bewusst gewählte Ästhetik und Inszenierung soll an diese Ära erinnern. Atmosphäre statt Effekte und eine Erzählweise, die an die klassischen, beunruhigenden Horrorfilme von damals anknüpft, in der die Spannung unterschwellig ansteigt. Es heißt, ihr psychologischer, klug konstruierter Film lässt lange rätseln, bevor die einzelnen Puzzleteile schließlich einen Sinn ergeben. Durch das Thema Identität, Täuschung und Erinnerung, das HONEY BUNCH aufgreift, werden Vergleiche zu Klassikern wie WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN (1973) oder THE WICKER MAN (1973) gezogen. In Letzterem spielt Regisseur Robin Hardy mit dem Element, den Zuschauer die Handlungen missinterpretieren zu lassen. In WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN besteht die Gefahr, dass man Dinge übersieht, die einem einiges mehr verraten, als offenkundig zu sehen ist. Die Filme bestachen durch ihre Tiefgründigkeit. Ob das HONEY BUNCH gelingen wird, bleibt abzuwarten.
Honey Bunch sei eine eigentümliche Kreuzung aus Schauergotik, Psychohorror und Medizin-Thriller, getüncht in märchenhafte Atmosphäre, wie Kritiker behaupten. Der sich langsam entfaltende psychologische Horrorfilm soll subtile Spannungsmomente mit einer Debatte über die grenzenlose Macht der Liebe verweben. HONEY BUNCH sei wie geschaffen für ein anspruchsvolles, cineastisches Publikum.
Ab 13. Februar läuft HONEY BUNCH in den USA an. Ein deutscher Kinostart ist noch nicht bekannt.







