Review: GRABBERS (2012)

Grabbers Horrorkomödie
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 8.5

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8.7/10 (36)

Darsteller: Richard Coyle, Ruth Bradley, Russell Tovey
Regie: Jon Wright
Drehbuch: Kevin Lehane
Land:
Genre: ,

Regen, raues Klima, herzliche Menschen, Guinness, schroffe Küsten und grüne Landschaften sind Schlagwörter, die man Irland ohnehin verbindet.
Außerirdische mit Tentakeln assoziiert man mit dem Land nicht automatisch. In GRABBERS reiht sich dieser Begriff aber nahtlos an alle anderen und erzeugt damit eine Menge Spaß.

Viel ist nicht los auf der kleinen Insel Erin Island vor der irischen Küste, auf die es die ehrgeizige und korrekte Polizistin Lisa aushilfsweise verschlägt. Ihr einziger Kollege trinkt zu viel, ansonsten ist dort kaum Abwechslung geboten. Zumindest nicht bis eines nachts etwas Großes ins Meer stürzt und bald blutsaugende Kraken-Aliens das einsame Eiland unsicher machen. Die einzigen, die verschont bleiben sind Betrunkene.

Grabbers Horror

Grundsätzlich hat GRABBERS nicht viel Neues zu bieten, man kann aber erahnen, was geschieht, wenn man alle genannten Zutaten in einen Bottich wirft und ordentlich gären lässt.
Ein Haufen besoffener irischer Landeier gegen ein fieses Monster from outer space…nie war ein Trinkgelage leichter zu rechtfertigen. Immerhin geht es um Leben und Tod.
(Sicherheitshalber macht sich der Autor dieses Reviews auch mal ein Bier auf)

Auf angenehme Art und Weise fühlt man sich inhaltlich an die Monsterfilme vergangener Tage zurückversetzt. Wer auf die guten alten Schwarzweiß-Creature-Features steht, wird hier ein paar Deja-Vus durchlaufen.
Wir erleben die Landung, die Anzeichen, dass etwas nicht stimmt, erste Opfer und schließlich die Gewissheit, dass alle Menschen auf der Insel in großer Gefahr sind. Man kann sogar zeitig erahnen, wo etwa alles enden wird, langweilt sich aber dennoch nie.
(Darauf trinken wir ma einen)

Grabbers horrorfilm

Das liegt an verschiedenen Faktoren: zum einen ist der Film voller interessanter Haupt- und Nebenfiguren, die allesamt sympathisch rüberkommen; dann enthält GRABBERS einen hohen Humoranteil. Egal ob Wort- oder Situationskomik, der Film zieht alle Register und beherrscht scheinbar beiläufige Gags ebenso gut wie den einen oder anderen Kalauer.
Erwähnenswert sind aber auch beeindruckende Landschaftsaufnahmen, die eine andere Seite von Insel und Film preisgeben.
(Einen klleinen nemmm isch noch)
Obwohl die Verantwortlichen also offenbar altmodischen Horror lieben, schreckte man nicht vor dem Einsatz moderner Computereffekte zurück und siehe da, die sind ausnahmsweise sogar gelungen. Da der Film sich nicht ernst nimmt, ist es umso leichter zu verzeihen, wenn die Monster mal comichaft wirken. Nichtsdestotrotz hat man in deutlich höher budgetierten Werken schon deutlich schlechtere Effekte erlebt und wenn man damit wirbt, dass die Special-FX von den HARRY POTTER-Machern stammen, ist das mal kein leeres Gerede.

Übrigens: Überraschenderweise lag das von Kevin Lahene geschriebene Skript zum Film eine ganze Weile in irgendwelchen Schubladen, bevor sich jemand erbarmte das Material umzusetzen.
(sollichnochmalnachschenken???????)
GRABBERS mag völlig (ähem…) nüchtern betrachtet kein perfekter Film sein, aber auch wenn die Handlung bekannt ist, er mit dem Klischee des besoffenen Iren spielt und mehr Komödie als Horrorfilm darstellt, wurde er von Regisseur Jon Wright und seinem Team liebevoll in Szene gesetzt und ist für Freunde von SLITHER und TREMORS unbedingt zu empfehlen.
(pRoST!)

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