Review: SLAYED – WER STIRBT ALS NÄCHSTES? (2020)

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.0

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4/10 (1)

Darsteller: ‎ Isabella Gomez, Lindsay LaVanchy, Froy Gutierrez, James Berardo, Yancy Butler
Regie: John Berardo
Drehbuch: John Berardo, Lindsay LaVanchy, Brian Frager
Länge: 93 min
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 27. August 2021 (DVD+BD)
Verleih/ Vertrieb: SquareOne Entertainment
FSK: ab 16

Das Schöne an Slashern ist, dass man weiß, was man bekommt. Das ist wie essen bei Mutti.
Das Unschöne an Slashern ist, dass man weiß, was man bekommt und nicht jeder Mutter kann gut kochen.

Story:
Eine junge Frau wird während einer Uni-Party bewusstlos in einem Raum mit drei Männern aufgefunden und am Morgen danach auf Social Media – Kanälen dafür gemobbt.
Einer der drei ist Wes, ein Schwimmstar mit Chancen auf die olympischen Spiele, aber auch jemand, der bereits früher im Verdacht sexueller Belästigung stand.
Als Wes brutal ermordet wird, versucht seine Schwester Ellery herauszufinden, wer dafür verantwortlich ist, doch der Killer ist noch nicht fertig.
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SLAYED ist modern, aber an den falschen Stellen altmodisch

Social Media, sexuelle Übergriffe, das sind Zutaten, die es in den klassischen Slashern der 70er und 80er so nicht gab, aber natürlich zu Zeiten von Facebook, Tik Tok und #meetoo passt.
Ein guter Ansatz also, der bedauernswerterweise im Tempo eines 70er-Films vorgetragen wird, ohne sonst besonders auffällig zu sein. Dass der erste Mord in SLAYED nach über einer halben Stunde geschieht, ohne dass davor überhaupt Spannung oder Atmosphäre aufgebaut wird, spricht für sich.

Die üblichen Inhaltsstoffe sind trotzdem da: es ist eine sexuelle Komponente vorhanden, wenn auch anders als in FREITAG, DER 13. und Konsorten nicht einvernehmlich. Außerdem ist – damit einhergehend – ein Motiv für Rache vorhanden, wie es ebenfalls in zahlreichen Slashern zu finden ist.
Dazu gibt es physische, blutige Morde und natürlich darf eine Maske nicht fehlen.
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Um soweit zu kommen, muss man aber erst einmal die erwähnte Studenten-Feier überstehen, wo kluge Sätze wie „markiert die Hoes und schützt eure Bros“ das Bild prägen.
Wer davon tränende Augen bekommt, übersieht vielleicht, dass man Ellery, die von der zum Drehzeitpunkt 32-jährigen Lindsay LaVanchy gespielt wird, ihre Rolle als Studentin nicht abnimmt.
Da LaVanchy aber selbst als Produzentin und Autorin fungierte, war der Wunsch wohl Vater des Gedankens und ein gewisses Casting-Mitspracherecht gegeben.slayed rezension

Von Hoes und Bros….

Das mag man aber wohlwollend ignorieren und dafür positiv erwähnen, dass der Film damit spielt, immer wieder Nachrichten und Handyscreenshots einzublenden, um den Zuschauer unmittelbar an der modernen Technik teilhaben zu lassen.
Nett gemeint, aber auch alles andere als neu.

Die Kills häufen sich in der zweiten Filmhälfte, blutig sind sie auch, aber SLAYED ist einfach nicht sehr aufregend. Die kleinen positiven Ausschläge nach oben, können nicht aufwiegen, dass der Streifen behäbig, selten spannend und nicht allzu originell ist.

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