Review: BULLET HEAD (2017)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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5/10 (1)

Darsteller: Adrien Brody, Antonio Banderas, John Malkovich
Regie: Paul Solet
Drehbuch: Paul Solet
Länge: 90 min
Veröffentlichung: 23. März 2018 (heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Splendid
Genre: Action Drama Thriller
Land: Bulgarien,USA,
FSK: ab 16

Bist du ein Hunde- oder ein Katzenmensch?
Falls du Hunden näherstehst, wird BULLET HEAD womöglich ein passender, aber auch bewegender Film für dich sein, denn obwohl es sich auf den ersten Blick um einen prominent besetzten (Gangster-)Thriller handelt, ist der Streifen auf den Hund gekommen.

Stacy, Walker und Gage haben einen Tresor voller geklautem Geld im Auto, doch die Kiste fährt nicht mehr. Nun gilt es Zeit zu überbrücken und sich vor der Polizei zu verstecken, bis die Komplizen zur Hilfe kommen. Da kommt eine riesige städtische Lagerhalle gerade recht. Doch was die drei nicht wissen: dort werden illegale Hundekämpfe abgehalten und einer der Kämpfer läuft frei herum.

Dass Regisseur und Autor Paul Solet Hundefan ist, deutet sich bereits in der Story an, wird aber spätestens mit dem Abspann klar, wo der Film einem Hund namens Molly gewidmet ist.
Im Film selbst ist da der gewaltige Mastiff, der eigentlich eingeschläfert werden sollte und zunächst seinen Henker richtet, bevor er sich den sympathischen Verbrechern zuwendet. Er bleibt aber nicht der einzige Vierbeiner, der Erwähnung findet, denn auch die Figuren haben in der Vergangenheit Hundegeschichten erlebt, die sie zwischen Warten und Kampf ums Überleben (teils per Rückblick) zum Besten geben.

Wie fast zu erwarten, geht von dem Kampfhund zwar eine Gefahr aus, Paul Solet lässt aber nicht unerwähnt, wer das eigentliche Monster ist, in diesem Fall eben der Organisator jener Hundekämpfe, der von Antonio Banderas gespielt wird und der spätestens dann sauer wird, als die drei Eindringlinge seine Verdienste der letzten Kämpfe finden und einstecken wollen.

Wem das zu viel Hund ist: BULLET HEAD lässt sich auch schauen, ohne dass man ein Rudel um sich hat, fährt aber immer mal wieder runter, um diesen – wenn man es so bezeichnen will – Subplot auszuschmücken.
Ansonsten ist der Film ein ordentlicher Survival-Thriller in urbaner Atmosphäre und mit Adrien Brody und John Malkovich noch zwei weitere große Namen die Hauptrollen füllen.

Allerdings merkt man dem Werk an, dass die Inhalte nicht ganz stimmig sind. So überraschend und unkonventionell es sein mag, die Themenstränge zu kreuzen, wirken die Rückblicke ins Thriller-Korsett gedrängt, worunter wiederum der Thrill leidet.
Dass sich irgendwann eine gewisse Vorhersehbarkeit abzeichnet und man sich fragt, wieso Unsummen Geld in dieser Halle mehr oder minder ungeschützt herumliegen, warum dort überhaupt Events im großen Stil stattfinden können, warum es so irrsinnig schwer sein soll von dort zu entkommen und warum überall riesige Löcher in massiven Betonwänden sind, schmälern die Unterhaltung weiter.

Und trotzdem, nicht nur für Fans von Filmen wie UNDERDOG ein Streifen, den man sehen kann…allerdings nicht zwingend muss.

 

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