News: RED RIDING (erste Bilder)

Rotkäppchen - Adaption Horrorfilm

Rotkäppchen dürfte wohl jeder kennen, der mit Märchen aufgewachsen ist. Es wurde bereits vielfach verfilmt, von klassischen Märchenadaptionen (1953/1954) über moderne Fernsehfassungen (ZDF 2005) bis hin zur düsteren Interpretationen RED RIDING HOOD (2011). Oft variiert, parodiert oder als Neuinterpretation, zieht sich das Thema durch verschiedene Genres.

Der aktuelle von House54 produzierte Film RED RIDING wird als düsterer, folklorisch angehauchter Low-Budget-Horror-Thriller beschrieben, der Märchen und Albtraum miteinander verbindet. Die zeitgenössische Neuinterpretation von Rotkäppchen, die zuvor unter dem Titel LITTLE RED bekannt war, wird am 7. März auf dem FrightFest Glasgow in Schottland Weltpremiere feiern. 

Worum geht es in RED RIDING?

Nach dem Tod ihrer Mutter durch eine Überdosis wird die problembelastete Teenagerin Redele Riding (Victoria Tait) aus ihrer Londoner Sozialwohnung zu ihrer entfremdeten, aristokratischen Großmutter in die schottischen Highlands geschickt. Zunächst ist Red fasziniert von dem prachtvollen Anwesen, doch hinter der Eleganz verbergen sich beunruhigende Geheimnisse: verschwundene Kinder, Gerüchte über einen monströsen Wolf, der durch die Wälder streift, und eine unheilvolle Macht, die sowohl von ihrer Großmutter als auch vom bedrohlichen, unheimlichen Wildhüter ausgeübt wird. Als Legende und Realität aufeinanderprallen , muss Rotkäppchen die rätselhaften Warnungen ihrer Mutter entschlüsseln und sich einem düsteren Familienerbe stellen.

Regisseur und Drehbuchautor Neil Marshall (DOG SOLDIERS, THE DESCENT) betreut den Film als Executive Producer. Inszeniert wird er von Craig Conway, der damit sein Regiedebüt gibt. Victoria Tait (VISIONS) spielt die Rolle der Redele an der Seite von Bill Fellows, Ian Whyte (ALIEN VS. PREDATOR) und Jack McEvoy (VIKINGS).

Red Riding böser Wolf

Es stellt sich die Frage, ob RED RIDING brutalere Elemente der uns bekannten Geschichte der Gebrüder Grimm beinhaltet. Die geläufige Version: Mädchen will Großmutter besuchen, wird stattdessen vom Wolf gefressen und vom Jäger gerettet, dürfte etwas zu zahm sein – im Gegensatz zu deutlich barbarischeren Szenarien in früheren Versionen des Märchens.

Könnte RED RIDING ähnlich sein, wie DIE ZEIT DER WÖLFE von 1984 oder wird er doch ganz anders?

Vergleicht man die Filmideen, findet man bei beiden die Motive von Wolf, Märchen und Horror, doch sie dürften in Stil und Thema unterschiedlich sein.

DIE ZEIT DER WÖLFE nutzt das Märchen vom Rotkäppchen als Gerüst, um eine traumhafte, symbolische Geschichte zu erzählen. Die Stimmung der Story ist dicht, fantastisch und gespickt mit surrealen Bildern. Die Grenze zwischen Realität und Traum ist fließend und der Film spielt mit verschachtelten Traumwelten und gotischer Atmosphäre. Er verknüpft traditionelle Märchenelemente mit dunklen psychologischen Themen, bei der die Wolfsfigur sowohl Monster ist, als auch ein Bild der Auseinandersetzung mit tief liegenden Ängsten und Begierden.

RED RIDING hingegen, scheint den Wolf eher als konkrete, reale Bedrohung und mysteriöse Legende zu nutzen, die mit familiären Geheimnissen und einem Horror-Setting in einer ländlichen Umgebung verknüpft wird. Er könnte erzählerisch zugänglicher und stärker im heutigen Genre-Horror verwurzelt sein, statt in der symbolisch-psychoanalytischen Metaphorik eines märchenhaften Traums, wie in DIE ZEIT DER WÖLFE.

Was wir sicher wissen ist, dass RED RIDING eine in die heutige Zeit übertragene Märchenadaption ist und zu einem Albtraum werden soll. Es bleibt abzuwarten, wie genau das altbekannte Motiv der Geschichte in RED RIDING verpackt und umgesetzt wurde.

Ein Kinostart ist noch nicht bekannt. Wir halten euch auf dem Laufenden.

 

 

 

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