Wenn uns Horrorfilme zwei Dinge lehren, sind es
1) zieh nicht in ein fremdes Haus
2) keine Experimente mit dem Jenseits.
Da die Protagonisten in APPARITION beide Regeln brechen, ist Ärger vorprogrammiert.
Inhaltsverzeichnis
Die Handlung von APPARITION – DUNKLE ERSCHEINUNG
Kelly und Ben haben in ihrem neuen Zuhause gerade die letzten Kisten ausgepackt, da beginnen immer heftigere Zwischenfälle das junge Paar zu beunruhigen. Bald fühlen sie sich in den 4 Wänden nicht mehr wohl, müssen aber feststellen, dass das Böse nicht im Haus lebt, sondern die Folge eines missglückten Experiments ist, das Ben auf dem College durchführte.
Best-of statt Original: Anleihen bei POLTERGEIST, THE RING und PARANORMAL ACTIVITY
Wer den Mief und Siff von kleinen Untergrundfilmen liebt, wird APPARITION hassen. Hier sieht unser Paar so durchgestyled aus wie das Wohnviertel in das es zieht. Selbst nach der x-ten schlaflosen Nacht könnte Kelly-Darstellerin Ashley Greene, die man aus den TWILIGHT-Filmen kenne kann, über einen Laufsteg stolzieren ohne sich auch nur kämmen zu müssen.
Schauspielerisch ist die Dame ebenso wie ihr männlicher Gegenpart Sebastian Stan nur Mittelmaß, mehr ist allerdings auch nicht gefragt.
Außerdem mit dabei: Tom Felton, den man als Draco Malfoy aus der HARRY POTTER-Reihe kennt.
Der Schrecken, den beide erleiden müssen, steigert sich erwartungsgemäß im Laufe des Films und ist durchaus für eine Gänsehaut gut, geht aber nie unter die Gürtellinie. Mit anderen Worten: APPARITION bietet gemäßigten Grusel statt derber Schocks oder gar der Gore-Keule.
Schimmelpilz als Schreckenssymbol: Was APPARITION immerhin richtig macht
Das ist nicht verwerflich, allerdings fällt auf, dass Drehbuchautor (und Regisseur) Todd Lincoln beim Schreiben wohl den Fernseher laufen hatte, der zufällig Werke wie POLTERGEIST oder THE RING zeigte. Eine gewisse Nähe findet sich auch zu den PARANORMAL ACTIVITY – Filmen, wobei APPARITION abgesehen von ein paar kurzen Sequenzen ohne Found Footage – Stil auskommt.
Auch wenn diese Einflüsse passabel in den Film integriert wurden, drängt sich der Verdacht auf, dass jemand ganz gezielt versuchte eine Art Best-of zusammenzustellen, wodurch die eigene Kreativität auch schon mal in den Hintergrund rückt.
Immerhin, die Idee, sich das Übel als Schimmelpilz – den Schrecken aller Hausbesitzer – manifestieren zu lassen, ist gelungen und hervorzuheben ist auch der Synthie-Tribal-Score, der gerade in Verbindung mit stimmungsvollen Außenaufnahmen für Atmosphäre sorgt.
Die Effekte sind ebenfalls sehr anständig umgesetzt, aber technisch gibt es ohnehin wenig zu mäkeln.
Fazit zu APPARITION – DUNKLE ERSCHEINUNG
Horrorfans, die schon alles gesehen haben, können sich damit vergnügen verschiedene Szenen den Originalen zuzuordnen. Gemacht wurde der Film aber für jüngere Zuschauer und die könnten an APPARITION durchaus Gefallen finden.
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FAQ
Basiert APPARITION auf einem realen Fall?
Lose ja. Inspirationsquelle ist das Philip Experiment von 1972 – eine Gruppe kanadischer Parapsychologen versuchte damals, einen rein erfundenen Geist namens Philip durch kollektive Konzentration heraufzubeschwören. Mit angeblichem Erfolg.
Wer ist Regisseur Todd Lincoln?
Todd Lincoln gab mit APPARITION sein Regiedebüt. Vorher war er als Regisseur für ein THE FLY-Remake bei Fox im Gespräch, das Projekt kam aber nie zustande. Nach APPARITION drehte er keinen weiteren Spielfilm.
Wer spielt den Paranormal-Experten in APPARITION?
Patrick wird von Tom Felton gespielt, den die meisten als Draco Malfoy aus den HARRY POTTER-Filmen kennen. APPARITION war einer seiner ersten Versuche, sich vom Malfoy-Image zu lösen.










